Freitag, 5. Oktober 2007; 17:42
Allgemein

NESTEA European Championship Tour: Europa als Vorbild

Von: Pd Global Sports

Im fünften Jahr ihres Bestehens hat die NESTEA European Championship Tour eine Dimension erreicht, die von den Spielern und der FIVB anerkannt werden

Bild: Auch der ehemalige SEAT Volley Näfels Spieler Jan Schnider belegte an der European Beach Tour einen Top Ten Platz genauso wie auch Andy Sutter


Zürich, 5. Oktober 2007: Nachdem der letzte Ball in der Saison 2007 der NESTEA European Championship Tour in den Sand gefallen war, zeigten die Athleten dass sie nicht nur am Netz, sondern auch beim Feiern ihre Qualitäten haben. Und so versammelten sich die besten Spielerinnen und Spieler des Kontinents am Hafenbecken von Valencia und ließen dort, wo in diesem Jahr Hunderttausende beim Americas Cup der Segler zugeschaut hatten, die Puppen tanzen.

 

Vorn am Podium einer exklusiven Bar standen die Medaillengewinner und ließen sich feiern. Mitten drin Rivo Vesik. Der baumlange Kerl aus Estland mit dem Surfer-Outfit hatte mit seinem Partner Kristijan Kais als Vierter Edelmetall zwar knapp verpasst, dennoch fühlte er sich der stets fröhliche Blockspieler als inoffizieller Partybeauftragter der Szene gemüßigt, für sich und seine Kollegen zu sprechen. „Das Niveau war noch nie so stark wie in diesem Jahr. Die europäische Tour ist für mich und meine Kollegen ein Riesengewinn im internationalen Tourkalender.“ Tatsächlich hat sich die NESTEA European Championship Tour im fünften Jahr ihres Bestehens weiter etabliert. „Wir haben inzwischen über zwei Millionen Euro an Preisgeldern ausgeschüttet“, verkündete Heinz Schurtenberger, Chairman der in Zürich ansässigen Agentur Global Sports Marketing (GSM), die die NESTEA European Championship Tour organisiert und vermarktet während der Saison-Abschlussparty in Valencia.

 

Die Spieler haben die guten Möglichkeiten sehr wohl registriert und wissen es zu schätzen, dass sie diese Möglichkeit, sich in der internationalen Szene zu positionieren, nutzen können. „Bei GSM wird sehr gute Arbeit geleistet“, sagt Deutschlands Spitzenspieler Christoph Dieckmann.” Die Qualität der NESTEA European Championship Tour zeigt sich auch in der Dichte, die es in europäischen Spitze in diesem Jahr gab. Bei den sechs Stationen 2007 (Österreich, Russland, Deutschland, Schweiz, Niederlande und Spanien) gab es bei den Männern insgesamt acht verschiedene Siegerteams aus sechs Nationen.

 

Kein Team konnte mehr als zwei Turniersiege erringen. Die Ausgeglichenheit an der Spitze lässt sich auch anhand der Weltrangliste ablesen: Mit den Russen Barsouk/Kolodinsky (Position 3), den Holländern Nummerdor/Schuil (Position 8) und den Deutschen Brink/Dieckmann (Position 9) werden drei Teams unter den Top Ten notiert, die sich beim NESTEA European Championship Final 2007 nicht den Titel als Europameister sichern konnten. Den holten sich die Österreicher Doppler/Gartmayer, was einerseits eine Überraschung war, wenn man die Setzliste betrachtet, andererseits wiederum nicht, wenn man das Niveau richtig einzuschätzen weiß: „Die Spitze“, sagte der im Finale unterlegene Nummerdor, „ist jetzt so nah beieinander, dass mindestens zehn Teams für den Titel eines Europameisters infrage kommen.“ Was da in den letzten Jahren entstanden ist, hat auch Angelo Squeo sehr genau verfolgt. „Das Wachstum der kontinentalen Tour ist für die Entwicklung unserer Sportart sehr wichtig“, sagt der Event Director Beach Volleyball beim Volleyball-Weltverband FIVB. „Europa bietet die beste kontinentale Meisterschaft aller fünf Erdteile an“, sagt der Italiener. Er untermauert diese Einschätzung mit der Hoffnung, „dass wir Organisatoren schon bald ein System zur Verfügung stellen können, damit auch in Nordamerika, Südamerika, Asien und Afrika erfolgreiche kontinentale Turnierserien aufgebaut werden können.”

 

„Ein starkes Indiz für die Qualität der NESTEA European Championship Tour“, so Squeo, „ist der Umstand, dass das NESTEA European Championship Final 2007 in Valencia und 2008 in Hamburg als Olympia-Qualifikationsturniere anerkannt werden. Nur wenn andere kontinentale Verbände ihre Touren spürbar aufwerten“, so Squeo, „werden sie im Hinblick auf London 2012 ebenfalls diese Möglichkeiten erhalten.“