Näfels gastiert beim Meister im Tessin
Biogas Volley Näfels erwartet nach dem schwierigen Auftaktspiel die nächste heikle Aufgabe. Es reist zum überlegenen der beiden letzten Jahre, Dragons Lugano. Im Gespräch äussert sich Trainer Dalibor Polak über sein Team und den heutigen Gegner.
Mit Dalibor Polak sprach Köbi Hefti:
Nach der Niederlage zum Auftakt der neuen Saison gegen den Mitfavoriten Lausanne UC sprach die Südostschweiz mit Trainer Dalibor Polak über den aktuellen Formstand und die Ziele der nächsten Wochen von Biogas Volley Näfels:
Südostschweiz: Wie hat die Mannschaft auf die Niederlage gegen LUC reagiert?
Dalibor Polak, Trainer Biogas Volley Näfels:
Die Spieler haben gut reagiert. Im Training war die Konzentration besser und deutlich mehr Kampfgeist spürbar. Für mich war diese Niederlage in dieser Phase aber keine grosse Sache, das kann passieren. Sehen Sie, wie es der AS Roma diese Woche daheim gegen die Bayern erging.
Südostschweiz: Hat die Leistung vom ersten Spieltag Einfluss auf das Training?
Dalibor Polak (sehr spontan):
Ja-ja. Wir konzentrieren uns auf die beiden grossen Schwachpunkte gegen LUC, die Annahme und den Block. Beim Blocken waren wir vor allem dann nicht gut, wenn der Gegner unter Druck stand und kein schnelles Kombinationsspiel aufzog, sondern mit hohen Bällen agieren musste. Hier müssen wir uns steigern. Es darf nicht wieder passieren, dass diese Bälle durch den Block durchgehen und im Blockschatten landen – dort können wir keine Bälle verteidigen. Wir benötigen einen kompakten Block, sonst funktioniert unser Verteidigungskonzept nicht.
Südostschweiz: Letztes Jahr war Lugano der Lieblingsgegner von Biogas Volley Näfels, spielte gegen die Tessiner immer ausgezeichnet. Wie sieht es in diesem Jahr mit der Motivation aus?
Dalibor Polak:
Wir wissen nicht, wie stark Lugano ist. Ich bin aber ziemlich sicher, dass es nicht mehr so stark ist wie im letzten Jahr. Doch Lugano bleibt ein mächtiger Gegner. Die Motivation ist da, die musste ich nicht suchen.
Südostschweiz: Wie sieht die Vorbereitung konkret aus?
Dalibor Polak:
Ich schaute mir das Video vom Spiel Einsiedeln-Lugano sehr genau an, habe Analysen und Statistiken gemacht. Lugano ist eine neue Mannschaft. Da es ab dem zweiten Satz ein Grossteil des Teams wechselte, sah ich fast alle Spieler im Einsatz. Ich habe einige Ideen, wie wir spielen werden. Ich glaube, dass wir gegen dieses Team guten Chancen haben und es auch in dieser Saison unser Lieblingsgegner sein wird. Die Dragons Lugano spielen klassisches Volleyball, was uns gut behagt.
Südostschweiz: Letztes Jahr verstand es Ihr Team, Ihre Taktik meist ausgezeichnet umzusetzen. Wie weit ist Ihr Team in dieser Hinsicht jetzt?
Dalibor Polak:
Gegen Lugano wird unsere Taktik bestimmt besser funktionieren als gegen LUC, als wir fast ohne Taktik ins Spiel gingen, da ich den Gegner nicht kannte. So musste ich in den Time-outs viele Fragen meiner Spieler beantworten wie „Wo muss ich stehen?“ oder „Wie muss ich springen?“. Gegen Lugano wird das nicht mehr der Fall sein, da haben wir eine klare Taktik.
Südostschweiz: Das Ziel gegen Lugano ist ein Sieg?
Dalibor Polak:
Ja, wir müssen Punkte holen. Danach folgt das Lokal-Derby gegen Jona und dann ist schon der CEV-Cup fällig. Diese Spiele gegen die Holländer sind für uns der erste Höhepunkt. Darauf arbeiten wir hin. Um das Vertrauen dafür zu holen, ist ein gutes Spiel und Punkte gegen Lugano wichtig. Wenn wir gut spielen, dann gewinnen wir dieses Spiel auch.
Dragons Lugano - Biogas Volley Näfels
Halle Palestra Palamondo, Cadempino, Samstag, 25.10.2014, 18:00
Schiedsrichter Grieder Stephan, Toma Gianbattista



























































































