Nach dem tollen Europacup-Auftritt wartet das schwierige Meisterschaftsspiel gegen Schönenwerd auf Näfels
Nach dem sehr guten Auftritt von Biogas Volley Näfels am Donnerstagabend gegen Dynamo Apeldoorn empfängt es heute in der 6. Runde der Meisterschaft den TV Schönenwerd. Die spannende Frage ist, ob Näfels an die Leistung anknüpfen kann oder noch die Müdigkeit n den Knochen spürt.
“Ich bin sehr stolz auf unser Team und unsere Leistung, die wir gegen Apeldoorn zeigten. Vieles machten wir richtig, doch unglücklicherweise lief das Spiel am Ende nicht zu unseren Gunsten“, blickt Captain Dan Alexander zurück auf das CEV-Highlight. In der Tat war es ein starkes Spiel von Näfels. „Das war echtes Volleyball auf gutem europäischem Niveau“, würdigt auch Trainer Dalibor Polak, ergänzt dann aber traurig: „Es ist sehr schade, dass wir ausgeschieden sind, das wäre gut für uns, aber auch für das Volleyball der Schweiz gewesen.“
Hervorragender Auftritt
Das ganze Team überzeugte. Die Annahme rund um Libero Manuel Sutter zeigte sich verbessert, die Angreifer mutig und frech. Die Block- und Feld-Verteidigung wartete oft an der richtigen Stelle und wehrte viele Bälle ab. Dazu zeigte Passeur Gygli, dass er im vergangen Jahr sehr aufmerksam war und sehr viel von Denis Milanez lernte. Immer wieder setzte er seine Angreifer perfekt ein, so dass diese hauptsächlich über die Aussenpositionen glänzen konnten. So überrascht es nicht, dass Pulko erneut als bester Spieler ausgezeichnet wurde. Aber auch Kyle Friend spielte grundsolide, machte kaum Fehler und war der Hauptverantwortliche, dass Näfels den ersten Satz nach klarem Rückstand noch drehen konnte. Auch Marko Vukasinovic setzte viele Glanzpunkte, war aber auch verantwortliche für einige Punktverluste. Die Mittelangreifer gefielen gut, bekamen aber nicht sehr viele Bälle. Ehrat, Alexander und Ilic aber bewiesen, dass sie auch schwierige Bälle verwerten können.
Teammanager Ruedi Gygli zieht auch eine positive Bilanz: „Es war ein hervorragender Auftritt, sowohl kämpferisch, einstellungsmässig und auch vom Level.“ Einen Wermutstropfen gibt es aber doch, kamen doch nur gut 400 Zuschauer in die Halle, um dieses Spektakel zu verfolgen. Immerhin, die Anwesenden sorgten für eine tolle Stimmung.
Wer ist nach dem Europacup-Einsatz frischer?
Im Hinblick auf das Spiel gegen den TV Schönenwerd von heute Abend stellt sich die Frage, wie frisch Näfels körperlich sein wird. „Das Spiel wirkt sicher noch in den Knochen. Wir haben uns aber drei Monate intensiv auf diese Phase vorbereitet und einen guten Job gemacht. Dies wird sich jetzt hoffentlich auszahlen“, äussert sich Marco Gygli zuversichtlich. Trainer Polak nahm nach dem harten Spiel ebenfalls Rücksicht und schonte seine Stamm-Spieler am Freitag, konzentrierte sich auf Video-Analysen.
Marco Gygli meint, dass die Erholung auf der mentalen Seite aber noch wichtiger sei. In dieser Beziehung ist die Ausgangslage für beide Teams dieselbe. Schönenwerd hat diese Woche in Griechenland ebenfalls Europacup gespielt und den Golden Set auch verloren. Marco Gygli ist verhalten zuversichtlich: „Für uns ist es wichtig, dass wir wissen auf diesem hohem Niveau spielen zu können. Es wird entscheidend sein, dies im Meisterschaftsalltag zu bestätigen. Dazu haben gute Ersatzspieler, die zeigen wollen, dass sie in die Stammmannschaft gehören.“
Auch der Teammanager Ruedi Gygli ist sich nicht sicher, wie sein Team reagieren wird und blickt voraus: „Das ist eine schwierige Situation. Das Spiel zehrte an Kräften und Nerven. Es wäre schön, wenn der Schwung mitgenommen werden könnte und ein Sieg gegen Schönenwerd resultiert, aber es könnte auch das Gegenteil eintreffen.“
Biogas Volley Näfels – TV Schönenwerd
Linthhalle SGU, Näfels, Samstag, 22. November 2014, 18:00 h



























































































