Meisterschaft NLA: Zwei Punkte mehr als die Dragons
Die Best-of-five-Serie muss in fünf Spielen gespielt werden, wie könnte es anders sein? Nach der schwachen Vorstellung in Lugano durch SEAT Volley Näfels, liegt das Momentum nun wieder eher auf der Seite der Dragons. Trotzdem ist nicht anzunehmen, dass Näfels im alles entscheidenden Spiel nicht eine klare Steigerung zeigen wird. Viel Spannung und ein heisses Match ist also angesagt.
Bild: mü-Captain Andy Sutter setzt sich durch. Am Block Luganos Brasilianer Caio und Ruan
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Mannschaft zweimal hintereinander gegen die Dragons verliert,“ diese Aussage von Manager Ruedi Gygli soll Mut machen und ist gleichzeitig wohl eine Aufforderung an jeden seiner Spieler, im fünften und so oder so letzten Spiel, wirklich alles zu geben. Mit dem Heimvorteil und dem treuen Publikum im Rücken sollte es eigentlich möglich sein diese Best-of-five-Serie doch noch mit dem hauchdünnen Vorsprung eines Sieges zu beenden. Dabei spielt ja das Ergebnis überhaupt keine Rolle, es darf also ruhig wieder über fünf Sätze gespielt werden. Einfach der letzte Punkt muss zwingend von einem Näfelser Spieler erzielt werden. Wer ihn macht und wie er zustande kommt spielt auch keine Rolle. „Ich hoffe das Beste für uns und bin auch sehr optimistisch und positiv eingestellt,“ lässt sich Manager Gygli nicht unterkriegen.
Totale Ausgeglichenheit
Blickt man auf die ersten vier Spiele zurück stellt man eine grosse Ausgeglichenheit zwischen Dragons und Leons fest. Beide landeten je einen Auswärts- und Heimsieg. Beiden Teams gelang es Satzrückstände noch in einen Sieg umzuwandeln. Die Tessiner haben im Moment zwar einen Satz mehr gewonnen, liegen aber nach erzielten Punkten mit 13 Zählern im Hintertreffen und landeten ausserdem nie zwei Siege hintereinander. Ganz im Gegensatz zu SEAT Volley Näfels, welches die Spiele 2 und 3 gewinnen konnte und auch in der Quali-Runde im letzten Herbst erfahren durfte wie süss es ist, gar vier Spiele hintereinander und dann erst noch mit 3:0 zu gewinnen. Eigentlich spricht ja fast alles für den noch amtierenden Meister. Aber für dieses eine Spiel zählt nun keine Statistik und kein einziger all der gewonnenen Meistertitel der letzten Jahre. Es ist vielleicht wie der eine Woche später stattfindende Cupfinal. Es gibt nur noch dieses eine Spiel welches darüber entscheidet, ob der momentan ehemalige Branchenprimus dem Abstiegsgespenst endgültig entrinnen kann oder ob sich die Geschichte der letzten Saison wiederholt. Auch da stand mit Pallavolo Lugano der gegen den Abstieg kämpfende Cupfinalist in Bern und unglaublich genug – es war gegen SEAT Volley Näfels! Wie sehr sich doch die Zeiten ändern können. Diesmal könnte es der stolze Triple-Gewinner der letzten Saison sein, welcher also plötzlich gegen den Abstieg kämpfen muss. Gewiss, die Luganesi haben den Ligaerhalt letztendlich gegen Einsiedeln sicher geschafft, aber wer wagt schon eine Prognose für dieses Jahr? Zu hoffen bliebe bei einer Niederlage einzig, dass sich die letztjährige Geschichte auch in der Barrage gegen den NLB-Zweiten wiederholte. Aber sogar diese Barrage müsste ja dann noch zuerst gegen den VBC Martigny erfolgreich verdient werden. In einer Best-of-five-Serie (mit Heimvorteil Näfels) würde dann der direkte Absteiger ermittelt. Wobei dann der Sieger dem Abstieg noch entrinnen kann indem er eben den NLB-Zweiten in die Schranken weist.
Ein Sieg muss her
Lohnt es sich überhaupt seine Gedanken an dieses Szenario zu verschwenden? Bei der Beantwortung dieser Frage muss man leider feststellen, dass die Näfelser Volleyballer gar nicht mehr so weit von ihm entfernt sind. Es sei denn….. Ja, es sei denn die Benne-Truppe schafft mit vereinter Kraft wirklich diesen einen, letzten und wichtigsten Punkt dieser Serie, sei dies nun nach drei, vier oder fünf Sätzen. Ein Sieg muss her und das wissen die Spieler ganz genau. Womit wir wieder einmal bei der leidigen Frage nach dem Umgang mit Druck angelangt wären. Aber lassen wir doch das. Diesmal geht alles gut, SEAT Volley Näfels gewinnt die Serie gegen die Dragons und macht sich dabei das schönste Geschenk gleich selbst. Anstelle von einer oder gar zwei schweren Reisen ins Unterwallis nach Martigny gäbe es einen, vielleicht zwei kleine, nette Spätnachmittagsausflüge ins Luzernische nach Sursee. Frei jeglicher Sorgen und Drucks und damit auch mit viel Freude und Lust unbelastet sein bestes Volleyball zelebrieren zu können.



























































































