Samstag, 9. Dezember 2006; 23:30
Allgemein

Nach knappem Sieg folgt nun Cupfight gegen Münchenbuchsee

Von: Rolando K. Küng

Der Verlauf des Spiels gegen den TV Amriswil mit dem knappen aber letztlich doch verdienten Sieg gibt viel Mumm für das sonntägliche Spiel im Pax Volley Cup gegen Münchenbuchsee

 

 

Erwartungsgemäss besiegten die Berner in ihrem Auswärtsspiel am Samstag den noch punktelosen VBC Meyrin-Genf mit 3:0. Nimmt man die Satzresultate, so war dieses Spiel bestensfalls ein Warmlaufen für den Cupfight gegen den Leader der NLA. Aber für das Selbstvertrauen ist ein solcher Sieg allemal gut und ausserdem empfängt man ja als Unterklassiger den Vertreter der Swiss Volley Superleague (NLA) in den Achtelfinals noch zuhause. So muss also durchaus nicht unbedingt mit einem Massaker gerechnet werden, wie dies der Korrespondent auf der site des VBC Münchenbuchsee etwas gar schwarz sieht, obwohl mit David Wenger (Beach Partner von Philip Gabathuler) ein Schlüsselspieler wegen seines 1. Trainingslagers in Australien, für dieses wichtige Spiel fehlt.

Cupspiele haben immer ihre eigenen Regeln, es geht in jedem Fight ums Überleben. "Wir werden dieses Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen," meint denn auch Näfels-Trainer Juan Manuel Serramalera. "Jedesmal wenn du den Spielern das Gefühl gibst, das Spiel sei schon vor Anpfiff im Sack, gibt es ein schlechtes Spiel." Er habe sich jedesmal schlecht und unmotiviert gefühlt als Spieler, wenn alle vom Gegner sagten, dass dieser viel schwächer sei. So will er denn getreu der Devise "never change a winning team" mit der absoluten Top-Garnitur antreten um von Beginn an zu zeigen, dass SEAT Volley Näfels auf jeden Fall den Sieg will.

 

Die Näfelser haben eine sehr harte Trainingswoche in den Beinen


Wirkten die Spieler um Captain Rafa gegen Amriswil zu Beginn mehr als stumpf und irgendwie abwesend, so hat das vielleicht auch eine Erklärung. Mittelblocker Sämi Büschi sagt: "Wir haben eine der intensivsten Trainingswochen hinter uns überhaupt. Zur Zeit sind wir alle recht müde." Dies hat man im Spiel gegen Amriswil auch gesehen, aber wenn diese Verfassung dann doch noch oder trotzdem zum Sieg reicht und dann erst noch nach 1:2 Satzrückstand, dann ist das bestimmt gut für die Moral.

Näfels hat ja eigentlich ohnehin keinen Grund an sich zu zweifeln, kann man doch über den bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden sein. Die 06/07-er Ausgabe von SEAT Volley Näfels beweist je länger je mehr Standfestigkeit und Winnermentalität. Dank der Fähigkeit jedes einzelnen Spielers und des immer besser funktionierenden Kollektivs, darf ein Sieg in diesem Spiel erwartet werden. Alles andere wäre eine Überraschung welche für grössere Schlagzeilen sorgen dürfte.

Dass dies nicht so kommt, dafür will der Trainer sorgen indem er seine Jungs so vorbereitet und aufs Spiel einstellt, wie wenn es gegen die Besten aus der NLA gehen würde.