Näfelser Duo-Pack gegen Schönenwerd in Meisterschaft und Cup
Biogas Volley Näfels trifft am Samstag in der Lintharena und am Sonntag in der funkelnagelneuen Betoncoupe Arena auf Schönenwerd. Ob Meisterschaft oder Cup-Viertelfinal am Sonntag - Näfels strebt zwei Siege an.
Das Los wollte es, dass Biogas-Volley Näfels innert 24 Stunden zweimal auf Volley Schönenwerd trifft. Am Samstag in der heimischen Lintharena in der Meisterschaft geht es um Meisterschaftspunkte, am Sonntag im neuen Volleyball-Tempel in Schönenwerd um Sein oder Nichtsein im Cup.
Ein Spieler von Näfels stach in den Partien gegen Volley Schönenwerd schon oft heraus, sorgte für den Unterschied. Es ist Kuba Radomski, der bald dreissig jährige Pole. Beim letzten Spiel stand er nur in den beiden ersten Sätzen auf dem Feld, dank seiner bestechenden Leistung wurde er trotz dessen Best Player. Doch Kuba Radomski will nichts davon wissen, dass die Solothurner seine Lieblingsgegner sind. „Das ganze Team spielt gerne gegen sie, findet immer eine Lösung um zu gewinnen, obwohl Schönenwerd ein guter und starker Gegner ist.“ Dies soll sich am Wochenende nicht ändern. „Wir benötigen die Punkte in der Meisterschaft, um für die Play-offs die optimale Ausgangslage zu sichern und im Cup zählt nur der Sieg“, äussert sich der Pole kämpferisch. Es sei aber heikel zweimal innert so kurzer Zeit gegen denselben Gegner zu spielen, ist er sich bewusst und ergänzt: „Wir wissen, was wir zu tun haben.“
Zwei Liberos auf dem Feld
Kuba Radomski ist mit 2.03 Meter der grösste Spieler von Näfels, wäre damit prädestiniert um als Angreifer zu brillieren. Doch seine Stärken sind in der Defensive, auf dem Feld und als Blocker. Er liebe es hinten zu spielen. „Ich kann das Spiel recht gut lesen. Dies erlaubt es, dass ich am richtigen Ort stehe, wenn der Gegner angreift, das macht Spass“, so der Linkshänder.
Der Wechsel von Radomski in die Schweiz fiel ihm leicht, obwohl sich die Ligen von Polen und der Schweiz derart verschieden sind. Er schildert: „Der Volleyballsport hier ist auf dem richtigen Weg. Klar, die Infrastruktur, die finanziellen Mittel und besonders die Hallen sind in Polen besser. Doch wenn man als Schweizer Mannschaft ein tschechisches Top-Team schlägt, sagt dies einiges aus.“ Etwas überraschte seine polnischen Freunde dann aber doch, als er ihnen Bilder seiner Spiele zeigte und sie ihn fragten: „Weshalb spielt ihr in der Schweiz mit zwei Liberos?“ Die Erklärung, dass der Topskorer in der Schweiz ein spezielles Shirt trage, löste diese Verwirrung jedoch schnell.
Wasserfälle und Lawinen
Der in Warschau aufgewachsene Kuba Radomski fühlt sich in Näfels und auf dem Land wohl. Das sei nichts Neues für ihn, denn als Kind habe er seine Ferien oft auf dem Land verbracht, erzählt er. Auf die Frage, wie er sich hier fühle, kommt er ins Schwärmen: „Ich liebe es hier zu sein. Ich mag die Schweiz und die Leute und die Natur.“ Entsprechend nutzt er seine Freizeit, um diese Schönheiten zu entdecken. Besonders Seen und Wasserfälle gefallen ihm. Auch Berge begeistern ihn: „Während meiner ersten Monate hier staunte ich immer wieder mit offenem Mund über die Berge. Und auch jetzt, wenn ich daheim in Netstal das Donnern der am Wiggis niedergehenden Lawinen höre, bin ich beeindruckt.“
Genauso begeistert spricht er auch über seinen Verein und dessen Menschen, verteilt nur Komplimente. Diesem Mann gefällt es in Näfels, auch wenn er seine Verlobte und Freunde manchmal vermisst und er deshalb glücklich über deren Besuche ist.
Qualifikation: 18. Spieltag
Biogas Volley Näfels – Volley Schönenwerd
Lintharena SGU, Näfels, Samstag, 27. Januar 2018, 18:00 h
Qualifikation: ¼-Final Mobiliar Volley Cup
Volley Schönenwerd - Biogas Volley Näfels
Betoncoupe Arena, Schönenwerd, Sonntag, 26. Januar 2018, 16:00 h

Kuba Radomski: Er will mit Näfels alles gewinnen was möglich ist und in den ¼ Final im Europacup

Annahme: Egal was angeflogen kommt, Kuba kennt die richtige Antwort meistens

Defensive Stärke: Kuba fühlt sich in der Verteidigung wohl

Hoch und höher: Bei den Angriffen des langen Kuba Radomski aus dem Rückraum fehlt es nie an Höhe



























































































