Freitag, 16. Dezember 2022; 07:19
NLA

Näfels will drei Punkte – Luzern den Sieg

Von: Köbi Hefti

Beim Spiel zwischen Volley Näfels und Luzern treffen zwei Teams mit herausragendem Teamgeist aufeinander. Das sind gute Vorzeichen für ein umkämpftes Spiel.


Im letzten Spiel des Jahres empfängt Volley Näfels Luzern. Beide Captains sind vom Sieg ihres Teams überzeugt. Luzerns Captain Peer Harksen sagt: «Wir haben noch eine offene Rechnung, denn wir haben bisher gegen alle Teams ausser Näfels gewonnen. Wir werden uns den Sieg schnappen.» Wozu die Luzerner Kampf-Tiger fähig sind, haben sie bei ihrem letzten Spiel vor zwei Wochen bewiesen. Nach einem 0:2 Rückstand daheim in der Bahnhofhalle bodigten sie im Tie-Break Leader Chênois, der vorher erst ein Spiel verloren hatte.

Energie und Emotionen
Iliya Goldrin, Näfels Aussenangreifer, erklärt, weshalb Luzern immer wieder derart starke Leistungen gelingen: «Meine ganz persönliche Meinung ist, dass Luzern und wir als Team den besten Zusammenhalt haben. Wir sind nicht einfach ein Team, sondern eine Gruppe von Kollegen und Freunden, die diesen hervorragenden Teamgeist haben wie kein anderes Team der Liga.» Er erwarte am Samstag gegen die Luzerner ein speziell kämpferisches Duell, so Goldrin weiter. Doch Näfels Captain Marco Gygli sagt es ohne Umschweife: «Es ist unser Ziel beim letzten Spiel vor Weihnachten drei Punkte zu holen. Dafür haben wir während der Pause vor dem Jona-Spiel hart trainiert.»

Näfels ist seit Wochen in guter Form, hatte alle fünf bisherigen Spiele der zweiten Qualifikationsrunde gewonnen und ist mit zwei Punkten Rückstand erster Verfolger von Leader Chênois. Trotz dieser erfreulichen Ergebnisse gibt es ein Aber, welches sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison zieht. Häufig misslingt Näfels der Beginn der Sätze. Zur Tatsache, dass Näfels oft ins Hintertreffen komme, meint Goldrin: «Ja, das stimmt, wir spielen zu Beginn der Sätze fast immer schlecht. Es ist, wie wenn wir mit einem kalten Motor losfahren würden. Das ist jeweils sehr hart, doch ich weiss nicht, weshalb es so ist.» Aber bisher ist es Näfels fast immer gelungen, danach die Betriebstemperatur zu erreichen. Goldrin erklärt, wie sie dies schaffen: «Mit Energie im Team, die jeder dem anderen gibt. Wir zeigen den Willen und die Emotionen, dass wir alle mehr wollen und lassen uns auch nicht davon abbringen, wenn etwas misslingt.»

Stabilität statt Risiko
Goldrin gehört in solchen Situationen zu den wichtigen Leistungsträgern. Er trägt viel Verantwortung, muss oft schwierige Bälle spielen. Damit übernimmt er jene Rolle, die ihm in seinem zweiten Jahr bei Näfels zugedacht ist. Bevor sich der Israeli aber erneut für die Glarner entschied, brauchte er einige Wochen Bedenkzeit. «Ich hatte einige andere Angebote», sagt er und ergänzt: «Meine Managerin hatte mir geraten hier zu bleiben.» Sie sei überzeugt gewesen, dass Näfels’ neues Team mit Coach Hafner ein Team sei, welches ihm ermöglichen würde, seine Fähigkeiten unter diesem Coach stark zu verbessern, so Goldrin weiter. Es war aber nicht nur dieser Rat, sondern das Gesamtpaket, das Goldrin zur Rückkehr ins Glarnerland bewog. Er sagt: «Näfels ist für mich etwas Spezielles, etwas, das ich erneut geniessen wollte. Es geht nicht nur ums Sportliche, sondern auch um die Leute, die mich unterstützen, die Fans und vor allem die Freunde, die ich hier gewonnen habe.» Goldrin war nicht bereit anderswo das Risiko auf sich zu nehmen und zu scheitern, auch wenn er dafür mehr verdient hätte. «Hier ist alles stabil, ich weiss, was ich habe. Es war eine gute Entscheidung. Ich bin richtig glücklich.»


Qualifikation 11. Runde:

Volley Näfels - CONCORDIA Volley Luzern

Lintharena, Näfels, Samstag, 17. Dezember 2022, 17:00 h 

Offene Rechnung: Luzern hat in dieser Saison mit Ausnahme von Näfels schon alle Teams besiegt

Gute Erinnerungen: Näfels gewann in der ersten Runde in Luzern die ersten beiden Sätze knapp und am Ende mit 3:0 (25:22, 25:23, 25:17)