Nach perfektem Start grosse Enttäuschung für Näfels’ Volleyballer
Pallavolo gelang die Ueberraschung. Die Tessiner besiegten Näfels in einem spannenden Spiel mit 3:2. Die Glarner begannen das Spiel genau so wie es der Trainer gefordert hatte. Doch dann kam es zur Wende.
Die Partie im Tessin war eine spannende Angelegenheit und für SEAT Volley Näfels die ganz grosse Enttäuschung. Beiden Teams gelang es immer wieder, sich aus heiklen Situationen zu befreien und Rückstände wettzumachen. Im ersten Satz setzten die Glarner die Taktik ihres Trainers praktisch perfekt um. Sie machten viel Druck bereits mit dem Service und setzten sich dank erfolgreichem Angriffsspiel schnell mit einigen Punkten Vorsprung ab. Lugano war nicht in der Lage, den Satz offen zu halten. So gewann Näfels Satz ein überzeugend mit 25:21.
Die entscheidende Schwäche
Auch im zweiten Umgang spielte Näfels weiterhin gut und variantenreich. Doch Lugano konnte etwas zulegen und mit dem Druck des Gegners immer besser umgehen. Es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Meist lagen die Gastgeber aus Lugano knapp hinten. Aber immer wieder gelang es ihnen, den eingehandelten Rückstand aufzuholen und auszugleichen. Kurz vor Satzende, als Näfels mit 21:19 führte, schwächelte die Annahme und das Angriffsspiel der Glarner. Diese Chance nutzte Lugano, holte vier Punkte in Serie und lag so in diesem Satz erstmals in Führung. Diesen Vorteil gab Lugano nicht mehr preis. Mit sauberen Sideouts schaukelten sie den Satz mit 25:23 nach Hause.
Nach diesem überraschenden und unnötigen Satzverlust startete Näfels besser in den nächsten Umgang. Doch die anfängliche Führung von 4:1 schmolz langsam dahin. Kein Team mochte sich abzusetzen. Immer wieder kam es zum Gleichstand. 7:7, 13:13, 17:17, 21:21 hiess es. Bei den Glarnern waren es Andy Sutter, André Miller und Diagonalspieler Joelsen die für die meisten Punkte sorgten. Die beiden ersten Satzbälle von Lugano beim Stand von 24:22 wehrte Näfels noch ab, doch die dritte Chance nutzten sie. Ein Angriff der Glarner landete klar im Out. So ging auch dieser Satz mit 26:24 an Lugano.
Glarner Dominanz
Mit dem Rücken zur Wand zeigte Näfels im vierten Satz eine sehr konzentrierte Leistung, während Lugano grosse Mühe bekundete. Die Gastgeber machten Fehler über Fehler und waren im Angriff kaum noch erfolgreich. Von Beginn an lagen deshalb die Gäste aus Näfels klar in Führung. Am Ende gewannen die SEAT-Boys den Satz klar und deutlich mit 25:15.
Ein Tie-Break musste wie schon vor einer Woche die Entscheidung bringen. Nach einer Serie von vier Punkten in Folge dank erfolgreichen Blocks lag Lugano beim Seitenwechseln mit 8:5 in Führung. Die rund hundert Zuschauer glaubten jetzt an die Chance ihres Teams und machten in der Halle mächtig Stimmung. Näfels war nicht mehr fähig diesen Rückstand aufzuholen. So sah sich SEAT Volley Näfels nach knapp zwei Stunden Spielzeit dem ersten Matchball gegenüber. Lugano musste nicht viel dazu beitragen, um den wichtigsten Ball des Spiels zu gewinnen. Näfels Angriff misslang und landete im Netz. Damit war die Niederlage des Meisters im Tessin besiegelt. So gross die Freude bei den Einheimischen für diesen nicht unverdienten Sieg war, so gross war der Frust bei den Spielern von Näfels.
Matchtelegramm
Lugano, Palamondo, 24.11.2007
Spieldauer 118 Minuten
Schiedsrichter: Christoffel, Flückiger
Pallavolo Lugano – SEAT Volley Näfels 3:2 (20:25, 25:23,26:24,15:25, 15:12)



























































































