Freitag, 10. April 2015; 07:04
NLA

Nutzt Volley Näfels heute den ersten Matchball um Bronce?

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels trifft im zweiten Spiel der Best-of-3 Serie heute im Bronce-Final auf Volley Amriswil. Nach dem Sieg am Ostersamstag im Tellenfeld kann Polaks Team heute den Sack zumachen und die Saison siegreich beenden.

 

Heute Abend verabschiedet sich Biogas Volley Näfels für diese Saison von seinen Zuschauern in der heimischen Lintharena. Dabei geht es um die Broncemedaille im Derby gegen Volley Amriswil. Nach dem 3:0 Auswärtssieg vor einer Woche im Thurgau hat Näfels zwei Matchbälle. Den ersten heute um 18:00 daheim. Bei einer Niederlage würde bereits tags darauf am Sonntag, 12. April, um 16 Uhr in Amriswil das alles entscheidende dritte Spiel folgen. Daran wollen die Spieler von Näfels aber nicht denken. Es sei toll gewesen in Amriswil und sie würden sich dasselbe auch heute erhoffen, war aus den Reihen von Näfels zu hören.

Vom Captain zum Assistenten
Heute ist aber auch der Abschiedsabend von Dan Alexander, dem Captain bevor er im Dezember wegen seines lädierten Rückens das Handtuch werfen musste. Doch Biogas Volley Näfels ermöglichte es Dan Alexander, dem vorbildliche Sportsmann, in Näfels zu bleiben. Er wurde Assistent von Coach Dalibor Polak. Der Amerikaner meinte zu dieser Situation: „Meistens wird ein Spieler, der verletzt für den Rest der Saison ausfällt, nach Hause geschickt. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich bleiben durfte um als Assistent dem Trainer zu helfen. Für diese Unterstützung durch den Verein kann ich mich gar nicht genügend bedanken.“

Sich in dieser neuen Rolle zu sehen, fiel dem Vollblut-Volleyballer Alexander alles andere als leicht. Er schildert: „Ganz ehrlich, die grösste Herausforderung war für mich, dass ich nicht mehr selber spielen konnte und plötzlich als Co-Trainer bei jenem Team wirkte, in welchem ich eine Woche zuvor noch selber spielte.“ Nur von der Seitenlinie Einfluss aufs Spiel zu nehmen, besonders wenn es nicht lief und seine Kollegen strauchelten, sei für ihn sehr hart gewesen, verriet Dan Alexander. Der Trainingsbetrieb hingegen sei kein Problem gewesen, da er die meisten seiner Teamkollegen und auch Cheftrainer Dalibor Polak bereits vom letzten Jahr gut kannte. Dan Alexander zieht trotz seines Pechs eine positive Bilanz: „Ich hatte eine tolle Zeit als Assistenz-Coach. Ich blieb so Teil dieses Teams und habe unter den Spielern wirklich gute Freunde gewonnen.“

Wohl nie mehr Volleyballer
Was die Zukunft für Dan Alexander bereithält, weiss er noch nicht. Sport sei sein Leben, an der Seitenlinie zu stehen sei schwer, aber trotzdem lohnenswert gewesen. Aber er wisse, dass er wohl nie wieder Volleyball spielen könne, beschreibt er seine Situation realistisch. Alexander wäre nicht Alexander, würde er nicht das Positive in den Vordergrund stellen. Das ist sein Charakter. So passt sein Schlusswort perfekt: „Näfels ist ein hervorragender Verein. Ich bin stolz, dass ich Teil davon war. Es war sehr spannend hier, hatte viel Spass und sammelte ganz neue Erfahrungen. Es waren zwei unglaubliche Jahre und vieles werde ich nie mehr vergessen.“

Kleiner Final, Spiel 2 (Best-of-3): Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil
Lintharena SGU, Näfels, Samstag, 11. April 2015, 18:00 h

Bye-Bye Dan – Thank you and all the best