Näfels dominiert das Derby gegen Jona und ist jetzt Leader
Biogas Volley Näfels gewinnt gegen das von Verletzungssorgen geplagte Jona 3:0 (25:17, 25:16, 25:20). Obwohl Passeur Reto Giger wegen einer Fussverletzung nicht einsatzfähig war, dominierte Näfels das Derby wie selten zuvor.
Der Auftakt zwischen Biogas Volley Näfels und dem TSV Jona Volleyball verlief animiert und ausgeglichen. Nach dem Time-out gingen die Gäste gar 9:8 in Front – doch dies sollte die letzte Führung der St. Galler gewesen sein. Die Absenzen von Topscorer Beal und Mittelblocker Heidrich wogen zu schwer. Entsprechend präsentierten sie sich nicht wie in den bisherigen Derbys von der Schokoladenseite.
Näfels zeigte sich vom sibirischen Europacup-Abenteuer gut erholt, brauchte nur wenig Zeit, um ins Spiel zu finden. Passeur Kai Aebli, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall Reto Gigers erstmals von Beginn an spielte, führte sein Team zu einem nie gefährdeten Sieg. Dabei war er nicht nur als Zuspieler erfolgreich, er leitete im ersten Satz mit seinen Services den Umschwung ein. 12:9 ging Näfels in Führung und gab diese nicht mehr preis. Näfels gewann den Startsatz mit 25:17.
Junior mit Pfiff
Im zweiten Umgang setzten beide Teams nahtlos an die Leistungen des ersten Satzes an. Mit guten Services setzte Näfels Jonas Annahme unter Druck. Bis zum Spielende waren es neun direkte Servicepunkte bei nur fünf Servicefehlern der Glarner. Aber nicht nur in dieser Sparte, auch im Angriff wusste Näfels zu gefallen. Vor allem Joel Roos und Dominik Fořt liessen es einige Male krachen, während Kuba Radomski im Angriff mit nur einem Punkt ein Totalausfall war. Trotz seiner stabilen Annahmen wurde er beim Stand von 18:12 durch Nico Süess ersetzt. Der Junior setzte dem Satz das Sahnehäubchen auf. Mit zwei Angriffen und zwei Servicepunkten war Süess massgeblich am 25:16 Satzresultat beteiligt.
Im dritten Satz liess Trainer Polak Konrad Formela, Thomas Brändli und Fabian Martinez auflaufen. Die Wechsel auf der Diagonalposition und in der Mitte waren aber taktischer Natur. Joel Roos zeigte in den ersten zwei Sätzen eine ausgezeichnete Leistung und wurde zurecht zum „best Player“ gewählt. Ein Kuriosum gab es bei Jona. Es erklärte beide Liberos als nicht mehr spielfähig und ersetzte sie durch Adam Zahorsky, einen nominellen Aussenangreifer. All diese Rochaden veränderten den Spielverlauf wenig. Näfels dominierte weiter, führte bei den Time-outs 8:4 und 16:10. Mit der klaren Führung im Rücken nahmen es die Glarner danach etwas zu locker, machten drei Fehler in Folge. Jona verkürzte auf 18:14. Polak verlangte darauf sein einziges Time-out, um seine Spieler zu warnen. Mit Erfolg. Näfels gewann auch den dritten Satz mit 25:20.
Junior mit Verantwortung
Best Player Joel Roos ist mit dem Gezeigten und dem klaren Sieg zufrieden und analysiert: „Bereits in der Kabine haben wir uns gesagt, dass der Start sehr wichtig ist. In Surgut starteten wir in zwei Sätzen schlecht und verloren diese prompt. Heute war das anders und entsprechend bestand nie die Gefahr, dass wir Punkte abgeben würden.“
Kai Aebli, der nach der Verletzung Reto Gigers zu Passeur Nummer eins avanciert, meinte zu seinem Debüt in der Starftormation: „Durch das Pech Retos habe ich jetzt Verantwortung zu übernehmen. Aber ich freue mich darauf, das ist eine gute Erfahrung für mich.“
Matchtelegramm
Biogas Volley Näfels – TSV Jona Volleyball: 3:0 (25:17, 25:16, 25:20)
Lintharena, Näfels. – 350 Zuschauer. – Spieldauer: 72 Minuten.
SR: Wolf, Bärtsch
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Aebli (Passeur) Ehrat (Captain), Sutter (Libero), Walzer, Radomski, Fořt, Roos
Einwechslungen: Emmenegger, Formela, Süess, Brändli, Martinez
Headcoach: Dalibor Polak
Assistant Coach: Mani Müller
Bemerkungen: Giger verletzt
TSV Jona Volleyball:
Startformation: Milanez (Passeur), Riedi (Captain), Bischof (Libero), Kasper, Beeler, Maag, Bolli
Einwechslungen: Rohr (Libero)Zahorsky (Libero), Caviezel, Tomasetti
Headcoach: Urs Winteler
Assistant Coach: Karsten Schumacher
Bemerkungen: Beal und Heidrich verletzt

Des einen Pech ist des anderen Glück: Kai Aebli ist nach der Fussverletzung Reto Gigers erster Zuspieler, eine Aufgabe und Verantwortung, über die er sich freut

Starkes Zusammenspiel: Im ersten Satz lancierte Kai Aebli sehr oft und mit Erfolg seine Mittelangreifer

Mit Links: Dominik Fořt kann als Rechtshänder auch mit Links punkten

Immerhin: Kuba Radomski wusste zumindest in der Sparte Block zu gefallen und verbuchte in dieser Sparte das Vierfache an Punkten im Vergleich zu seiner Ausbeute im Angriff.

Kam, sah und siegte: Nico Süess‘ Kurzeinsatz brachten vier Punkte für Näfels

Premiere: Nicolas Emmenegger stand als Ersatzzuspieler im Aufgebot und kam zu einem Kurzeinsatz


























































































