Näfels gewinnt zum Auftakt gegen Lausanne UC mit 3:0
Seat Volley Näfels ist mit einem 3:0-Erfolg über Lausannen in die Meisterschaft gestartet. Die Näfelser waren LUC mehrheitlich überlegen, aber es brauchte meist zuerst einen Rückstand, bis sich Näfels auf sein Können besann.
Nach der Goldmedaille im Supercup trägt Seat Volley Näfels nun gezwungenermassen bereits wieder die Favoritenrolle für die neue Meisterschaft. Darin sind sich sämtliche Fachjournalisten einig.Im ersten Spiel vor heimischem Publikum sah man klar, dass ein gewisser Druck mit dem ersten Erfolg bereits weg war. So spielten denn die Glarner über weite Strecken ihr Spiel sicher und ohne übermässige Nervosität. Meist sah man gekonnt und flüssig vorgetragene Angriffe und auch die Rückraumverteidigung und das Blockspiel waren stabil.Im ersten Satz wurde ein bedrohlicher Vier-Punkte-Rückstand beim Stand von 18:22 innert kürzester Zeit in einen 23:22 Vorsprung verwandelt. Diagonalspieler Obeid zeigte sich dabei auch als sehr erfolgreicher Blockspieler, indem er gleich zweimal hintereinander den Blockpunkt erzielte. Ein weiterer Punkt mit einem Büschi-Block und ein Service-Ass Andy Sutters beendeten den ersten Satz mit einem knappen 25:23. Für die Moral war aber diese erfolgreiche Aufholjagd Gold wert.
Auch im zweiten Satz wurde es eng
Zu gross war wohl der Punkt für Punkt herausgespielte Vorsprung von 22:16 als dass die Mannschaft unter Captain Rafa diesen ohne Hänger sicher über die Runden bringen konnte. Plötzlich machten die Romands wieder Zähler gut, bis sich Trainer Serramalera nach einem weiteren Fehler von Osias zu einem Time-Out gezwungen sah. Der Brasilianer nahm sich des Trainers Worte wohl besonders zu Herzen und buchte in der Folge gleich zwei Punkte selbst. Den ersten Satzball vergaben aber die Näfelser wieder durch einen Fehler Osias', so dass es Passeur Marco Bär vorbehalten war, den zweiten Satz mit einem schönen Angriffspunkt direkt abzuschliessen.
Steter Kampf gegen Schlendrian
Im driten Satz stand es rasch 3:0 für die Einheimischen. Aber nach einem Time-Out von LUC-Trainer Bolle ebenso rasch 5:8 (!) für die Vaudois. In der Folge zeigte aber Mittelblocker Büschi gegen seine ehemaligen Kameraden, welch grosse Fortschritte er bei Näfels in der kurzen Zeit bereits gemacht hat. Nach seinen zwei sehenswerten Punkten stand es wieder 8:8 Unentschieden.
Nun folgte eine der besten Phasen der Glarner. Mit konzentriertem Spiel und druckvollen Angriffen, zum Teil aber auch dank Eigenfehlern von LUC, zogen sie auf 17:12 davon. Dies war aber wieder der Startschuss für einen weiteren Schlendrian. Die Studenten aus der Westschweiz nahmen die Einladung dankend an. Hier sah man, dass der Unterschied zwischen diesen beiden Teams gar nicht mal so gross ist. Mit einem Nachlassen der Konzentration brachten die Glarner den Gegner zurück ins Spiel und plötzlich spürten sie Lausannes Atem wieder bedrohlich in ihrem Nacken. Der Ein-Punkte-Vorsprung beim Stand von 20:19 war aber ein genug bedrohlicher Warnschuss vor den Bug, so dass sich die Serramalera-Boys wieder besannen, gutes Volleyball zu spielen. Dies war letztlich das richtige Rezept, um es dem Argentinier Obeid zu ermöglichen, den Matchball zum ersten Sieg im ersten Meisterschaftspiel zu verwerten.
Seat Volley Näfels – Lausanne UC 3:0 (25:23, 25:22, 25:21)
linth-arena. – 300 Zuschauer. – Spieldauer 68 Min.
Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Gygli, Bedrac, Obeid, Alvarez, Osias, Büschi, Prawdzic. Trainer: Juan-Manuel Serramalera.
Lausanne: Hominal (Passeur), Jaton (Libero), Heyer J., Froesch, Wiacek (Captain), Lardi, Bruschwiler, Raffaelli, Kusio, Loeffel, Chevallier. Trainer Bolle.



























































































