Münsingen überrumpelt Näfels
Im ersten Playoff-Spiel hatte Näfels Münsingen im Sack. Im gestrigen Rückspiel gabs für die Näfelser nurmehr hartes Brot: Ohne Rhythmus und Leben im Spiel gehen die Glarner mit 3:0 (25:22, 29:27, 25:16) unter.
Die Münsinger Volleyballer sind unter der neuen Leitung von Bonaria und Guerra als Team zusammengewachsen. Als ruhiger Pol an der Seitenlinie gelingt es Bonaria, aus dem Team das Optimun herauszuholen. Er forderte denn auch im Vorfeld, dass das Team sich zusammenreisst.Nach einem aus Näfelser Sicht guten Spielstart münzen die Münsinger ihren Rückstand aber bald in eine 4:2-Führung um. Kurz darauf muss Bruno das Spielfeld wegen Muskelbeschwerden verlassen, Fabian Brander übernimmt seine Position. Und obwohl die Carvalho-Boys in der Annahme eine gute Figur machen, schaffen sie es nicht, dem Gegner die geretteten Bälle um die Ohren zu smashen.Bis zum Stand von 16:16 bleibt der erste Satz noch offen. Nach einer Serie von sechs Punkten scheint der Mist geführt. Münsingen behält dann auch die Nerven und entscheidet den ersten Satz mit 25:22 für sich. Auffallend im ersten Satz vor allem der Münsinger Salgado, der fast an jedem Punkt beteiligt ist.
Näfels verweigert Geschenke
In Satz zwei schienen sich die Näfelser dann gefangen zu haben: Bis zum ersten Time-out beim Stand von 8:6 liegen die Vorteile auf Seiten der Glarner. Sie können sogar noch leicht zulegen und führen zwischenzeitlich mit 11:8. Münsingen reisst sich im Anschluss zusammen und gleicht zum 14:14 aus.
Bis zum Ende des zweiten Satzes kann sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen. Und obwohl die netten Münsinger den Näfelsern immer wieder haufenweise Geschenke machen – so zum Beispiel sechs Fehler in kürzester Zeit bis zum Stand von 21:18 zu Gunsten von Näfels -, schlugen die Glarner keinen Profit daraus. Zu wenig Rhythmus, zu wenig Leben prägen das Näfelser Spiel.
So erstaunt es auch wenig, dass Münsingen auch den zweiten Satz für sich entscheidet. Schade nur, dass die Näfelser aus ihren drei Satzbällen keinen verwerten. Stattdessen revanchieren sie sich bei den Aaretalern: Diese entscheiden Satz zwei nach einem Näfelser Angriffsfehler ebenfalls für sich, und zwar mit 29:27.
Bringt Satz drei die Wende?
Im dritten Satz verschlimmern sich die Krankheitssymptome der Näfelser: In kürzester Zeit liegen sie bereits 0:5 zurück, die Mannschaft scheint bereits resigniert zu haben. Münsingen zeigt aber kein Mitleid mehr und trägt die klare Führung nach Hause. 25:16 endete daher auch der kurze dritte Satz zu Gunsten der Münsinger.
«Bruno hat der Mannschaft sicher gefehlt. Das war aber nicht die Entscheidung», findet der Näfelser Trainer Leo Carvalho nach dem Spiel. «Wir konnten die Münsinger, die 'full power' gespielt haben, mit unserem Block einfach nicht stoppen.» Auf den Punkt bringt es Sämi Büschi, ehemaliger Näfelser Söldner: «Münsingen war konzentrierter als Näfels, hat gut serviert und seine Chancen genützt, wenn es welche hatte.» Näfels hat in diesem Spiel als Kollektiv klar versagt. Zu viele Spieler blieben unter ihrer Form, jeglicher Kampfgeist in der Mannschaft fehlte und die Angriffseffizienz war übers Spiel gesehen unbefriedigend und auch die Services überzeugten nicht.
Swica Volley Münsingen – Seat Volley Näfels 3:0 (25:22, 29:27, 25:16)
Schlossmatte Münsingen – Spieldauer: 83 Minuten – 200 Zuschauer – SR: El Assad, Hefti
Münsingen: Joslin (Passeur), Guerra (Captain), Morgenthaler (Libero), Kertai, Augsburger, Büschi; Weingart.
Näfels: Bedrac (Passeur, Captain), Werner (Libero), Gaft, Silvio, Roman Sutter, Klassen, Bruno; Brander, Tchello.



























































































