Donnerstag, 11. Januar 2007; 07:58
Allgemein

Näfels besiegt Aufsteiger mit Ach und Krach

Von: Von Köbi Hefti

Nach zweistündigem und hartem Kampf besiegte Näfels im Nachtragsspiel Aufsteiger Münsingen mit 3:2. Der Leader hat damit eine Runde vor Ende der Qualifikation zwei Punkte Vorsprung auf Meister Chênois.

 

Nach dem Europacup-Abenteuer gab es für Seat Volley Näfels in der heimischen linth-arena nicht die erhoffte leichtere Kost. Gegen Aufsteiger Münsingen mussten sie ihren Sieg hart erkämpfen. Sie machten sich dabei das Leben zum Teil selbst schwer. Der Aufsteiger zeigte phasenweise aber eine sehr starke Leistung.

 

Näfels legte vor ...

 

Von Beginn an legte Näfels mit solidem Spiel einige Punkte vor. Münsingen hatte zeitweise grosse Schwierigkeiten in der Annahme, so dass sie kein schnelles und überraschendes Angriffsspiel gestalten konnten. Näfels' Spiel lief gut. Mit soliden Annahmen und teilweise schnell vorgetragenen Angriffen gewannen sie den ersten Satz 25:20.


Auch zu Beginn des zweiten Satzes zündete Näfels mit einigen Turbo-Angriffen ein Feuerwerk und führte schnell 7:2. Doch dieses Feuer wurde mehr und mehr zu einem Strohfeuer.

 

... aber Münsingen konterte

 

Münsingen gelang es nun, Näfels mit seinen Services unter Druck zu setzen, holte auf und ging in Führung. Während Münsingen sehr wach war und gut spielte, zeigte Näfels Schwächen. So gewannen die Berner den zweiten Durchgang verdient mit 25:23. Im dritten Umgang startete Münsingen wie ein Blitz. Der Satz verlief sehr spannend. Es war ein ständiges Hin und Her. Am Ende waren es die Aaretaler, die in der Verlängerung nach dem 28:26 jubelten.
Der vierte Satz brachte noch keine Match-Entscheidung. Münsingen konnte den Schwung nicht mitnehmen, machte zu viele Fehler und half so Näfels wieder ins Spiel zu finden. Die Glarner entschieden den Durchgang schliesslich mit 25:17 für sich und erzwangen das Tie-Break.

 

Näfels' Block gab den Ausschlag

 

Das Tie-Break begann für die Berner optimal. Sie führten 3:0. Näfels konterte. Wenig später führte Näfels 5:4. Entscheidend war vor allem die Blockarbeit von Näfels. Beim Seitenwechsel hiess es 8:7 für die Glarner. Ausgeglichen ging es weiter bis zum 10:10, ehe Näfels zum Schlussspurt ansetzte und den Satz mit 15:11 für sich entschied. Passeur Marco Bär war froh, das Spiel doch noch gewonnen zu haben: «Wir hatten heute zuwenig Spannung in uns. Ich spürte dies schon beim Einspielen.» Münsingens Trainer Marc Gerson sah es etwas anders: «Die Wadenkrämpfe von de Paula im vierten Satz waren für uns eine schwere Hypothek. Im Tie-Break versuchten wir es mit der Brechstange. Unsere Angriffe hatten nicht mehr die Lockerheit der ersten Sätze.»

 

Näfels – Münsingen 3:2  (25:20, 23:25, 26:28, 25:17, 15:11)

 

linth-arena sgu. – 180 Zuschauer. – Spieldauer: 110 Minuten. – SR: Tschumi, Grieder.
Näfels: Tonga, Obeid, Andy Sutter, Roman Sutter, Bedrac (Passeur), Bär (Passeur), Osias, Büschi, Werner (Libero), Rafa (Captain). Trainer: Juan-Manuel Serramalera.
Münsingen: Reinmann (Passeur), Ablanalp, Weingart, Nüesch, Trachsel, Weber, Murray, Herrera, Bonaria, Wyder (Libero), de Paula, von Dach. Trainer: Marc Gerson.


Mehr darüber in der Südostschweiz Glarus, Seite 13