Näfels reist mit guten und bösen Erinnerungen nach Schönenwerd
Im Duell des an vierter Stelle liegenden TV Schönenwerd gegen den Dritten Biogas Volley Näfels geht es um Bonuspunkte für die Playoff-Qualifikation.
Lediglich ein Punkt trennen den TV Schönenwerd und Biogas Volley Näfels in der aktuellen Tabelle. Der Sieger dieser Begegnung kann sich berechtigte Hoffnungen machen mit einem oder gar zwei Bonuspunkten in die nächste Runde zu starten, sich so einen kleinen Vorteil zu verschaffen, um am Ende den Playoff-Final zu erreichen.
Im vergangenen Jahr zeigte Volley Näfels beim TV Schönenwerd zwei ganz unterschiedliche Gesichter. Im Cup dominierte das Team von Dalibor Polak die Solothurner beinahe nach Belieben. Doch nur wenige Wochen später setzte es in der Playoff-Runde innert vier Tagen im Auswärts- und Heimspiel zwei diskussionslose Niederlagen ab. Diese Pleiten waren gleichbedeutend mit dem Verpassen des Playoff-Finals am Ende der letzten Saison. Der Ausgang der Begegnungen zwischen diesen beiden Teams war in den letzten Jahren immer wieder von Überraschungen geprägt, oft mit dem schlechteren Ende für die Glarner. Auch die heutige Begegnung ist völlig offen. Beide Mannschaften trafen in den letzten drei Runden auf Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Dabei überzeugten die Solothurner, gaben nur einen einzigen Satz ab. Die Glarner dagegen verloren vier Sätze und liessen dabei gar einen Punkt liegen.
Neue Waffen und Genuss
Dank Gustavo Meyer, dem Rückkehrer, bieten sich Trainer Polak neue Optionen. Der Mexikaner erwartet von sich, dass er Volley Näfels auf und neben dem Spielfeld weiterbringen kann. „Ich will mich laufend verbessern“, sagt er und fährt dann weiter: „Auch das Team muss sich ständig entwickeln. Vor allem im Angriff muss die Stabilität gesteigert werden. Dazu müssen wir im Angriff versuchen neue Waffen einzusetzen und so den Unterschied zu schaffen.“
Allein die technische Schlagkraft wird aber am Ende nicht ausreichen, die Stimmung im Team, die Freude auf dem Spielfeld und die Einstellung werden zumindest ebenso entscheidend sein. Nochmals Gustavo Meyer: „Volleyball ist ein grossartiges Sport und wir alle haben das Glück, dieses Spiel ausüben zu können. Als Spieler müssen wir jedes Spiel, jeden Satz und jeden Punkt geniessen. Es gibt Höhen und Tiefen, aber die Freude und die Liebe für das Spiel muss immer vorherrschend sein.“
Lebensweisheit
So erklärt sich auch die Situation, welche sich nach dem Spiel gegen Züri Unterland abspielte (siehe Bild). Gustavo Meyer versuchte Marko Vukasinovic, dem in dieser Begegnung viel missriet und der deswegen niedergeschlagen war, aufzumuntern. Meyer erklärt: „Ich habe versucht ihn zum Lächeln zu bringen. Das Spiel muss genossen werden, das ist kein Leiden. Marko hat so viel Talent und zeigt eine grosse Leidenschaft. Ich erinnerte ihn daran, das Spiel jederzeit zu genießen und zu lächeln.“ Und dann zeigt sich der Ur-Näfelser aus Mexiko philosophisch: „… denn wenn sie lieben, was sie tun und versuchen ihr Bestes zu geben, dann passiert der Rest von allein.“
15. Runde Qualifikation: TV Schönenwerd - Biogas Volley Näfels
Kreisschule Mittelgösgen , Obergösgen, Samstag, 24. Januar 2015, 16:00



























































































