Näfels gewinnt in Genf gegen Chênois ohne Satzverlust
Biogas Volley Näfels zeigte eine gute Reaktion nach der Startpleite in der Playoff-Runde und meldet sich erfolgreich zurück
Mit Spannung und Anspannung verfolgten die Verantwortlichen von Biogas Volley Näfels den Auftakt des Spiels an der französischen Grenze in Thônex. Wie würde Näfels nach der Niederlage am Mittwoch gegen Chênois auftreten, lautete die spannende und bange Frage. Näfels startete kontrolliert und abgeklärt in dieses Spiel. Nach dem ersten Timeout beim Stand von 8:5 für Näfels erhöhte das Team von Dalibor Polak die Pace. Die Mannschaft wirkte wie ausgewechselt, zog auf und davon. 16:8 beim nächsten Timeout und 25:12 am Ende sprechen eine deutliche Sprache.
Chênois legte im zweiten Satz zu. So wurde dieser Umgang zu einer engen und spannenden Geschichte, nicht zuletzt auch deshalb, weil bei Näfels wieder einmal der „Service-Virus“ aufkam. Aber auch die Annahme schwächelte, dazu war der Block oft löchrig, so dass die Verteidigung die Angriffe von Chênois nur selten abwehren konnte. Das Spiel blieb auf Messers Schneide. Polak brachte deshalb anstelle von Bittner, welcher den Trainer nicht überzeugte, weil dieser zu wenig effizient agierte, den jungen Fabian Martinez. Der Venezolaner brachte neuen Schwung und Stabilität in die Mannschaft. Näfels mogelte sich durch und gewann den zweiten Satz mit 25:23.
Näfels war zu Beginn des dritten Umgangs weiter unter Druck. Als die Platzherren 11:8 führten, nahm Polak ein Time-out. Er fand die richtigen Worte, denn ab diesem Moment war Näfels wieder Chef auf dem Spielfeld. Immer noch mit Martinez als Diagonalangreifer spielend, waren die Glarner den Gastgebern in allen Belangen überlegen. Besonders erwähnenswert ist, dass der junge Martinez auch als Annahmespieler für Pulko fungierte, obwohl er auf der Position des Diagonalangreifers spielte. Und er machte seine Sache gut. Am auffälligsten war aber wieder einmal Daniel Alexander mit seinen Krachern in der Mitte – und dies obwohl sich der Amerikaner von seiner Grippe noch nicht ganz erholt hat. Näfels zog sein Spiel durch und gewann den Satz mit 25:19 klar.
Dalibor Polak ist es gelungen, die Mannschaft in der kurzen Pause seit Mittwoch zu wecken und die Einstellung der Spieler zu korrigieren. Entsprechend zufrieden äusserte er sich: „Die ganze Mannschaft hat 200% besser gespielt als am Mittwoch. Die Einstellung und der Kampfgeist stimmten. Das war eine ausgezeichnete Reaktion.“
Captain Thomy Büsser zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Es war wichtig hier unseren Tritt wiederzufinden. Wir waren nie in Gefahr dieses Spiel zu verlieren. Für den weiteren Verlauf ist es wegweisend, dass wir wieder zum Erfolg zurückgefunden haben. Wir spielten zwar schon besser, aber nach dem missglückten Spiel am Mittwoch war es auch schwierig, wieder jenen Level zu erreichen, den wir vorher hatten.“
Matchtelegramm
Chênois Genève Volleyball - Biogas Volley Näfels 0:3 (12:25, 23:25, 19:25)
Centre Sportif Sous-Moulin, Thônex, 22.Februar 2014, 18:00
Schiedsrichter: Grieder Stephan, Bärtsch Erwin
Zuschauer: 150
CS Chênois :
Blazy (Passeur), Perez (Libero), Schaller (Captain), Fellay, Simonin, Voirol, Dos Santos; Ptschinski, Fetter, Abramov
Trainer : Jean-Baptiste Blazy
Biogas Volley Näfels:
Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Bittner, Pulko, Alexander, Beeler, Ehrat;
Büsser (Captain), Gygli, Martinez
Trainer: Dalibor Polak



























































































