Näfelser können wenigstens Erfahrung sammeln
Nach einem Fehlstart in das Rückspiel in der Qualifikation zum CEV Challenge Cup stehen die Näfelser Volleyballer schnell mit dem Rücken zur Wand. Wie im Hinspiel können sie einen Satz für sich entscheiden.
Am Ende sangen die 50 griechischen Fans. Lautstark gaben sie in der Lintharena die PAOK-Hymne zum Besten. Sie hatten nach dem 3:1-Sieg im Rückspiel der Qualifikation zum CEV Challenge Cup Grund zum Feiern. Sie hatten aber schon vor und während dem Spiel für mächtig Spektakel gesorgt. Die Näfelser Trommler waren gefordert und mussten sich mächtig anstrengen, um den Gästefans Paroli zu bieten.
Mächtig anstrengen mussten sich auch die Spieler von Näfels, um Thessaloniki Gegenwehr zu leisten. Nach 47 gespielten Minuten war das Unternehmen Europa für die Näfelser aber bereits zu Ende. 0:2 lagen sie in den Sätzen zurück und hatten nach der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel keine Chance mehr, sich für den Challenge Cup zu qualifizieren. Kalt erwischt worden waren die Näfelser vor allem im ersten Satz. Kaum hatte die Partie begonnen, lagen sie 0:6 hinten und konnten dieses Handicap nicht mehr wettmachen. «Wir hatten uns gut auf diese Partie vorbereitet, aber ich denke, meine Spieler waren von der Atmosphäre und dem Lärm in der Halle zu sehr beeindruckt», meinte der Näfelser Trainer Matjaz Hafner.
Satzresultate täuschen etwas
Zweimal kamen seine Spieler auf vier Punkte heran (10:14, 16:20). Zu mehr reichte es nicht. PAOK Saloniki liess sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und sicherte sich den ersten Durchgang nach 23 Minuten mit 25:16. Der Start in den zweiten Durchgang gelang Näfels besser. Nun hielten sie mit den favorisierten Griechen mit und den Rückstand in engen Grenzen (11:12 und 14:16). Dann folgte jedoch ein Bruch im Spiel der Näfelser. Während ihnen noch ein Punkt gelang, gewann Saloniki neun Zähler, holte damit den zweiten Satz und das Eintrittsbillett für die Teilnahme am Challenge Cup.
Obwohl das Verdikt in den ersten beiden Sätzen sehr deutlich war, so unterlegen, wie es das 16:25 und 15:25 aussehen lässt, waren die Näfelser nicht. Sie spielten phasenweise sehr gut mit, punkteten zwischendurch spektakulär und entschieden auch längere Rallyes für sich. Zwei schwächere Phasen – zu Beginn des ersten und am Ende des zweiten Durchganges – entschieden schliesslich für die Griechen.
Ein Teilerfolg der zweiten Sechs
Als es dann lediglich noch um die «goldene Ananas», sprich den Tagessieg ging, gönnte der Näfelser Coach Matjaz Hafner Iliya Goldrin, der sich von seiner Fussverletzung erholt hat, Blazej Podlesny, Risto Nikolov und Antti Ropponen eine schöpferische Pause und liess im dritten Satz Marco Gygli, Nico Süess, Robin Lienhard und Gian-Luca Thuner ans Werk. Unterstützt wurden sie von Nico Beeler, Libero Lorenz Küng und Leandro Mejia. Podlesny kam noch für einen Service aufs Feld, setzte diesen aber ins Netz. Die zweite Formation der Näfelser schaffte dann das, was der ersten nicht gelungen war. Sie gewann den dritten Satz 25:23 und konnte damit einen Teilerfolg feiern.
Im vierten Durchgang wehrten sich die gleichen Spieler lange gegen die Niederlage, mussten am Ende des Satzes den Griechen eine Serviceserie zugestehen, was diesen schliesslich wie im Hinspiel einen 3:1-Sieg eintrug. Die zweite Formation war somit erfolgreicher als die erste. «Wir haben ein sehr breites und ausgeglichenes Kader», kommentierte Captain Marco Gygli dieses Ergebnis. Zum Fehlstart in die Partie meinte er, dass die Kommunikation bei der Annahme mangelhaft gewesen sei. «Vermutlich auch dem Umstand geschuldet, dass die Näfelser von der Stimmung in der Halle etwas überrumpelt wurden.
Hafner war bis auf die bereits erwähnten Schwächephasen zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe. «Das war eine gute Erfahrung für die Spieler, und diese wird uns in der Meisterschaft bestimmt helfen.» In der NLA gehts für Näfels am Samstag zu Hause mit dem Derby gegen Jona weiter. Das gesamte Joner Team mit Trainer Dalibor Polak war bereits gestern in Näfels anwesend und verfolgte die Partie.
Volley Näfels – PAOK Saloniki 1:3 (16:25, 15:25, 25:23, 18:25)
Lintharena. – 450 Zuschauer. – Spielzeit: 105 Minuten.
SR Herbots (BEL), Rejaeyan (FRA)
Volley Näfels:
Startformation: Küng (Libero), Beeler, Goldrin, Podlesny (Passeur), Nikolov, Ropponen, Mejia.
Einwechslungen: Lienhard, Thuner, Gygli, Süess, Aebli
PAOK Tessaloniki:
Startformation: Kokinakis (Libero), Jorna, Walsh (Passeur), Voulkidis, Raptis, Van den Dries.
Einwechslungen: Costa, Gatsis, Takourdis, Sotiriou, Boutos.

Thessaloniki gegen Nico Beeler (Bilder: Köbi Hefti)

Der brasilianische Überflieger zieht gegen Risto Nikolov den Kürzeren

Auch Näfels kann einen Dreierblock

Nico Süess mit viel Durchschlagskraft…

… und viel Gefühl trotz Bedrängnis

Mit Marco Gygli kamen auch die Pipes ins Spiel

Thuner kanns auch auf der Europabühne

Mejía beindruckt mit viel Athletik

Eine Wand aus lauter Schweizern

Libero Küng – der Vielbeschäftigte


























































































