Montag, 10. Dezember 2018; 06:13
NLA

Näfels bereitet Titelverteidiger Lausanne Mühe

Von: Joel Roos

Zwar gelingt es den Glarnern nicht, Punkte vom Genfersee zu entführen, schlussendlich setzt sich die favorisierte Westschweizer Equipe mit 3:1 durch. Trotzdem gefiel Näfels und lieferte sich mit dem Gegner hochstehende und spannende Ballwechsel.

 

Wie der Vizemeister Näfels hatte auch Meister Lausanne einen schwierigen Start in die Saison. Zu Beginn der zweiten Runde hatte sich die Mannschaft dann aber doch bis auf den vierten Rang vorgekämpft und profitierte danach vom deutlichen Sieg der Glarner gegen Genf vor Wochenfrist – Rang 3. Damit war Lausanne entsprechend favorisiert.

Zwei Tage zuvor noch in Trentino im CEV Cup im Einsatz, schonte Giaccardi seine Stammkräfte jedoch nicht und legte mit seiner nominellen Startsechs los. Die Gäste spielten jedoch selbstbewusst mit und konnten das Spiel ausgeglichen halten, bis kurz vor Satzende dann doch einige Fehler in der Annahme unterliefen und Lausanne profitieren konnte zum 25:20.

Im zweiten Durchgang startete Näfels dann jedoch viel besser als die Gastgeber und lag teils komfortabel mit bis zu fünf Punkten in Führung. Einmal mehr gelang es den Glarnern jedoch nicht, den Vorsprung bis zum Schluss halten zu können – Lausanne holte auf und kam selbst zu drei Satzbällen. Näfels wehrte diese ab, hatte selber drei Chancen zum Satzausgleich und haderte mit einem knappen Entscheid des Schiedsrichtergespanns. Schlussendlich nutzten die Westschweizer den vierten Satzball zum 32:30 und konnte so das Score auf 2:0 stellen.

Es war Näfels anzusehen, dass die Mannschaft nicht nach drei Sätzen mit einer Niederlage die Heimreise antreten wollte. Erneut erspielte sich das Polak-Team schnell eine Führung. Tatsächlich gelang es diesmal, diese ins Trockene zu bringen und in den Sätzen zu verkürzen. Auch diverse Wechsel von Lausanne brachten nichts, Näfels spielte zu abgeklärt, ein klares Resultat von 25:17 war die Folge.

Auch im vierten Satz waren es die Gäste, welche besser starteten. Wirklich absetzen konnte sich die Mannschaft zwar aufgrund zu vieler Aufschlagfehler nicht, lag jedoch meist mit einem oder zwei Punkten in Front. Dies bis Satzmitte, als Lausanne UC in einer Rotation gleich fünf Breaks realisieren konnte – bei Näfels wackelte die Annahme, was den Angreifern das Sideout erschwerte. Diese Serie brach Näfels etwas das Genick, oder brachte zumindest der Heimmannschaft das Selbstvertrauen zurück. Das Team hielt den Vorsprung bis zum Satz- und Spielende.

Das 3:1 brachte Näfels zwar die Gewissheit, sich auch gegen Lausanne nicht verstecken zu müssen, jedoch leider keine Punkte. Auch großartig an der Leistung: sämtliche Spieler wurden gebraucht und konnten der Mannschaft wichtige Inputs liefern. So gefiel Aebli ab dem zweiten Satz am Pass und Süess für Yoder auf aussen, und auch Captain Papangelopoulos war für wichtige Punkte besorgt, als er im dritten Satz eingewechselt wurde.

Nächsten Samstag (18 Uhr Lintharena) empfängt Näfels das Team von Volley Luzern. Noch immer schmerzlich ist die Erinnerung an die Auswärtspartie zu Saisonbeginn, als Näfels nach knappem ersten Satz komplett aufsteckte und sich im Kellerduell demütigen liess. Das Ziel ist ganz eindeutig, sich dafür zu revanchieren, wie es bereits gegen Genf gelungen ist. Klar ist, dass Näfels den aktuellen Aufwärtstrend unbedingt fortsetzen muss – die Belohnung für die Revanche wäre ein Sprung um zwei Plätze in der Tabelle auf Rang 5.


Lausanne UC – Biogas Volley Näfels 3:1 (25:20, 32:30, 17:25, 25:19)

Dorigny Lausanne.– 300 Zuschauer. – Spieldauer: 100 Minuten.

SR: Sanapo, Dzankovic


Biogas Volley Näfels:
Startformation: Harksen (Passeur, 0 Punkte), Hagenbuch (Libero), Canazza (1), Yoder (3), Hudzik (5), Roos (17), Mantekas (16)

Einwechslungen: Süess (6), Papangelopoulos (Captain, 8), Aebli (2), Wetzel (2)

Headcoach: Dalibor Polak
Assistant Coach: Mani Müller

Lausanne UC:
Startformation: Chevallier (Passeur, 1 Punkt), Zerika (9), Del Valle (Libero), Stevanovic (16), Höhne (9), Fuoghouo (19), Prével (Captain, 10)

Einwechslungen: Pfund (1), Kaeser (1), Kvalen (6)

Headcoach: Massimiliano Giaccardi

Guter Teamgeist: Die Näfelser muntern sich gegenseitig auf