Dienstag, 6. März 2012; 07:17
Allgemein

NLA-Play-off Runde: Wiedersehen mit Finalgegner Chênois

Von: Köbi Hefti

Am Mittwochabend kommt es im sgu wieder einmal zum Klassiker Näfels – Chênois. Zum Abschluss der Hinspiele der Play-off Runde ist ein Sieg für beide Teams Pflicht, will man den Anschluss zur Spitze wahren.

 

 

 

Verletzte Wildtiere sind bekanntlich am gefährlichsten. Dieser Gefahr dürfte sich auch Seat Volley Näfels bewusst sein, wenn es am Mittwochabend in der lintharena gegen den CS Chênois antritt, welcher in den letzten Woche schwer enttäuschte. Die Genfer beendeten die Vorrunde auf Platz eins, gewannen fast alles, wenn sie in Vollbesetzung antreten konnten. Nur als die beiden Mexikanischen Nationalspieler Meyer und Guerra fehlten, konnte der letztjährige Finalist nicht überzeugen. Mit dem Start in die Playoff-Runde aber ging diese Dominanz verloren. Statt Siege folgten zwei klare Niederlagen.

 

Bonuspunkte sei Dank

In Schönenwerd setzte es ein 0:3 ab, in Lugano gab es eine 1:3 Pleite. Erst in der dritten Runde kamen die Genfer zum ersten knappen Sieg, 3:2 daheim gegen Amriswil. Damit sind die Calvinstädter jenes Team, das in der Play-off Runde bisher am wenigsten Punkte sammelte und sich am Ende der Rangliste wiederfindet. Dank der drei Bonuspunkte aus der Vorrunde haben die Romands aber wie Näfels fünf Punkte und damit nur einen Zähler weniger als das zweitplatzierte Lugano.

Die bisherigen Spiele der Genfer genügen den hohen Ansprüchen von Präsident Michel Georgiou und dessen Team aber bei weitem nicht. Alles andere als ein bissiger Auftritt würde deshalb sehr überraschen.

 

Mentale und taktischen Einstellung

Doch Näfels ist nach dem Befreiungsschlag in Olten gegen den TV Schönenwerd wieder im Aufwind. Der Meister fügte dem grossen Überraschungsteam dieser Saison seine erste und bisher einzige Heimniederlage zu. Dabei fiel der Kampfgeist von Näfels sehr positiv auf, aber auch die taktisch sehr gute Einstellung. Schönenwerds Captain Florian Lier dazu: „Entscheidend war, dass sich Näfels sehr gut auf Jan Schnider einstellte. Unser wichtigster Spieler hatte immer einen Doppelblock gegen sich und so konnte Näfels seine Angriffe sehr oft abwehren.“ Gleiches ist auch gegen die Genfer gefragt. Die Hammerangriffe von Guerra, Meyer und Cuko können nur mit guter Block- und Verteidigungsarbeit pariert werden. Dazu muss der Kampf- und Teamgeist wieder so gross und gut sein, wie gegen Schönenwerd. Auf diese Weise kann Näfels den CS Chênois auf Distanz halten. Dann könnte das Fazit wieder gleich ausfallen wie gegen Schönenwerd, als Fabian Brander sagte: „Wir zeigten eine sehr gute Teamleistung. Wenn es einem Spieler nicht so gut lief, dann sprang ein anderer für ihn in die Bresche.“ Wenn sich dazu Polak und Tomas im Vergleich zum Sonntag steigern können, dann können sich die Anhänger von Näfels auf dieses Spiel freuen.

SEAT Volley Näfels – CS Chênois

7. März 2012, 20:00

SGU lintharena

Bild: Köbi Hefti - Die Wiederholung dieser Szene nach dem Spiel vom Sonntag in Olten würde man sich am Mittwoch gegen Chênois gern gefallen lassen