Donnerstag, 8. Januar 2009; 17:23
Allgemein

Näfels erwartet Ostschweizer Doppelpack

Von: Rolando K. Küng

Am Samstag wird die Quali-Runde der NLA mit dem Auswärtsspiel gegen Andwil-Arnegg abgeschlossen. Rangmässig wird auch bei einem Sieg alles beim alten bleiben. Schon am Sonntag steigt aber dann in Amriswil das Halbfinale im Swiss Cup und da geht es um wirklich sehr viel.



Am Samstag gegen Andwil-Arnegg

Eigentlich besteht die einzige Spannung für Näfels am Samstag darin, zu erfahren gegen wen das Team in den Playoff Viertelfinals spielen darf. In der Direktbegegnung zwischen Münsingen und Lugano wird im Aaretal entschieden ob SEAT Volley Näfels wieder gegen Münsingen spielt oder aber gegen Lugano. Der Sieger aus dieser Partie wird die Qualifikation auf dem vierten, der Verlierer auf dem fünften Rang abschliessen. Wohl wären bei einem Tessiner-Sieg beide Teams punktgleich, die Luganesi hätten dann aber im Saldo der Sätze die Nase um einen einzigen Satz vorn. Für Näfels kommt es nicht sehr darauf an gegen welches der beiden Teams dann ab 17. Januar in maximal drei Spielen um den Einzug in die Halbfinals gespielt wird. Gegen beide Klubs haben die Näfelser ihre bisherigen Spiele gewonnen, wobei der 3:2-Sieg im Tessin von Mitte November ein eher grosser Krampf war als ein souveräner Auftritt. Trotzdem ist es sicher jedem einzelnen Spieler klar, dass er in diesen Spielen das absolute Maximum geben muss um sicher die Halbfinals zu erreichen. Da gehört SEAT Volley Näfels in dieser Saison auch sicher hin. Ob es von da an dann immer noch positiv weiter gehen wird ist wieder eine andere Geschichte.

 

 

Alles oder nichts im Cup

Aber damit wären wir auch schon beim TV Amriswil und dem Halbfinalspiel im Pax Volley Cup vom Sonntag ab 18.00 Uhr im Tellenfeld. Nicht wenige trauen Näfels einen Ein-Tages-Exploit im Cup gegen den grossen Meisterschaftsfavoriten durchaus zu. Vielleicht nicht, dass sie sich auch in einer Serie über fünf Spiele gegen die jetzt sehr dominanten Thurgauer durchsetzen könnten, aber warum nicht in einer nervösen und hektischen Cuppartie? Fact ist: Der TV Amriswil muss dieses Spiel gewinnen. Alle erwarten das von diesem Team und wohl am meisten die Spieler von sich selbst. Am Vortag muss die Verstappen-Truppe aber ausgerechnet noch ins Welschland um dort gegen Lausanne UC anzutreten. Dabei gilt es nur noch, die Ungeschlagenheit in der ganzen Quali-Runde zu wahren. Um mehr geht es dabei nicht mehr. Trotzdem ist die Reise lang und das Spiel härter als dasjenige welches wohl SEAT Volley Näfels gegen den Tabellenletzten Andwil-Arnegg zu absolvieren hat. Vorteil Näfels also das Spiel vom Vortag und der Druck, welcher klar auf Seite der blauen Wilden aus dem Thurgau lastet. Vorteil Amriswil sind die beiden Siege bisher gegen die Glarner und natürlich auch wieder das Publikum, welcher in grosser Zahl und lautstark wie immer erwartet wird. Der Volleyballboom hält im Oberthurgau nach wie vor an und die Begeisterung scheint grenzenlos. Alles schon gehabt im Glarnerland, nur liegt das nun auch schon zehn Jahre her. Meist haben die Glarner damals dem Druck standgehalten, von den Thurgauern weiss man, dass sie gerade in diesem Bereich oft noch nicht auf der Höhe der Erwartungen waren. So gesehen auch im Abschluss der letztjährigen Meisterschaft, als sie in Führung liegend, buchstäblich auf der Ziellinie noch von Lausanne UC abgefangen wurden. Es liegt also an Amriswil das Spiel zu machen und Näfels könnte sich in der Rolle des Spielverderbers, wie letztes Jahr, ganz schön genüsslich tun. Positiv auch die gänzliche Genesung von Diagonalspieler Bruno Amorim, welcher so nun endlich das Duell gegen Antipode und Landsmann Alan Soares im Vollbesitz seiner Kräfte aufnehmen kann. Der Kanadier Josh Klassen hat nach seinen Schulterproblemen nun ebenfalls wieder voll trainiert und verstärkt ab sofort nicht nur die Annahme, sondern auch den Angriff. Hingegen ist der Israeli Gaft von seinem Einsatz mit der Nationalmannschaft mit Knieproblemen heimgekehrt und dürfte nicht zum Einsatz kommen und so seinen Platz erneut Fabian Brander überlassen. Die übrigen Spieler sind fit und brennen auf den ersten Ernstkampf des neuen Jahres.