Samstag, 13. Januar 2007; 00:07
Allgemein

Näfelser auf dem Prüfstand

Von: Rolando K. Küng

Auch dieses Jahr treffen die zwei besten Schweizer Teams im Schweizer Cup bereits in den Viertelfinals aufeinander. Im vorweggenommenen Final spielt Näfels morgen Sonntag bei Chênois.

 

Frühmorgens geht es für die Näfelser Spieler, hoffentlich in einem mit Fans zum Bersten voll besetzten Bus, auf die Reise quer durch die Schweiz nach Genf. In diesem schwierigen Spiel werden die Näfelser um jede Unterstützung froh sein. Zu durchzogen waren für sie die Ergebnisse der letzten Spiele, als dass sie vor Selbstvertrauen strotzen könnten.

 

Spielerisch gut, aber zu unkonstant

 

Die spielerischen Leistungen waren teilweise sehr gut und legten ein Zeugnis über die mögliche Spielstärke dieser Truppe ab. Zu unkonstant waren aber die Leistungen auf hohem Niveau, und daraus resultierte das Verpassen des ersten Saisonziels, nämlich sich im CEV-Cup für die Achtelfinals zu qualifizieren. Um so mehr gilt nun die volle Konzentration dem Schweizer Cup und der Meisterschaft.

 

Auch Chênois auf der Reise

 

Zum Abschluss der Playoff-Qualifikation in der Meisterschaft kommen die Genfer in den Genuss einer Schweizer Reise. Heute Abend spielen sie bei Andwil-Arnegg. Und dies unmittelbar nach Rückkehr vom Ausflug nach Riga (Lett,) wo die Genfer in den Achtelfinals des European-Top-Teams-Cup das Hinspiel mit 0:3 verloren. Dass Chênois überhaupt direkt für die Runde der letzten 16 Teams qualifiziert war, verdankte es dem guten Abschneiden von Seat Volley Näfels im Vorjahr. Mit dem Gewinn des eigenen Turniers vor Lennik (Be) hatten die Glarner ermöglicht, dass der Schweizer Meister von 2006 automatisch für die Achtelfinals qualifiziert war. Und der hiess nun einmal Chênois.

 

Titelverteidiger will in den Final

 

Durch die viele Reiserei dürften die Genfer im Cup-Viertelfinal von heute sicher etwas müde sein. Von den Reisestrapazen verschont blieben bei ihnen nur Dritan Cuko, der wegen Visaproblemen die Reise nach Lettland nicht hatte antreten können sowie Jaromir Grün, der verletzungshalber fehlte. Ralph Asmar, Chênois' bisherige Captain, weilt zudem für ein Semester in den USA. In welcher Formation und Verfassung auch immer Chênois antritt, es darf nicht vergessen werden, dass es sich bei den Genfern um den Cup-Titelverteidiger handelt. Es sei ausserdem daran erinnert, dass vor einem Jahr der gleiche Gegner in den Viertelfinals für Näfels Endstation bedeutete.


Zeit und Gelegenheit wären für die Näfelser nun gekommen, zu zeigen, dass die Stärkeverhältnisse wieder ausgeglichener sind und die letztjährige Hegemonie der Genfer endgültig Vergangenheit ist