Näfels’ Misstritt zu Beginn der dritten Qualifikationsrunde
Das Duell zwischen Näfels und Schönenwerd war ein spannendes Spiel, in welchem Näfels ein 0:2 wettmachte, das Tie-Break aber verlor.
Satz eins war bis zum 19:19 auf Messers Schneide, ehe Näfels mit Eigenfehlern den Gästen den Satz mit 22:25 fast schenkte. Der zweite Umgang schien eine klare Sache für Näfels zu werden. Nach fünf Ropponen Serviceknallern führte es 11:6, kurze Zeit später 16:9. Die Gäste gaben nicht auf und servierten ein gelähmt wirkendes Näfels schwindlig. Sie gewannen den Satz mit 25:22. Näfels Trainer reagierte darauf mit überraschenden Massnahmen. Er funktionierte Beeler um zum Libero anstelle Küngs und nominierte Süess auf Annahme/Aussen. Wenig später kam auch noch Passeur Gygli zum Zug. Diese Wechsel zahlten sich aus. Näfels sicherte sich den ultraspannenden dritten Satz mit 25:23 und holte sich auch den vierten 25:21. Auf Schönenwerds 5:1 Blitzstart im Tie-Break konnte Näfels nicht reagieren. Die Gäste setzen sich mit 15:12 durch und jubelten über den ersten Saisonsieg gegen Näfels.
Freude da - Lethargie dort
Die beiden Team-Captains Marco Gygli und Reto Giger waren sich in einem Punkt völlig einig: Schönenwerd hat gut gespielt und verdient gewonnen. Schönis Reto Giger sagt: «Wir haben heute den Kopf abgeschaltet und nicht zu viel überlegt und Spass am Spiel gehabt. Am Anfang lief einfach alles rund. Erst als Näfels besser servierte, kamen wir in Schwierigkeiten.» Es sei ein sehr enger Match gewesen, ergänzt er und entsprechend hätte er nicht erwartet, dass sie zu Beginn des Entscheidungssatzes so davonziehen würden. Näfels’ Captain Gygli spricht davon, dass der Beginn okay war, sie dann aber den Faden etwas verloren hätten. Er erklärt: «Wir machten Fehler, die wir sonst nicht machen. Ich hatte den Eindruck, dass die Energie und der klare Wille, um zu gewinnen, etwas fehlte. Als wir im zweiten Satz mit 16:9 führten, schien es, dass die Freude darüber nicht vorhanden war – auf mich wirkte es lethargisch. Immerhin gewannen wir doch noch einen Punkt und das ist das Positive dieses Spiels für uns.»
Matchtelegramm
Volley Näfels - Volley Schönenwerd: 2.3 (22:25, 22:23, 25:23, 25:21, 12:15)
Lintharena, Näfels.- 250 Zuschauende. – Spieldauer: 125 Minuten.
SR: Simonovic, Wüthrich
Volley Näfels:
Startformation: Podleśny (Passeur, 4 Punkte), Küng (Libero), Beeler (4), Goldrin (18), Nikolov (6), Mejía (13), Ropponen (28)
Einwechslungen: Gygli (Captain, Passeur), Aebli, Lienhard, Süess (6)
Headcoach: Matjaž Hafner
Assistant Coach: Álvaro Jurado Moreno
Bemerkungen: Thuner verletzt, Beeler ab Satz-3 Libero
Volley Schönenwerd:
Startformation: Giger (Captain, Passeur, 3 Punkte), Hasler (Libero), Taylor-Parks (16), Ulrich (21), Kolb (13), Rodríguez (10) Mahela (18)
Einwechslungen: Moser, Acklin (Libero), Schmid, Leitis
Bemerkungen: Gerson verletzt, Libero Hasler verletzt sich während des Spiels
Headcoach: Johan Verstappen
Assistant Coach: Adriatik Kajtazi

Ein Krampf: Näfels gelingt gegen Schöni einiges nicht nach Wunsch und lässt nicht nur Leandro Mejía verzweifeln

Enges Spiel: Vier Sätze Spannung und eine klare Sache im Tie-Break

Premiere: Antti Ropponen findet gegen Schönenwerd erstmals seine brandgefährlichen Services, welche ihn in Finnland auszeichneten

Dauerdruck: Schöni fordert Näfels Defensive

Erfolgreicher taktischer Kniff: Coach Hafner beordert Nico Beeler ab Satz 3 als Libero aufs Feld, Nico Süess kommt als Annahme/Aussen

Freude: Mit Marco Gygli als Passeur kommt wieder mehr Elan aufs Feld


























































































