Nur zehn Trainingstage für das Team von Volley Näfels vor dem Supercup
Am Samstag spielt Cupsieger Biogas Volley Näfels in Fribourg gegen Meister Volley Amriswil um den Supercup. Viele Nationalspieler fehlten dem Trainer während der Vorbereitungszeit, entsprechend zurückhaltend ist die Erwartungshaltung. Trotzdem hofft Trainer Dalibor Polak auf ein stimmungsvolles Spiel in der St. Leonhard-Halle.
Erst seit gut einer Woche steht Dalibor Polak das ganze Kader zur Verfügung. Vorher musste er auf sieben Spieler verzichten, welche mit ihren Nationalteams unterwegs waren. Neben Fabian Martinez (Venezuela) und Marko Vukasinovic (Montenegro) fehlte dem Trainer auch die Schweizer-Fraktion. Die beiden Zuspieler Marco Gygli und Reto Giger, wie auch die Mittelblocker Samuel Ehrat und Marc Walzer wie auch Libero Manuel Sutter waren seit Ende August mit dem Schweizer Nationalteam unterwegs. Sie spielten in Montenegro – auch gegen den Teamkollegen Marko Vukasinovic - und auf Gran Canaria die zweite Runde der EM-Qualifikation. Auf den ersten Blick sehen die dabei erreichten Resultate mit sechs Niederlagen und nur einem gewonnen Satz ernüchternd aus. Auf den zweiten Blick aber ist bereits das Erreichen der 2. Phase der EM-Qualifikation nach jahrelanger Absenz der Schweiz bei der EM- und WM-Qualifikation beachtlich.
Deutschland beeindruckt
Auch die Art und Weise, wie die Schweiz gegen Deutschland, Spanien und Montenegro aufspielte, ist positiv einzustufen. Das war eine gute Challenge, durchzogen mit Ups und Dows, sagen die Näfelser Nati-Spieler dazu. Als einer der Höhepunkte bezeichnet Manuel Sutter das erste Spiel gegen Deutschland: „Sie begannen mit der halben Stamm-Sechs und mussten danach alle Top-Leute einwechseln, da wir wirklich gut spielten.“ Und Captain Gygli ergänzt: „Die Cracks bekamen Respekt vor uns.“ Samuel Ehrat erwähnt ebenfalls Gegner Deutschland: „Gegen Superstars zu spielen, die in den besten Ligen der Welt zu finden sind, ist schon ein Höhepunkt.“
Die EM-Kampagne war für alle Spieler eine neue Erfahrung, galt es doch schon im September ernst. Üblicherweise beginnt zu dieser Zeit die Vorbereitung mit dem Verein auf die neue Saison. Die Näfelser Nationalspieler ziehen am Ende aber ein positives Fazit. Sie konnten gute Erfahrungen auf hohen Niveau sammeln und viel lernen, mussten aber jeweils gegen Satzende auch Lehrgeld bezahlen. Im nächsten Frühjahr geht es mit dem nächsten gemeinsamen Ziel weiter, der WM-Qualifikation. Es bleibt zu hoffen, dass die Fortschritte unseres Nationalteams anhalten und es in der Schweiz künftig besser bekannt wird. Wie wär’s wieder einmal mit einem Länderspiel vor heimischem Publikum?
Stimmungsgarant Fribourg
Seit gut einer Woche steht jetzt wieder der eigene Verein im Fokus. Trainer Polak sagte, dass seine Spieler nach den Einsätzen mit den Nationalteams individuell bereit seien, Volleyball aber ein Teamsport sei, in welchem das Zusammenspiel entscheide. Um dies zu üben, hatte der Trainer kaum Zeit, entsprechend gibt es bei der Abstimmung noch viel zu tun. Trotzdem freut er sich auf den Supercup. Er sagt: „Dieser Final ist faktisch unser erstes Spiel. Ich erwarte wie immer in Fribourg eine ausgezeichnete Atmosphäre, einen guten Gegner und ein schönes Spiel.“ Ob Näfels aber nach dieser kurzen Vorbereitungszeit den Supercup zum neunten Mal ins Glarnerland holen kann, darf zwar erhofft, aber nicht erwartet werden.
Indoor Sports Supercup: Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil
St.-Leonhard-Halle, Fribourg, Samstag 8. Oktober 2016, 18:00 h
Neue Zählweise beim Supercup
Der Weltvolleyballverband (FIVB) möchte mehr Fernsehpräsenz. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Planbarkeit und Dauer eines Volleyballspiels verbessert werden. Deshalb wird im Supercup der Männer eine neue Zählweise getestet, mit zwei Halbzeiten und im Fall eines Unentschieden mit einem Golden Set:
Erste Halbzeit (Best-of-3)
1. und 2. Satz: Bis 20 Punkte (zwei Punkte Abstand)
Steht es nach Sätzen 1:1, folgt ein 3. Satz: Bis 10 Punkte (zwei Punkte Abstand)
Zweite Halbzeit (Best-of-3)
1. und 2. Satz: Bis 20 Punkte (zwei Punkte Abstand)
Steht es nach Sätzen 1:1, folgt ein 3. Satz: Bis 10 Punkte (zwei Punkte Abstand)
Steht es nach beiden Halbzeiten 1:1 entschiedet ein Golden Set
Golden Set: Bis auf 15 Punkte (zwei Punkte Abstand)
Ein Timeout pro Satz und Team, keine technischen Timeouts



























































































