Nach Party folgte Spitzensport
Die SAR C Meisterinnen kommen aus der Waadt und die Meister aus der Region Aargau-Basel. Damit haben sich die Favoriten durchgesetzt. Beide Finalspiele wurden auf recht gutem Niveau ausgetragen und waren spannend und hart umkämpft. Bei einem gelungenen Anlass wurde die Freude am Volleybll perfekt zelebriert und die Siegerinnen und Sieger mit Würde gefeiert.
Um es vorweg zu nehmen, das Abschneiden der beiden Teams aus unserer Region (GSGL) war besser als erwartet. Die Knaben belegten nach einer klaren Niederlage im Kampf um Bronze gegen Genf den vielleicht etwas undankbaren vierten Platz, was aber durchaus besser ist als budgetiert. Und auch die Mädchen zeigten mit zwei Siegen am Sonntag morgen über Solothurn und Wallis viel Moral und ein gesteigertes Selbstvertrauen. Damit durften sie im dritten Spiel gegen die Nordostschweizerinnen gar um einen Top-ten-Platz spielen. Der zehnte Rang ist zweifellos ein gutes Resultat trotz der Niederlage im letzten Spiel.
Knaben hauen schon ganz feste drauf
Das grosse Finale bei den Knaben begann mit einem Paukenschlag. Die Nordostschweizer begannen hoch konzentriert und mit viel Selbstvertrauen. Sie gewannen den ersten Satz klar mit 25:19 und zeigten ein solides, schnelles und freches Spiel dabei. Und anders als noch am Vortag wurde jetzt auch hier jeder Punkt bejubelt. Doch das Startfrenesi machte ab Satz zwei einem eher schwachen Spiel Platz. So dominant die jungen Nordostschweizer zu Beginn waren, so sehr liessen sie sich jetzt durch die immer stärker werdenden Vertreter der Region Aargau-Basel unter Druck setzen. Besonders der zum besten Spieler gewählte Ramon Kasper, ein Name den man sich merken muss, kam nun immer besser ins Spiel und zeigte wuchtige Angriffspunkte am laufenden Band. Der 14-jährige verfügt dank seinen bereits 1.89m, seiner guten Sprungkraft und vor allem dem guten Auge fürs Spiel, bereits über erstaunliche Fähigkeiten. Der Schweiz-Brasilianische Doppelbürger stammt aus Laufenburg, dem selben Ort wo auch die Sutter-Brüder (Andy und Roman) stammen, welche bei Volley Näfels grosse Erfolge feiern konnten. Dank der Leistungssteigerung gewann Aargau-Basel den zweiten mit 25:18. Das war ein grosser Dämpfer für die Nordostschweizer. Konnten sie sich noch einmal aufrappeln für das Tie-Break? Nach anfänglichem Rückstand stellten sie bei sechs Zählern wieder auf Gleichstand. Doch zu mehr reichte es nicht mehr. Mit einem energischen Endspurt zeigten die verdienten Sieger aus der Region Aargau-Basel wer an diesem Turnier das Sagen hat. Bezeichnend dass auch der Matchball zum 15:7 wieder durch Ramon Kasper verwertet wurde. „Ich bin sehr zufrieden und spüre eine grosse Entspannung in diesem Moment“, meinte ein freudestrahlender Trainer René Bürge nach dem Sieg seiner Buben. „Ich hatte noch nie eine derart tolle Mannschaft. Sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und hat dank meinen taktischen und personellen Entscheiden das Turnier mit nur einem Satzverlust gewonnen“, berichtete der Aargauer erfüllt mit viel Stolz. „Das Finale der Burschen war um drei Klassen besser als das Spiel um die Bronze-Medaille“, konstatierte OK-Präsident Ruedi Jakober, welcher es sich nicht nehmen liess, auch selbst ins Turnier einzugreifen und zwar als erfahrener Schiedsrichter.
Tränen der Freude, Tränen des Frusts
Anders als bei den Jungs endete das Mädchenfinale mit einem Fotofinish. Die Romandes aus der Waadt gewannen das Tie-Break mit 15:13. Der letzte Ball löste auch unweigerlich Tränen aus, was zeigt wie gross die Anspannung der jungen Athletinnen gewesen sein muss. Der Grund allerdings war ja zwar nicht der selbe, waren es doch für die Welschen Siegtränen der Freude und bei den Innerschweizerinnen die Tränen des Frusts, derart knapp verloren und sicher auch noch, den Titel aus dem letzten Jahr nicht verteidigt zu haben. Trotzdem war auch dieses Spiel sehr spannend und auf recht hohem Niveau. Es ist erstaunlich, wie gut sich beide Teams schon auf dem Feld bewegen. Da steht einerseits das individuelle Talent, aber auch die Förderung durch sehr professionelle Trainer. So muss der Einstieg ins Volleyball ganz bestimmt viel Spass machen. Dies sagt sich sicher auch die beste aller Spielerinnen des Turniers, die MVP Nicole Eiholzer aus dem Zugerland. Noch nicht mal vierzehn, verfügt sie bereits über fast alles, was eine dereinstige Spitzenspielerin haben muss. „Sie ist jetzt 1.78m gross und kann, laut den Ärzten noch bis sieben Zentimeter wachsen“, berichtet ihre stolze Mutter. Aber auch die Romandes haben bereits ihren jungen Star im Team. Sarah Zerika ist ebenfalls der Dreh- und Angelpunkt und zeigte eine ausserordentlich reife Leistung.
Dank an die Eltern
Was also bei guter Auswahl und gezieltem Training alles möglich ist, zeigte dieses perfekt organisierte und reibungslos abgewickelte Turnier sehr gut. Das Wichtigste scheint aber aufgrund der Distanzen zwischen Wohnort und den regionalen Trainingszentren die Unterstützung der Eltern. Ohne sie verkümmert früher oder später jedes noch so grosse Talent. Und so galt denn auch der Dank von Glaronia und Volley Näfels, als Organisatoren dieser Meisterschaft unter Swiss Volley, den vielen anwesenden Eltern, welche keine Zeit und Kosten scheuen um ihre Kids zu fördern und damit letztlich auch der Gesellschaft einen grossen Dienst erweisen.



























































































