Dienstag, 9. Oktober 2012; 10:53
NLA

Nach Doppelwochenende folgt Englische Woche für Volley Näfels

Von: Rolando K. Küng und Köbi Hefti

Volley Näfels fährt mit viel Selbstvertrauen nach den drei Startsiegen zum Schweizer Meister Chênois nach Genf. Anders als die Glarner erwischten die Genfer einen veritablen Fehlstart mit zwei Niederlagen in Folge. Zu allem Übel verletzte sich nach Carlos Guerra nun auch noch Gustavo Meyer.


Captain Büsser war nach dem Sieg in Amriswil trotz Punktverlust sichtlich zufrieden:  „So wie wir hier begonnen haben und 0:2 in Rückstand gerieten, haben wir nicht einen Punkt verloren, sondern zwei Punkte gewonnen.“ Auch Coach Pedro Carolino äusserte sich nach dem Spiel positiv: „Amriswil war ein starker Gegner. Zu Beginn spielten wir zwar schlecht, machten viele Fehler, doch nach der Pause erwachte die Mannschaft und die Umstellungen im Team zeigten Wirkung.“ So gewann Näfels dank einer kämpferischen Mannschaftsleistung gegen ein Amriswil, das am Ende im Kopf müde wirkte und statt mit Köpfchen nur noch mit viel Kraft spielte und sich so selber in die Niederlage schickte.


Grosse Sorgen bei Chênois

Einen derart verhaltenen Start wie am Sonntag kann sich Volley Näfels im heutigen Spiel in Genf gegen CS Chênois nicht erlauben. In diesem Spiel beim Meister, welches wegen der Einsätze beider Teams in den Europäischen Klubwettbewerben vorgezogen wurde, muss Näfels von Beginn an jenes Feuer entzünden, welches die Glarner in Amriswil erst nach der Pause entfachten.   

Für die Romands kommt dieses Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer jedoch im dümmsten Moment. Ausgerechnet jetzt fällt auch noch Gustavo Meyer aus, nachdem Carlos Guerra verletzungsbedingt schon seit dem Saisonstart fehlt. Chênois' Trainer Mehmet Yilmaz ist in dieser Situation nicht zu beneiden. Ganz anders sieht die Lage bei Volley Näfels aus. Spielertrainer Dalibor Polak kann aus dem Vollen schöpfen, ausser Nico Beeler sind alle Spieler fit. Mit dem etwas glücklichen, aber nicht minder wichtigen Sieg gegen Volley Amriswil, ist zudem das Selbstvertrauen der ganzen Mannschaft noch einmal gewachsen.

 

Toni Kankaanpää weckt alte Erinnerungen

Klar harmoniert auch das Näfelser Spiel phasenweise noch nicht ideal, trotzdem haben aber die Neuzuzüge Ugi Ilic und vor allem Toni Kankaanpää schon gezeigt, dass sie für diese Mannschaft eine echte Verstärkung sind.

Der Finne ist überall stark und klar der beste Annahmespieler in Näfelser Diensten seit vielen Jahren und dem Wegzug von Rafa Lins. Seither hatten die Glarner keinen  derart kompletten Spieler mehr in Annahme und Angriff. Der Finne zeigte bisher sehr überzeugende Leistungen und liess auch seine Leaderqualitäten aufblitzen. Diese Einschätzung soll dem Können des sprunggewaltigen Zlatko Pulko keinen Abbruch tun. Aber so gut diese beiden Annahmespieler auch sind, es fehlt dem Team, über kurz oder lang, ein weiterer Athlet auf dieser Position.

So gut die Ausgangslage für einen weiteren Sieg auch ist, ein Chênois Genf darf niemals, schon gar nicht zuhause, unterschätzt werden. Das Ziel der Polak-Truppe muss ein Sieg sein. Es wäre der erste Sieg gegen die Genfer seit dem Play-off Final vor anderthalb Jahren.

  

CS Chênois VB - Volley Näfels  

10. Oktober 2012, 20:00

Centre Sportif Sous-Moulin, Thônex

 

1. SR: Stanisic Sascha

2. SR: Pfister Matthias