Dienstag, 20. Januar 2009; 22:44
Allgemein

Näfels erste Chance fürs Halbfinal-Ticket

Von: Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels gastiert heute Abend bei SWICA Volley Münsingen. Auf dem Programm steht das zweite Spiel im Playoff Viertelfinal. Mit einem Sieg kann sich Näfels frühzeitig für den Halbfinal gegen den TV Amriswil qualifizieren.

Nach dem knapp verlorenen ersten Spiel gegen Näfels zum Auftakt der Best-of-3 Serie, stehen die Berner im heutigen Spiel unter grossem Druck. Für die Einheimischen gilt: Verlieren verboten, sonst verabschieden sie sich Richtung Playout. Näfels' Teammanager Gygli ist zuversichtlich, warnt aber auch: "Wir haben einen Sieg im Rücken. Münsingen hingegen muss nun gewinnen - der Druck lastet  auf Ihnen. Im ersten Spiel war das umgekehrt, da konnten sie locker aufspielen, waren sie der Aussenseiter. Entsprechend unbeschwert und gut war ihr Auftritt. Wenn sie am Mittwoch erneut so ungehemmt agieren werden, gibt das ein hartes Spiel für uns".

 

Fighting Spirit - das Zünglein an der Waage 

Münsingen wird wie schon in der linth-arena wieder mit viel Herz kämpfen. Selbst Näfels' Captain Bedrac lobte nach dem Spiel die Berner Kampfkraft: "Die Rückkehr von Carlos Guerra ins Team weckte bei den Münsingern den fighting Spirit, etwas, das uns fehlte." Bereits am Sonntag dachte Spielertrainer Guerra an die beiden nächsten Spiele dieser Serie. Er sagte, dass ihnen das Spiel im sgu die Sicherheit und Gewissheit gab, gut spielen zu können. Er weiss aber auch, wo sein Team noch Potenzial hat: "Zwischendurch vergessen wir immer wieder, was zu tun ist. Wir sind zuwenig diszipliniert. Aber bis Mittwoch arbeiten wir nochmals intensiv im mentalen Bereich und an der Konzentration." Diese Kampfansage der Aaretaler überrascht Näfels kaum. Leo Carvalho hat im Spiel seiner Truppe ähnliche Schwachpunkte erkannt, wie dies Guerra in seinen Reihen feststellte. Deshalb wird auch der Carvalho im Training nochmals die entsprechenden Schwerpunkte setzen.  

 

Viel hängt von der Mitte ab

Der grösste Vorteil der Glarner im Duell gegen die Berner liegt in der Ausgeglichenheit des Teams. Während bei Münsingen das Spiel vorwiegend über den Honduraner Salgado läuft, sind bei Näfels alle Angreifer in der Lage, einen Satz zu prägen oder gar zu entscheiden. So war dies zumindest in den beiden letzten Spielen zu beobachten, als Bruno, Gaft und Klassen ihr Klasse immer wieder bewiesen. Auch die beiden Mittelblocker, vor allem Roman Sutter, setzten immer wieder Glanzpunkte. Im Spiel gegen Münsingen allerdings waren die Angriffe über die Mitte ab Satz drei Mangelware. Bestimmt lag dies manchmal an den nicht optimalen Annahmen, um über die Mitte zu spielen. Aber irgendwie geriet diese Angriffsvariante in Vergessenheit. Das bemerkten die Münsinger sehr schnell. Sie konzentrierten sich deshalb mit Erfolg auf die Blockarbeit auf den Aussenpositionen. Gelingt es Näfels, heute sein Spiel variantenreich und schnell zu gestalten, sich auf seine Stärken auszurichten, so kann es auch im fünften Spiel dieser Saison gegen Münsingen seine weisse Weste behalten und das Halbfinal-Ticket lösen. 

 

SWICA Volley Münsingen – SEAT Volley Näfels

Mittwoch, 21. Januar 2009, 20:00, Münsingen, Schlossmatte

1.SR: El Assad Tarek / 2.SR: Hefti Michel