Näfels hat die Chance gepackt und ist eine Runde weiter
Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel besiegt Volley Näfels im CEV Challenge Cup den österreichischen Vertreter Union Waldviertel auch im Rückspiel mit 3:1 (25:15, 20:25, 25:17, 26:24).
Um kurz nach 21 Uhr steht es in der Lintharena in Näfels fest: Die Volleyballer von Näfels qualifizieren sich für die Achtelfinals im CEV Challenge Cup. Soeben hat Samuel Ehrat den Satzball im dritten Durchgang zum 25:17 verwertet, Näfels den zweiten Satzgewinn und somit seinen grossen Traum realisiert. Erstmals seit 2011 überstanden die Näfelser die erste Runde auf europäischem Parkett. Für eine Achtelfinalqualifikation hatten die Näfelser nach dem 3:1-Auswärtssieg noch zwei Satzgewinne benötigt.
Die Services entschieden mit
Um diese sicherzustellen, brauchten die Näfelser Nervenstärke. Und diese zeigten sie auch. Nachdem sie im zweiten Satz nicht mehr an die brillante Leistung des ersten Durchganges (25:15) anschliessen konnten und ihn mit 20:25 hergeben mussten, fanden die Näfelser im eminent wichtigen dritten Satz wieder zur Stärke aus dem Startsatz zurück und spielten wie zu Beginn der Partie praktisch fehlerlos. Die Differenz stellten sie diesmal mit dem Service her. Während ihnen fünf Servicewinner gelangen, unterliefen Union Waldviertel fünf Servicefehler. Vorentscheidend in diesem Durchgang war auch der hervorragende Start der Näfelser mit einer schnellen 5:1-Führung.
Mit der definitiven Achtelfinalqualifikation in der Tasche konnten die Näfelser ihre Konzentration im vierten Durchgang nicht mehr ganz so hoch halten wie in den Sätzen eins und drei. Trainer Dalibor Polak nahm auch Rotationen vor und brachte Aebli, Fort und Walzer für Giger, Radomski und Ehrat. Das Spiel plätscherte nun mehrheitlich vor sich hin, Näfels lag bis zum 19:19 immer im Hintertreffen und sah sich beim Stand von 23:24 einem Satzball gegenüber. In ein (unnötiges) Tiebreak wollten die Näfelser aber nicht, sie gaben nochmals Gas und entschieden die Partie nach zwei Stunden mit 26:24 und 3:1 in Sätzen für sich.
Hoch konzentrierter Beginn
Volley Näfels war hoch konzentriert in diese Europacuppartie gestartet. Der Wille, Union Waldviertel sofort den Wind aus den Segeln zu nehmen, damit bei den Niederösterreichern auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf ein Weiterkommen erlischt, war bei den Näfelsern allgegenwärtig. Sie spielten konzentriert, im Angriff variantenreich, in der Abwehr sicher und gerieten nie in Gefahr, das Heft im ersten Satz aus der Hand zu geben. Die Näfelser spielten beinahe perfekt und entschieden den Startsatz klar mit 25:15 für sich.
Zwei Gesichter
Diese starke Vorstellung konnten die Näfelser jedoch nicht konservieren und gaben im zweiten Satz das Heft unerwarteterweise doch aus der Hand. Waldviertel nahm nun mehr Risiko beim Service, was die Annahme von Näfels deutlich mehr forderte als in Umgang eins. Durch die besseren Services von Waldviertel konnten die Näfelser auch ihr Angriffsspiel nicht mehr so variantenreich gestalten. Sie kamen zwar noch einmal auf 18:20 heran, mussten den Satz, ohne ein einziges Mal geführt zu haben, aber schliesslich mit 20:25 abgeben. «Im ersten Satz ging es beinahe zu leicht, sodass im zweiten etwas das Feuer fehlte», lautete die Analyse von Dalibor Polak zu den zwei Gesichtern von Näfels in den Sätzen eins und zwei. «Aber am Ende reichte es. Das ist das Einzige, was im Cup zählt.»
Nun trifft Polak auf Landsleute
Mit diesem 3:1-Erfolg kamen die Näfelser Spieler auch der Vorgabe ihres Trainers nach. Dalibor Polaks Zielsetzung hatte gelautet, auch das Rückspiel gegen Union Waldviertel zu gewinnen. Für den Tschechen ist es die zweite Qualifikation in die nächste Europacuprunde, seit er bei Näfels tätig ist. Die nächste Runde wird für ihn dann sehr speziell werden. Da Cez Karlovarsko aus dem tschechischen Karlsbad das Rückspiel gegen Mladost Zagreb mit 3:0 gewann und damit auch die zweite Begegnung gegen die Kroaten für sich entschied, trifft Näfels in den Achtelfinals des CEV Challenge Cup auf das Team aus Tschechien.
Näfels – Waldviertel 3:1 (25:15, 20:25, 25:17, 26:24)
Lintharena SGU. – 450 Zuschauer. – Spieldauer: 121 (32, 30, 30, 29) Minuten.
SR: Gjoka (ALB), Todorov (BUL)
Biogas Volley Näfels: Radomski, Walzer, Martinez, Formela, Ehrat, Giger (Passeur), Sutter (Libero); Brändli, Süess, Aebli, Fort.
Union Waldviertel: Boff, Keller, Gabdullins, Oliveira, Siwczyk, Bartos, Tille (Libero); Plizga, Schober, Peciakowski.
Link zur Match-Statistik:

Gute Verteidigung: Näfels hielt viele Bälle im Spiel und nutzte diese für Breaks

Linkshänder: Die Waldviertler verschätzten sich gegen den Linksausleger Kuba Radomskis immer wieder

Druckvoll: Im 2. Satz gab Waldviertel den Ton an – Näfels wirkte fahrig

Immer wieder Nico Süess: Er kam und servierte 2 Asse und wurde dafür mit einer Sonderapplaus bedacht

Dalibor Polak: Yeah!!!

Geschafft: Der grosse Jubel nach dem Gewinn des 3. Satzes

Internationale Premiere: Kai Aebli spielte erstmals einen kompletten Satz im Europacup und fand den Rhythmus immer besser und führte sein Team zum Sieg

Satzball abgewehrt: Best Player Fabian macht mit seinem 21. Angriffspunkt den einzigen Satzball der Österreicher zunichte

Freude pur: Achtelfinal-Quali


























































































