Samstag, 16. November 2013; 08:45
NLA

Näfels reist an den Genfersee zu Lutry um drei Punkte zu holen

Von: Köbi Hefti

Lutry-Lavaux Volleyball heisst der nächste Gegen von Biogas Volley Näfels. Alles andere als ein Sieg der Glarner am Genfersee wäre eine sehr grosse Überraschung gegen das bisher punktelose Team von Trainer Jérôme Corda.

 

Erst drei Sätze konnte Lutry in seinen bisherigen Spielen gewinnen. Überraschend ist dies nicht, hiessen doch die Gegner Chênois, LUC und Amriswil, dazu kam das bisher überzeugende Züri Unterland. Dass es auch für Näfels eine einfache Aufgabe würde, bestreitet aber Näfels Mittelblocker Samuel Ehrat energisch. „Die haben im Tellenfeld gegen Amriswil den ersten Satz gewonnen und dann auch noch beinahe einen zweiten“, erwidert Ehrat. Dass ein unkonzentrierter Auftritt auch gegen Lutry ins Auge gehen kann, erlebte Näfels vor zwei Jahren, als man den Kopf nach einem 0:2 Rückstand gerade noch aus der Schlinge ziehen konnte.

Lutry selbst ist zuversichtlich und schreibt auf seiner Home Page: „Caramba gab es noch nicht - aber wir werden den Sieg noch holen! Kommt am Samstag nach Corsy und sorgt für Stimmung im Spiel gegen Näfels“

Lehrstunde mit Lugano
Trainer Polak legte während der Woche sein Augenmerk weniger auf das Spiel von heute gegen die Waadtländer als vielmehr auf die konditionelle und taktische Weiterentwicklung des Teams. Ehrat zum Trainingsverlauf: „Wir haben im Training ganz schön Gas gegeben um unsere Batterien aufzuladen, so dass wir gewappnet sind, wenn es später in der Saison auf jeden Punkt drauf ankommt.“ Neben der körperlichen Fitness wurden auch Kombinationen geübt. Ehrat dazu: „Es war guter Anschauungsunterricht, wie blitzschnell Lugano die Pipe spielte. Meistens hatte ich keine Chance um zu blocken.“

Spezielle Trainingsmethode
Der Block war ein weiterer Schwerpunkt in dieser Woche. Mit Video wurde aufgezeichnet, wie der Block agiert und nur wenige Sekunden danach wurde diese Aktion an die Wand projiziert. So konnte sich jeder Spieler selber beobachten. Samuel Ehrat ist von dieser Methode, welche er schon von der Nationalmannschaft kennt, überzeugt und erklärt: „Man kann sich selber von aussen beobachten und sieht mit eigenen Augen die Handstellung oder dass man etwas falsch macht, das man sonst gar nicht merkt.“

Es wird sich weisen, wie effektiv dieses Training war. Gerade gegen Mannschaften, die in der Regel weniger hoch angreifen als die Toppteams, ist die Arbeit am Block manchmal schwierig, da die Bälle nicht so angeflogen kommen wie gewohnt, erklärte ein ehemaliger Näfelser Mittelblocker und ergänzte: „Da sehen die Blocker manchmal von aussen betrachtet nicht gut aus.“

Sämi Ehrat muss sich mächtig strecken, um noch irgendwie einen Block setzen zu können