Nico Beeler will nach dem Cup mit Biogas Volley Näfels noch Meisterschafts-Bronze
Nico Beeler, der Mann des Spiels im Cup-Final, schaut im Interview zurück auf den emotionalen Cup-Erfolg und verrät, weshalb er auch etwas traurig war. Im Ausblick äussert er sich überzeugt, dass Biogas Volley Näfels die Best-of-3 Serie gegen LUC gewinnt und die Saison erfolgreich abschliessen wird.
Herr Beeler, wie ist Ihre Gemütslage vier Tage nach dem Cup-Final und dem tollen Erfolg?
Nico Beeler: Immer noch überglücklich – alles macht mir Spass, selbst Dinge, die ich sonst nicht so lustig finde, mache ich gerne.
Sie sehen also alles durch die rosarote Brille?
Ja, das ist momentan so – es kann kommen was will.
Wie war die Feier nach dem Cup-Sieg?
Nico Beeler: Wir haben sehr lange gefeiert – am Ende war ich kaputt. Es war sehr streng, nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf. Ich war froh, als ich dann früh morgens ins Bett kam. Die Feier begann unmittelbar nachdem der Matchball am Boden war. Ob noch in der Wankdorfhalle, in der Kabine, auf der Heimreise im Bus oder in der Nacht im Glarnerland, es war ein grosses Fest, eine herrliche Feier und wir alle genossen es sehr. Es war einfach eine Riesenfreude.
Sie durften in den letzten Tagen viele Auszeichnungen und Trophäen entgegennehmen - als Youngster der Saison 2013/14, als MVP im Cup-Final und den Cup. Woran haben Sie die grösste Freude?
Nico Beeler: Das ist keine Frage – das ist der Cup. Diesen Sieg konnte ich mit den Teamkollegen teilen. Die anderen Auszeichnungen sind noch das Tüpfelchen auf dem i. Volleyball ist ein Teamsport. Ich bin überglücklich und dankbar, dass ich in einem solchen Team spielen darf. Ohne dieses Team hätte ich diese Auszeichnungen nicht erhalten – deshalb hat die ganze Mannschaft Anteil daran.
Sie zeigten starke Emotionen nach dem Spiel – haben Sie sich damit selber überrascht?
Nico Beeler: Ich habe dies so nicht erwartet. Ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll. Es kam in diesem Moment einfach alles zusammen. Während der Saison träumte ich, dass wir als Team den Cup gewinnen, ich eine Superleistung zeige und dazu auch noch den Award bekomme. Dies alles ging in Erfüllung und machte mich überglücklich. Aber ich war auch etwas traurig, weil ich wusste, dass dies vorerst meine letzte Hallensaison ist. Aber in diesem Moment war ich einfach nur überglücklich. Das alles ging mir sehr tief und so kamen mir diese unerwarteten Emotionen hoch.
Nun folgen die Spielen gegen Lausanne UC um die Bronze-Medaille. Fehlt da nicht die Motivation?
Nico Beeler: Die Motivation ist sehr gross. Eben haben wir gezeigt, wie stark wir als Team sind. Ich möchte jetzt diese beiden Spiele gewinnen und die Bronze-Medaille abholen. Dann können wir Ende Saison mit dem Cup-Sieg und dem dritten Platz sagen, dass diese Saison mehr als nur gelungen ist.
Wie war die Stimmung im Training diese Woche?
Nico Beeler: Die Euphorie ist immer noch riesig, aber der Trainingsrhythmus kommt immer mehr zurück. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Begeisterung uns noch besser werden lässt. Ich habe keine Zweifel, dass wir nicht voll fokussiert ins Spiel gegen LUC steigen werden.
Wie kann man LUC in Schach halten – zuletzt gab es zwei klare Niederlagen?
Nico Beeler: Es sind die beiden Spieler Vadeleux und Cerqueira, welche LUC gefährlich machen. Manchmal ist es für den Gegner schwierig einzuschätzen, auf welchen Positionen die beiden spielen. (Anmerkung der Redaktion: beide haben in letzter Zeit ihre Positionen immer wieder gewechselt, sogar innerhalb des gleichen Satzes). Aber Dalibor Polak wird eine sehr gute Taktik finden. Wir sind ein Team mit sieben sehr starken Spielern, bei Lausanne sind es zwei oder drei Spieler, die das Team mitziehen. Am Ende wird das kompaktere Team gewinnen und dies müssten wir sein.
LUC schoss Näfels vor allem mit seinen Services ab – wie verhindern sie dies am Samstag?
Nico Beeler: Ich denke, wir haben in den Playoffs gegen LUC wirklich schlechte Tage erwischt, normalerweise haben wir die Services der Gegner unter Kontrolle. Lugano serviert mit Banderó und Bruschweiler mindestens so stark wie LUC, im Cup hatten wir damit aber keine Schwierigkeiten. Es ist aber in der Tat wichtig, dass die Annahme gut funktioniert, damit wir unser schnelles Spiel aufziehen können. Ich habe keine Angst, dass uns die Services diesmal Mühe bereiten werden.
Kleiner Play-off Final (Spiel um Bronze – Best of three): Lausanne UC Volleyball - Biogas Volley Näfels
Centre Sportif Unil SOS II, Dorigny, Lausanne, 5. April 2014, 17:30



























































































