Samstag, 17. November 2007; 08:38
Allgemein

Näfels startet gegen Martigny in die Rückrunde – und zur Aufhohljagd?

Von: Köbi Hefti

Am Sonntag empfängt Seat Volley Näfels im heimischen SGU zum Auftakt der Rückrunde Martigny. Die Rollenverteilung ist klar: Die Walliser sind gegen die Glarner die grossen Aussenseiter.

 

Auf der Homepage von Mercure Hôtel du Parc Martigny kann jeweils auf das Resultat des nächstens Spiels getippt werden. Die grosse Mehrheit der Tippenden rechnet mit einem klaren Sieg von Näfels. Doch allein deswegen darf Näfels diese Begegnung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Verlangt ist eine konzentrierte Leistung gegen den Aufsteiger, der in dieser Saison bisher noch keine ganz grossen Stricke zerrissen hat, aber doch immer wieder aufblitzen liess, dass auch er überzeugend Volleyball spielen kann. So besiegten die Walliser, in dessen Reihen vier Ausländer spielen, Pallovolo Lugano nach einem denkwürdigen dritten Satz (36:34) mit 3:1 und knöpften im Thurgau dem TV Amriswil ebenfalls in der Verlängerung einen Satz ab.

 

Es gibt keine leichten Spiele

 

Trainer Bolle zeigte sich zwar nach Abschluss der Hinrunde mit dem Erreichten nicht zufrieden, wollte aber auch nicht von einer Krise sprechen. "In der Rückrunde muss jetzt aber etwas laufen. Neben den Spielen gegen die Teams aus der zweiten Ranglistenhälfte, die wir ohnehin gewinnen müssen, muss auch gegen Chênois, Amriswil und LUC etwas geschehen. Das Team muss sich weiter so entwickeln, wie dies nach den beiden Niederlagen in Genf und Amriswil der Fall war." In der Tat, im Spiel gegen LUC stand ein ganz anders engestelltes Team auf dem Feld. So darf erwartet werden, dass SEAT Volley Näfels auch gegen Aufsteiger Martigny an diese Leistung anknüpfen und überzeugend auftreten wird. Doch Trainer Bolle warnt: "Es gibt kein Wenn und Aber, jeder muss hundertprozentig gehen. Es gibt bis zum Ende der Saison keine leichten Spiele mehr."

 

Abtreten in die Rückrunde

 

Es darf erwartet werden, dass Näfels eine erfolgreichere Rückrunde spielen kann. Die Rahmenbedingungen jedenfalls sind gut. Das auf vielen Positionen neu formierte Team wirkt von Spiel zu Spiel geschlossener. Die acht bis zehn Trainingseinheiten sind eine solide Basis, damit sich das Team Woche für Woche weiter steigern kann. Dazu ist kaum eine andere Mannschaft körperlich so fit wie die Glarner. Ab Ende November werden auch die Rekruten Andy Sutter und Fabian Brander, die beiden absolvieren derzeit den fünfwöchigen Grundkurs der Sportler-RS, sowie Marco Gygli zurück sein und das volle Trainingsprogramm mitmachen können. Die Absenzen dieser drei Spieler in den vergangenen Wochen waren ein nicht zu unterschätzendes Handicap, was das Training, die Matchvorbereitung und die Spiele selber betraf.

 

Meisterschaft 8. Runde:

SEAT Volley Näfels – Mercure Hôtel du Parc Martigny           

Sonntag, 18.11.2007, 17:00, linth-arena SGU

1.SR: Wiederkehr Michael

2.SR: Wüthrich Matthias