Nach Anlaufschwierigkeiten gewinnt Biogas Volley Näfels das Derby in Amriswil mit 3:0
Nach einem hart umkämpften ersten Satz, den Näfels mit einer kämpferischen Aufholjagd in der Verlängerung doch noch gewann, fand die Polak-Truppe besser ins Spiel. Biogas Volley Näfels gewann ohne zu brillieren auch die Sätze zwei und drei und damit das Spiel mit 3:0.
Die Vorzeichen für das Derby in Amriswil waren für Biogas Volley Näfels nicht besonders gut, musste doch Diagonalangreifer Dean Bittner krank zuhause bleiben. An seiner Stelle kam Fabian Martinez zum Einsatz. Zudem fehlten auch die beiden Joner Luca Beeler - er fällt bis Ende Saison verletzt aus - und Gian-Reto Riedi. Der Spielraum für Trainer Polak war deshalb sehr klein.
Der Auftakt gestaltete sich für Näfels schwierig. Die Annahmen waren ungenügend, so dass Näfels rasch 3:8 ins Hintertreffen geriet. Amriswil nutzte seine Chancen konsequent. Dank starker Services von Pulko, welche Amriswils Annahme nicht parieren konnte, gelang es Näfels innert kurzer Zeit den 5-Punkte-Rüchstand wettzumachen. 11:12 hiess es auf der Anzeigetafel. Doch auch Näfels Annahme war alles andere als sattelfest. So konnte Amriswil immer wieder kontern und lag deshalb bis kurz vor Satzende immer leicht vorn. Je näher das Satzende kam, umso besser fand Näfels sein Spiel. Mit einem erfolgreichen Block nutzte Näfels seinen vierten Satzball und gewann den Satz mit 28:26 denkbar knapp. Während des ganzen Satzes war Näfels bis zum 23:23 nie Führung, doch am Ende reichte die erstmalige Zweipunkte-Führung zum glücklichen Satzgewinn.
Näfels zeigte Herz
Im zweiten Umgang nutzte Näfels den Schwung des gewonnenen Startsatzes, ging mit 8:4 in Führung. Amriswil gelang in dieser Phase nicht viel wunschgemäss. Nach dem Timeout beim Stand von 8:4 reagierten die Platzherren. Topscorer Renovica setzte Näfels mit seinen Services und seinen Angriffen einige Glanzlichter. Der Vorsprung von Näfels schmolz bis zum 16:14. Aber die Polak-Truppe liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil, Biogas Volley Näfels zeigte Herz und kämpfte um jeden Ball. Immer wieder konnten Amriswil Angriffe abgewehrt und im Gegenzug zu Punkten verwertet werden. Dazu servierte Näfels immer besser. Erst eine Serie von vier Fehlern in Folge erlaubte es den Platzherren, auf 20:21 zu verkürzen. Doch zu mehr reichte es nicht. Den dritten Satzball verwertete Fabian Martinez mit einem Angriff, der vom gegnerischen Block ins Out ging, zum vorentscheidenden 25:23 Satzgewinn.
Amriswiler Aufholjagd
Zu Beginn des dritten Satzes war die Moral der Amriswiler am Boden. Näfels zog locker auf 8:2 davon. Amriswil Trainer Bettello reagierte darauf mit dem Passeurwechsel. Er brachte Altmeister Marco Bär. Und mit ihm fand Amriswil neue Energie und Ideen. Obwohl Näfels nun dank Fabian Martinez, dem besten Näfelser Angreifer, aber auch allen anderen Offensivkräften viele sehenswerte Punkte erspielte, war nach einer weiteren Serie von unkonzentrierten Aktionen der der klare Vorsprung von 18:13 verspielt. Es stand 19:19. Der Speaker war ganz begeistert und vermeldete: „Wir sind zurück im Spiel“. Doch wie schon in den beiden ersten Sätzen bewies Näfels gegen Satzende, dass es im entscheidenden Moment kämpferisch zulegen und seine Stärke gekonnt ausspielen kann. Und wie schon die beiden ersten Sätze, scorte wieder Fabian Martinez den letzten und entscheidenden Punkt. Der Satz ging doch noch ohne Zittern mit 25:22 an Näfels.
Biogas Volley Näfels hat dieses Zitterspiel dank guter Services, guter Einstellung und einer Steigerung in der Annahme verdient gewonnen. Dazu überzeugte Martinez, der Bittner mehr als nur ersetzte und sehr stark auftrat, viel Mut bewies und seine beste Partie bei Näfels ablieferte. „Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben, nachdem wir doch Anlaufschwierigkeiten hatten“, meinte er mit strahlendem Gesicht. Trotz des letztlich klaren 3:0 Sieges war es aber noch nicht jener überzeugende Auftritt, den man vom besten Näfels dieser Saison kennt. Polak zeigte sich trotz dessen zufrieden und sagte: „Wir haben den Druck von Amriswil erwartet und haben standgehalten“. Captain Büsser war ebenfalls happy: „Gut, dass wir dieses Spiel erfolgreich über die Runde brachten, da doch einige Spieler gesundheitlich angeschlagen sind. Ich bin froh, dass Fabian Martinez Dean Bittner so gut ersetzt hat.“
Matchtelegramm
Sporthalle Tellenfeld, Amriswil, 26. Februar, 19:00 Uhr
SR: Wiederkehr Michael, Faye-Altenbach Christina
Spieldauer 84 Minuten
Zuschauer: 200
Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels 0:3 (26:28, 23:25, 22:25)
Volley Amriswil:
Startformation: Perler (Passeur, Captain), Rasing (Libero), Renovica, Walzer, Brühwiler, Trevisan, Ljubicic
Bär (Passeur), Wetzel, Schläpfer
Trainer: Dario Bettello
Biogas Volley Näfels:
Milanez (Passeur), Sutter (Libero), Pulko, Alexander, Nico Beeler, Ehrat, Martinez;
Büsser (Captain), Gygli (Passeur)
Abwesend (krank): Dean Bittner
Trainer: Dalibor Polak



























































































