Näfels meldet sich zurück und siegt beim Leader
SEAT Volley Näfels gewann das Spiel der 4. Runde der Play-off Qualifikation bei Leader Schönenwerd mit 2:3. (25:16, 17:25, 25:21, 21:25; 10:15). Näfels holte sich den Sieg dank einer kämpferischen Leistung. Damit bleibt der Meister im Rennen um den Play-off Final.
Der Start ins Spiel misslang Näfels gründlich. Daran konnten auch Fabian Brander und Thomy Büsser nichts ändern, welche diesmal anstelle von Pulko und Ilic in der Startformation standen. Das Team agierte nach der 0:3 Niederlage vom letzten Wochenende verunsichert. Service, Annahme und Angriff klappten nicht. Nach dem 3:8 Rückstand fand Näfels den Rhythmus zwar besser, kam bis zum 14:16 an den Leader heran. Doch dann gab Schönenwerd nochmals richtig Gas. Näfels fand kein Mittel um diesem Druck standzuhalten und so endete der Satz mit dem klaren Verdikt von 25:16 für Schönenwerd.
Eine deutliche Antwort
Wie würde sich dieser vierte Satzverlust in Folge auswirken, war die bange Frage der Anhänger von Näfels. Das Team gab darauf eine positive Antwort. Captain Büsser meinte dazu: "Heute traten wir ab dem zweiten Satz wieder als Team auf das kämpfte und an sich glaubte." Schönenwerd machte zu Beginn aber auch mehr Fehler als noch im Startsatz. Für die Wende zum Guten war dann Passeur Bedrac mit einer Serviceserie verantwortlich. Sieben Punkte in Serie buchte Näfels hintereinander zur 14:5 Führung. Damit war die Entscheidung in diesem Satz bereits gefallen, er ging mit 25:17 an Näfels.
Ein strittiger Ball bringt Näfels aus dem Gleichgewicht
Der dritte Satz war ein grosses Auf und Ab beider Teams. Den Start dazu machte Näfels mit flauen und wirkungslosen Angriffen. Schönenwerd ging 12:8 in Führung und der Speaker meinte begeistert: "Jetzt läuft‘s." Wenig später endete dieser Lauf der Solothurner mit drei unnötigen Eigenfehlern. Näfels bekam dadurch wieder Aufwind. Nach einer Vierpunkteserie lag der Meister gar 17:16 in Führung. Ausgeglichen, spannend und attraktiv ging es bis zum 21:21 weiter. Ein Mittelangriff von Büsser landete nahe der Seitenlinie. Zum Entsetzen der Glarner sah der Unparteiische den Ball im Out. Dieses kurze emotionale Intermezzo brachte Näfels aus dem Tritt. Bis zum Satzende brachten sie keinen Angriff mehr auf den Boden. Der Satz ging für Näfels mit 21:25 verloren.
Pulko bringt die Wende
Der vierte Umgang war über weite Strecken äusserst spannend. Die 750 Zuschauer kamen in den Genuss von herrlichem Angriffs- und Verteidigungs-Volleyball. In dieser Phase des Spiels gelang es Trainer und Diagonalspieler Polak wie schon am Ende des dritten Satzes nicht mehr, mit seinen Angriffen zu punkten. Deshalb kam beim Stand von 7:9 Pulko für ihn ins Spiel. Dieser Wechsel brachte neuen Schwung und neues Vertrauen. Bis zum 17:17 war das Spiel auf Messers Schneide. Vier Glarner Punkte in Folge (Pulko Angriff, Block von Ilic, Finte von Tomâs und Angriffsfehler Eichenberger) brachten Näfels einen Vierpunktevorsprung ein, den sie bis zum Satzende von 25:21 verteidigten.
Mit einem blauen Auge davongekommen
"Schönenwerd spielte im Tie-Break bis zum Seitenwechsel wie die Engel, packte sein bestes Volleyball aus" meinte Ruedi Gygli zum überzeugenden Spiel der Solothurner. Bis dahin buchte der Gastgeber mit tollen Angriffen in allen Variationen Punkt für Punkt. Näfels liess sich aber nicht distanzieren, blieb auf Augenhöhe. Es lag beim Seitenwechsel nur ein Punkt zurück. Danach brachten Pulko's Blockout und zwei Fehlangriffe Schönenwerds aus dem Rückraum die Gastgeber ins Stocken. Näfels agierte dagegen in dieser Phase meisterlich cool. Erneut war es Pulko, der mit drei weiteren Punkten, darunter ein Service-As, den Vorsprung kontinuierlich erhöhte. Näfels nutzte gleich den ersten Matchball mit einem der seltenen Blockpunkte zum viel umjubelten Sieg.
Coach Matus Kalny war nach dem Spiel zufrieden, war sich aber auch bewusst, dass dieses Spiel auch anders hätte ausgehen können: „Im vierten Satz waren wir nahe an einer Neiderlage. Dann kamen wir aber zurück, mit Selbstvertrauen und Kampf. Wir wussten von Anfang an, dass dieses Spiel über den Kampf entschieden wird.“ Teammanager Gygli trauerte etwas dem verlorenen Punkt nach, war letztlich aber doch zufrieden und meinte, dass sie heute mit einem blauen Auge davongekommen sind.
Matchtelegramm:
Olma Giroud Halle, Olten, 4. März 2012, 16:00
Spieldauer 111 Minuten
Zuschauer: 750
TV Schönenwerd - SEAT Volley Näfels 2:3 (25:16, 17:25, 25:21, 21:25; 10:15)
TV Schönenwerd:
Milanez (Passeur), Heimgartner (Libero), Sanderson, Bossart, Schnider, Eichenberger, Hänggi; Lier (Captain), Giger, Bartholdi, Fölmli
Trainer: Marco Bonaria
SEAT Volley Näfels:
Bedrac (Passeur), Büsser (Captain), Werner (Libero), Brander, Klapal, Polak, Tomas; Gygli, Pulko, Beeler, Ilic, Ehrat;
Spielertrainer Dalibor Polak; Coach: Matus Kalny
1. SR: Wolf Christian
2. SR: Nellen Christian



























































































