Nach hochspannendem Spiel macht Volley Näfels den Halbfinal perfekt
Beim Viertelfinal gegen Lausanne UC strapazieren die Näfelser Volleyballer nicht nur die eigenen Nerven, sie lassen auch die Fans, Trainer und Verantwortlichen fast zwei Stunden bangen, bis das Halbfinal-Ticket gelöst ist.
Die Ausgangslage beim entscheidenden zweiten Spiel im Playoff-Viertelfinal war für Näfels ideal. Nach dem klaren Sieg am letzten Mittwoch, brauchte es zwei Sätze für den Halbfinal-Einzug gegen Amriswil. Der erste Satz verlief mit einer 13:6 Führung ganz nach dem Gusto der Glarner, während LUC Coach Gallesio bereits sein zweites Timeout nahm. Danach drehte das Momentum. Näfels Annahme konnte die Services von LUC-Zuspieler Egger nicht kontrollieren, kassierte sechs Punkte in Folge. Erst das Time-out von Verdi beendete die Mini-Krise der Näfelser. Danach setzten sie die Gäste wieder unter Druck und sicherten sich den Satz mit 25:21. Der zweite Umgag war bis Satzmitte spannend und ausgeglichen. Dann aber setzte sich Lausanne dank seines effizienten Angriffsspiels und einer Fehlerserie von Näfels ab und gewann 25:20. Auch zu Beginn des dritten Satzes waren die Gäste das Team mit der deutlich besseren Durchschlagskraft. Näfels Captain Risto Nikolov sagte dazu: «LUC spielte heute vor allem im zweiten und dritten Satz ausgezeichnet, das war ein anderer Level als bisher.» Bis Satzmitte rannte Näfels ständig einem Rückstand nach.
LUC als Partykiller
Was die beiden Teams danach boten, war Spannung in Perfektion, verbunden mit einem Wechselbad der Gefühle. 24:21 führte Näfels und hatte damit drei Satzbälle und Chancen, sich das Halbfinal-Ticket zu sichern. Daraus wurde nichts, da die zittrigen Angriffe der Glarner von der LUC-Abwehr unschädlich gemacht wurden. Weitere drei Satzbälle für Näfels folgten, wurden aber von LUC souverän abgewehrt. Zum Schluss war Lausannes Topscorer Rodriguez mit einem Block und mit einem Servicewinner der vorläufige Partykiller für Näfels. Der Satz ging mit 30:28 an die Gäste.
Kraft trotz Satzverlust getankt
Spätestens jetzt kamen bei vielen Anwesenden Erinnerungen an das letzte Jahr auf, als Näfels nach perfekter Ausgangslage im Viertelfinal ausschied. Doch diesmal liess sich Näfels nicht unterkriegen und dominierte den vierten Satz klar und gewann ihn mit 25:16. Libero Jonas Peter dazu: «Den engen dritten Satz verloren wir in der Verlängerung, obwohl wir ans Limit gingen. Doch diesen Schwung konnten wir in den vierten Satz mitnehmen. Dies freute mich in diesem Spiel besonders.»
Risto lobt den siebten Mann
Damit war der Halbfinaleinzug geschafft und die Stimmung in der Halle grandios. Alle Spieler eilten aufs Spielfeld und umarmten sich. Es war der stimmungsvolle Höhepunkt eines richtig attraktiven und hochspannenden Spiels. «Die Stimmung und Unterstützung durch das Publikum war super – das war unser siebter Spieler», sagte ein überaus glücklicher Captain Nikolov. Und auch das angespannte Gesicht von Teammanager Ivan Bedrac verwandelte sich in ein Smile.
Lob des Gegners
Das Tie-Break, welches noch über den Sieg in diesem Spiel entscheiden musste, wurde zur nebensächlichen Zugabe mit dem besseren Ende für Näfels. Dabei trugen einige Ersatzspieler massgeblich zum Gewinn des Entscheidungssatzes mit 15:12 bei.
Es war der fünfte Sieg im fünften Spiel gegen Lausanne in dieser Saison. Zur Frage, weshalb sie gegen die Glarner stets scheiterten, meinte LUC Captain Ineichen: «Näfels hat viele erfahrene Spieler, spielte in wichtigen Momenten mit Finten und Block-outs intelligenter, während wir vor allem draufhauten.» Coach Verdi, überglücklich und sichtlich berührt, erklärte das Wellental seines Teams damit: «Wir legten zu viel Wert darauf, zwei Sätze zu gewinnen. Am Ende des dritten Satzes gelang es uns nicht mehr zu punkten, während Lausanne stark spielte. Ab dem vierten Satz zeigten wir wieder unser bestes Gesicht, spielten besser als LUC, entsprechend geht das Ergebnis in Ordnung.»
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Matchtelegramm
Volley Näfels – Lausanne UC: 3:2 (25:21, 20:25, 28:30, 25:16, 15:12)
Lintharena, Näfels.-Spieldauer: 118 Minuten.
Schiedsrichter: Sikanjic, Auricht
Volley Näfels:
Startformation: Chancy (Passeur,3 Punkte), Nikolov (Captain, 11), Peter (Libero), Corzo (24), Giustiniano (17), Broch 11, Campbell (12)
Einwechslungen: Schwitter, Schmid, Bogdanovski, Bartholet (4)
Headcoach: Ignacio Verdi
Assistant Coach: Álvaro Jurado
Lausanne UC
Startformation: Egger (Passeur, 3), Favre (Libero), Montavon (13), Rodriguez (19), Matheney 17), Bayet (6), Pinto (18)
Einwechslungen: Kunz
Headcoach: Gallesio Lorenzo

Volley Näfels-Lausanne UC: 3:2 (25:21, 20:25, 28:30, 25:16, 15:12)

Connor Campbell taute unter den Augen seiner Eltern und Grosseltern richtig auf

Die LUC-Angreifer, wie hier Monatavon, zeigten sich sehr stark

Nach vier Sätzen gibt es die Erlösung - Coach und Captain freuen sich übers Halbfinalticket

Das ganze Team feiert den Sieg im Playoff-Viertelfinal mitten im Spiel

Libero Jonas Peter wird als Best Player ausgezeichnet

Mathias Corzo war der beste Punktesammler des Spiels

Captain Risto Nikolov eröffnet die Ziehung der Powerlose

So sehen Sieger aus – die Halbfinalisten aus Näfels


























































































