Näfels behält das Ziel im Auge
Nach dem Ausscheiden im Challenge Cup Viertelfinale in Surgut ist die Mannschaft von Biogas Volley Näfels zurück in der Schweiz. Der Fokus liegt bereits wieder hundertprozentig bei der Meisterschaft, wo heute Jona wartet.
Das Abenteuer Challenge Cup ist für Näfels vorbei. Nach einer erneut rund 16-stündigen Rückreise aus dem westsibirischen Surgut am Donnerstag gilt es nun, sich wieder auf die Meisterschaft zu konzentrieren, wo noch drei Runden zu absolvieren sind. Um, auf Schweizer Zeit umgerechnet, 1 Uhr nachts gestartet, kam die Equipe gegen 17 Uhr bei der heimischen Lintharena an. Auf dem Programm: ein kurzes Krafttraining, um Muskeln und Gelenke zu lockern, danach Pause, um Schlaf nachzuholen und die Energien aufzufüllen.
Bereits gestern stand das Team aber wieder in der Halle und bereitete sich spielerisch sowie taktisch mit Videostudium auf den heutigen Gegner vor. Nach der Kür folgt die Pflicht: in der drittletzten Runde der Qualifikation gilt es, Jona zu schlagen. Mit den Jonern kommt nicht nur der Derbygegner, sondern auch ein möglicher Herausforderer in den Playoffs in die Lintharena. Die Mannschaft vom Obersee steht mit 17 Punkten auf Rang 7 und wird die Qualifikation auch dort beenden – weder nach vorne (Schönenwerd) noch nach hinten (Einsiedeln, Bern) ist noch etwas möglich.
Die letzten Resultate warfen Jona wieder etwas zurück, nachdem der Auftakt im neuen Jahr mit Punktegewinnen gegen Schönenwerd, Lausanne und Näfels sehr vielversprechend ausfiel. Vor Wochenfrist gab es gegen Amriswil eine Kanterniederlage in drei Sätzen – wohl auch, weil Topscorer Beal und Mittelblocker Heidrich verletzt pausieren mussten. Traditionellerweise präsentiert sich Jona in den Derbys gegen Näfels aber stets von der Schokoladenseite und macht den Glarnern das Leben schwer.
Die Glarner wollen aber unbedingt drei Punkte. Denn während bei Jona schon alles klar ist, herrscht an der Spitze ein munterer Dreikampf. Näfels steht mit Lausanne und Amriswil zuoberst, alle drei Mannschaften weisen die gleiche Anzahl an Verlustpunkten auf. Gewinnen sowohl die Glarner wie auch die Thurgauer ihre Partien an diesem Wochenende, schliessen sie zum spielfreien Lausanne auf. Der Qualifikationssieger wird mit Sicherheit erst am letzten Spieltag (in einer Woche) bestimmt werden.
Näfels macht kein Geheimnis daraus, dass man vor den Playoffs ganz oben stehen will. Libero Manuel Sutter meint dazu: «Als Erstplatzierter können wir umso mehr Selbstvertrauen in die Playoffs sowie den Cupfinal mitnehmen». Zusätzlich würde man als Qualifikationssieger im Halbfinale einer Begegnung mit Amriswil und Lausanne aus dem Weg gehen – auch der Weg dorthin wäre mit Einsiedeln in der ersten Runde wohl einfacher. Klar ist jedenfalls: Näfels will unbedingt neben dem bereits erreichten Cupfinal auch das Endspiel der Meisterschaft spielen und die Saison mit einem Titel krönen.
Schweizer Meisterschaft – Qualifikationsrunde
Biogas Volley Näfels – TSV Jona Volleyball
Lintharena, Näfels, Samstag, 3. März 2018, 17:00 h






























































































