Neue Erkenntnisse für SEAT Volley Näfels an der 2. Trophée Mistral in Avignon
An der am Wochenende ausgetragenen 2. Trophée Mistral in Avignon (Fr) gelang es den Volleyballern aus Näfels vorerst nicht, die gezeigte Leistung auch resultatmässig auszudrücken. Trotz letztem Rang des Turniers überwiegt die Erkenntnis, es beim Team der neuen Serramalera-Boys mit einer kampfstarken und vor allem erfolgshungringen Truppe zu tun zu haben.
Legende zum Foto:
1. Reihe: Trainer Juan-Manuel Serramalera, Captain Rafa Lins, Andy Sutter, Betreuer Werni Lütschg, Manager Ruedi Gygli
2. Reihe: Marco Gygli, Dani Werner, Marco Bär, Ivan Bedrac, Mani Müller
3. Reihe: Guillermo Obeid, Alex Prawdzic, Sämi Büschi, Gaston Alvarez, Marcus Osias
Es fehlte: Roman Sutter
Der Mix aus sehr erfahrenen älteren Spielern aus Lateinamerika, mit den jungen Schweizern welche ebenfalls bereits über eine ansehnliche Praxis und Reife verfügen und den ganz jungen Nachwuchstalenten, scheint nach diesem Vorbereitungsturnier sehr gut gewählt worden zu sein. Da es sich bei den Gegnern überwiegend um Mannschaften handelte, welche im CEV-Cup in der Lage sein dürften bis ins Viertelsfinale oder sogar weiter vorzustossen, durften Spiele auch verloren gehen. Wichtig war nicht in erster Linie das Resultat, sondern vielmehr die Möglichkeit, gegen stärkere Teams aus Europa eine klare Standortbestimmung zu tätigen.
Wenn man verfolgt welche Steigerung vom ersten bis zum zwölften gespielten Satz erreicht wurde über diese zwei Tage, dann verspricht das für die kommende NL-A Saison einiges. Wohl nicht jeden Tag wird es das Team von SEAT Volley Näfels mit derart spielstarken Mannschaften wie der AS Cannes oder auch Spaniens Vizemeister Soria zu tun bekommen. Die Kader sämtlicher Gegner an diesem Turnier in Avignon waren breiter und stärker besetzt, vor allem wenn man die Ersatzbank betrachtet. Im Gespräch mit dem einen und andern erfährt man auch, über welche Budgets diese Mannschaften verfügen und dabei ergibt sich prozentual wohl in etwa das selbe Bild wie im Fussball zwischen schweizerischen und ausländischen Teams, vom FC Basel mal abgesehen. Bei Cannes waren nicht geringere als Frankreichs Nationalspieler, Passeur Le Marrec und Libero Exiga am Werk gegen Näfels, welche soeben auf höchster Stufe in der World League im Final in Moskau nur noch von Olympiasieger Brasilien besiegt wurden. Mit Ausnahme der Belgier von Menen, dem vierten der letzten belgischen Meisterschaft, (noch vor Pepe Jeans Lennik!) beschäftigen sämtliche Mannschaften mindestens fünf ausländische Volleyball-Profis. Ausgerechnet gegen den Senkrechtstarter des ersten Tags, Volley Club Menen mit zwei Siegen gegen AS Cannes und Caja Duero Soria gelang den Näfelsern das beste Spiel. Nach einer Niederlage im Startsatz, konnten die beiden folgenden Sätze mit 27:25 und 25:18 gewonnen werden. Nur den Spielern um den neu auserkorenen Captain Rafa Lins gelang es, die überraschenden Belgier in die Schranken zu weisen. Wie sehr diese vom plötzlichen starken Spiel der Glarner überrascht waren, zeigten sie in ihrem nächsten und letzten Match gegen die Gastgeber aus Avignon, welche sie glatt mit 3:0 besiegten. Ruedi Gygli als langjähriger, erfahrener Manager beim Volleyballclub aus Näfels dazu: “Diese beiden Resultate zeigen deutlich, welche Steigerung wir vom ersten auf den zweiten Tag erzielten. Hätten wir nicht zu Beginn gegen Avignon gespielt sondern erst heute, wäre gegen die Südfranzosen sicher auch ein Sieg drin gelegen.



























































































