Näfels verliert Krimi in fünf Sätzen
Nach dem überzeugenden Auftritt der Näfelser vor einer Woche zuhause im Cup konnte sich Lausanne am Genfersee revanchieren. Ein hochspannendes Spiel ging in der Verlängerung knapp an die Westschweizer.
Vor Wochenfrist warf Näfels mit einer Topleistung den Mitfavoriten Lausanne aus dem Schweizer Cup. Diesen Samstag ging es zur Neuauflage in die Westschweiz, wo wichtige Meisterschaftspunkte auf dem Spiel standen. Im Rennen um den Qualifikationssieger lauerten vor der Partie die beiden Gegner nur 2, respektive 3 Punkte von Leader Amriswil.
Obwohl Lausanne, bedingt durch eine Verletzung von Aussenangreifer Del Bianco, erstmals rotieren musste, klappte bei Näfels vorerst gar nichts. In der ersten technischen Auszeit lagen die Gäste gleich mit 8:2 zurück. Ungenauigkeiten und Fehler reihten sich aneinander, was Lausanne schnell auf die vermeintliche Siegerstrasse brachte. Doch war Lausanne zu wenig abgebrüht, den Satz über die Runden zu bringen. Näfels holte schnell auf, geriet im Anschluss zwar noch einmal in einen Fünfpunkte-Rückstand bei 11:16, und gewann den Satz schlussendlich doch klar mit 25:20.
Nach dieser punktemässigen Achterbahnfahrt mit dem schlussendlich doch deutlichen Resultat traute man sich bei Näfels nun zu, in drei Sätzen durchzuziehen. Wer einen solchen Satz dreht, hat das Momentum klar auf seiner Seite. Tatsächlich startete Näfels viel besser, war während dem ganzen Durchgang in Führung. Obwohl man Lausanne nie richtig distanzieren konnte, schienen die Glarner die Partie im Griff zu haben. Drei Fehler, respektive Killblocks der Lausanner zur Unzeit stellten das Spiel aber auf den Kopf. Mit einer gelungenen Verteidigungsaktion verwertete Lausanne auch den anschliessenden Satzball zum 1:1.
Nun war der Vorteil bei den Gastgebern, welche im dritten Satz wieder früh davonziehen konnten. Nach dem 4:8 konnte Näfels aber nicht wie im ersten Satz reagieren. Bei Lausanne schienen sich sowohl bewährte als auch frische Spieler immer wohler auf dem Feld zu fühlen, während Näfels über einige Strecken nervös und verkrampft wirkte. Entsprechend konnte Lausanne auf 2:1 erhöhen.
Näfels musste nun wieder das Zepter in die eigene Hand nehmen, wirkte aber weiterhin zumindest angespannt. Weil der Block in dieser Phase besser arbeitete, führten die Gäste ständig mit einem bis drei Punkten. Die aufsässigen Lausanner liessen sich jedoch nicht abschütteln und wurden zum Satzende belohnt – mit einem Matchball bei 24:23. Näfels konnte in Extremis abwehren und erzwang mit dem zweiten Satzball das Tiebreak.
Dort startete Näfels furios: nach dem 5:2 lag die Equipe auch beim Seitenwechseln noch zwei Punkte in Front. Lausanne gab jedoch keinen Ball verloren und konnte zum 10:10 ausgleichen. Dann schaukelte sich das Score gleichmässig hoch, doch Näfels konnte keinen der beiden Matchbälle nutzen. Besonders bei 15:14 wehrten die Westschweizer spektakulär ab und konnten sich mit dem Schwung gleich selber Chancen erspielen. Die dritte nutzte Topscorer Prével nach erneut zwei guten Verteidigungsaktionen zum 19:17.
Der wohl beste und konstanteste Spieler der Glarner war Konrad Formela: «Wir wollten unbedingt die drei Punkte, doch es war ein emotionales und hartes Spiel. Wir machten im Endeffekt zu viele Eigenfehler, um unseren Lauf fortzusetzen.» Es war nach über einem Jahr das erste Pflichtspiel, welches Näfels verlor – wenn der Gegner nicht Amriswil hiess. Da diese Serie nun gerissen ist, will Näfels nun unbedingt der anderen, negativen Serie gegen die Thurgauer ebenfalls ein Ende setzen. Die Chance bietet sich nächsten Samstag auswärts.
Matchtelegramm
Lausanne UC – Biogas Volley Näfels: 3:2 (20:25, 25:23, 25:20, 25:27, 19:17)
SOS Dorigny, Lausanne. – 250 Zuschauer.
Spieldauer: 139 Minuten.
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Giger (Passeur) Ehrat (Captain), Sutter (Libero), Formela, Walzer, Radomski, Martinez
Einwechslungen: Brändli, Roos
Headcoach: Dalibor Polak
Assistantcoach: Mani Müller
Lausanne:
Startformation: Carrel (Passeur, Captain), Del Valle (Libero), Kvalen, Prével, Käser, Zerika, Pranko
Einwechslungen: Sueur, Pfund, Pittet
Headcoach: Massimiliano Giaccardi



























































































