Mit Ach und Krach den Ausgleich geschafft
Nach starkem Beginn war Seat Volley Näfels im gestrigen zweiten Playout-Spiel zum Schluss auf die Fehler Luganos angewiesen, um einen knappen 3:2-Auswärtssieg zu landen und damit die Best-of-5-Serie auszugleichen.
Während der Schweizer Fussball-Nationalcoach Köbi Kuhn im Tor mit Diego Benaglio der Jugend eine Chance gab, setzte Näfels-Trainer Edwin Benne gestern auf die Karte Routine. Er zog den zwar nur wenig älteren, aber doch deutlich erfahreneren Ivan Bedrac (23) dem erst 20-jährigen Marco Gygli vor. Damit hatte also auch der Holländer seinen Personalentscheid gefällt – jedoch nicht definitiv, wie sich später herausstellen sollte.
Ein Start nach Mass
Die Gäste aus Näfels traten in den ersten beiden Sätzen so auf, wie es sich die Vereinsleitung eigentlich die ganze Saison über gewünscht hatte. Block, Annahme und Angriffsspiel funktionierten einwandfrei, vermochten phasenweise gar zu entzücken. Heraus stach vor allem Miller, der in der Mitte offensiv wie defensiv überzeugte. Durchgang eins war mit 25:18 schnell gegessen. Durchgang zwei verlief zwar gegen Ende etwas zäh, konnte mit 25:23 aber ebenfalls ins Trockene gebracht werden.
Aber anstatt den Sack jetzt zuzumachen, kamen die Näfelser Mitte des dritten Satzes urplötzlich vom Pfad ab. Die Pässe wurden ungenau, die Angreifer deshalb Opfer des gegnerischen Blocks. Aber auch so hätten die Glarner letztlich das bessere Ende für sich behalten müssen. Mit zwei vergebenen Angriffen ermöglichten sie jedoch den Satzanschluss.
Die Augen sprachen Bände
Während die Näfelser bisher mehrheitlich in Führung gelegen hatten, war es nun Lugano, das vorlegte. Daran änderte auch Bennes Wechsel auf der Zuspielposition nichts. Gygli brachte keine neuen Impulse, stattdessen wurden die Fragezeichen in den Augen der Näfelser, sprich die Anzeichen der Verunsicherung immer deutlicher. Dass die so wichtige zweite Playout-Partie nicht im Desaster, sondern im ersten Meisterschaftssieg seit dem 18. November (3:2 gegen Martigny) endete, verdankten die Glarner am Ende dem Einbruch des Heimteams. Gerade die zuvor sehr stark aufspielenden Carlao und Decio nahmen ihrem Team zu Beginn des Tie-Breaks mit unnötigen Fehlern den Wind aus den Segeln – sehr zur Erleichterung von Näfels-Manager Ruedi Gygli: «Ein 0:2-Rückstand wäre brutal gewesen. Zum Glück kam es anders, und wir erreichten unser Ziel. Wie der Sieg zu Stande kam, interessiert schon morgen niemanden mehr.»
Lugano – Näfels 2:3 (18:25, 23:25, 27:25, 26:24, 9:15)
Palamondo. – 120 Zuschauer. – Spieldauer: 105 Minuten. – SR: Grieder, Flückiger.
Lugano: Caio, Maino, Decio, Faria, Ruan, Hubner, Romeo, Carlao, Tomasetti, Hofstede, De Tommasi. Coach: Dario Bettello.
Näfels: Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Vinicius, A. Sutter (Captain), R. Sutter, Lastres, Miller, Büschi, Gygli. Coach: Edwin Benne.



























































































