Sonntag, 28. Oktober 2007; 10:00
Allgemein

Näfelser Volleyballer können die Frankreich-Reise planen

Von: Köbi Hefti

Schweizer Meister Seat Volley Näfels gewann im Sechzehntelfinal des CEV-Cups gestern auch das Rückspiel gegen das mazedonische Team aus Prilep 3:0 und ist damit eine Runde weiter. Gegner im Dezember ist ein Team aus Frankreich.

Der Auftritt von Näfels auswärts gegen den Vize-Meister Mazedoniens vor 1500 tollen und fairen Zuschauern war meisterlich. Das Team um Captain Andy Sutter war sehr konzentriert. Von Anfang an entwickelte es viel mehr Druck als noch beim Hinspiel vor einer Woche. Nur ganz zu Beginn des ersten Satzes konnten die Einheimischen mit den Glarnern Schritt halten.

 

Nach dem ersten technischen Timeout legten die Gäste einige Punkte zum 10:7 vor. Das toll mitgehende Publikum wurde ein erstes Mal etwas leiser. Und da Näfels weiterhin in allen Belangen deutlich stärker agierte als die mazedonischen Gastgeber und ihnen kaum noch Punkte zugestand, hiess es nach 20 Minuten Satzball. Nach einem Vinicius-Service kam der Ball von Prileps Annahme direkt zu Andy Sutter, der diesen Penalty sicher verwertete und den Satz zum 25:15 abschloss.

 

Block-Festival

 

Auch im zweiten Satz vermochte Prilep das Spiel bis zum 11:12 ausgeglichen zu gestalten. Ein wahres Block-Festival von Büschi, Bedrac und Andy Sutter mit drei direkten Punkten bei sechs Ballwechseln, dazu erfolgreiche Angriffe von Büschi und Sutter sorgten für die Vorentscheidung. 16:11 führte Näfels beim technischen Timeout. Bis zum Satzende gestanden die Glarner dem Gegner dann noch gerade mal vier Punkte zu.

 

Für die Mazedonier gab es kein Durchkommen mehr. Mit einem Servicewinner von Joelsen, der in den beiden ersten Sätzen sehr clever spielte und für viele direkte und indirekte Punkte mit seinen Services sorgte, endete der zweite Satz ebenfall mit 25:15.

 

Überraschte Gastgeber

 

Nach diesem klaren Verdikt gab es in der Halle kaum noch jemand, der mit einer grossen Wende zugunsten Prileps rechnete. Und so war es dann auch. Vinicius, Miller, Bedrac und Co. liessen nichts mehr anbrennen. Kam dazu, dass mit Captain Sutter ein Spieler auf dem Feld stand, der wie eine Lebensversicherung agierte. Jeden Ball, der zu ihm kam, knallte er am Block vorbei ins gegnerische Feld. Auch die Auswechselspieler Roman Sutter, Fabian Brander und Marco Gygli durften im dritten Satz noch internationale Luft schnuppern. Diese drei jungen Talente nutzten ihre Chancen und integrierten sich erfolgreich in die sehr geschlossen und harmonisch auftretende Mannschaft.

 

Nach gut einer Stunde Spielzeit hiess es 25:17 und damit 3:0 in den Sätzen zu Gunsten der Schweizer. «Näfels hat sehr stark aufgespielt», meinte Prileps Trainer Zlakto Risteski nach dem Spiel. «Ich kann nur gratulieren. Wir waren von Näfels Auftritt sehr überrascht. Das Team spielte viel besser als vor einer Woche, war in allen Belangen besser als wir.» Nach diesen zwei Siegen können sich die Anhänger von SEAT Volley Näfels erneut auf einen internationalen Leckerbissen freuen. In den Achtelfinals vom 19. Dezember trifft Näfels im Rückspiel in der linth-arena sgu auf ein französisches Team (Poitiers oder Toulouse).

 

Prilep – Näfels 0:3 (15:25, 15:25, 17:25)

 

Prilep. – 1500 Zuschauer. – Spieldauer: 62 Minuten. – SR: Todorov (Bul), Stankov (Bul).

Prilep: Zabev (Passeur), Milanov (Libero), Zdravkoski (Captain), Todorov, Makreski, Bogojoski, Joveski, Risteski, Zabev, Rajevic. Coach: Zlakto Risteski.

Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Gygli, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius. Trainer: Michel Bolle