Meisterschaft NLA: Wiederaufsteiger Andwil-Arnegg als Punktelieferant?
Am nächsten Sonntag kommt es ab 17.00 Uhr in der linth arena im sgu bereits zum siebten und damit letzten Spiel der ersten Quali-Runde für die Playoffs, welche dann ab Januar gespielt werden. Der VBC Andwil-Arnegg konnte bisher noch nicht gewinnen und dies dürfte auch gegen SEAT Volley Näfels eher schwer werden.
Nach nur einer Saison in der NLA mussten sich die St.Galler aus Andwil-Arnegg wieder aus der höchsten Spielklasse verabschieden um dort 2007 den Wallisern aus Martigny Platz zu machen. Wie hart das Brot in der NLA ist, sahen aber auch sie, denn mittlerweile haben die Fürstenländer den Platz mit den Valaisans wieder getauscht. Die Mannschaft um Captain André Kraft lieferte eine souveräne Vorstellung ab in der NLB und verlor während der ganzen Meisterschaft lediglich zwei Spiele. So wurden sie also mit dem verdienten Wiederaufstieg belohnt. Diese Tatsache lässt den Betrachter feststellen, dass der Unterschied zwischen den beiden höchsten Spielklassen der Schweiz doch sehr gross sein muss. Waren die St.Galler bereits in der Saison 2006/07 auf verlorenem Posten, so scheinen sie es jetzt wieder zu sein. Dazwischen aber, in der Nationalliga B, hatte niemand wirklich eine Chance gegen sie und dies resultierte eben darin, dass sie als Seriensieger mit fast makelloser Bilanz sofort wieder aufsteigen durften.
Abgänge von Trainer und Mannschaftsstützen
Dieser Aufstieg wurde noch unter Trainer Cäsi Fink und unter Mithilfe von Annahmespieler (und ex Beach Volleyball Weltklassespieler) Jefferson Bellaguarda erreicht. Mittlerweile stehen beide dem Landverein nicht mehr zur Verfügung. Auch Sascha Messmer, langjähriger Leistungsträger und Motor, steht nicht mehr in der Mannschaft. Trotzdem bleibt der VBC Andwil-Arnegg seiner Devise treu und bestreitet auch seine zweite NLA-Saison mit Schweizer Spielern fast ausschliesslich aus dem eigenen Dorf oder zumindest aus der näheren Region. So bleibt ein hoher Identifikationsfaktor der Zuschauer mit ihrer Mannschaft garantiert. Und dies wiederum bringt es mit sich, dass die Doppelturnhalle Ebnet im heimischen Andwil immer sehr gut gefüllt ist und das Publikum seine Lieblinge entsprechend heiss und temperamentvoll anfeuert. Dabei spielt es keine Rolle, wenn das Team verlieren sollte. Zu ungleich lang sind die Spiesse ohnehin in der höchsten Spielklasse, so dass die Erwartungen immer realistisch bleiben. Gegen die beiden Traditionsvereine aus Lausanne und Genf und die beiden Nachbarn aus der Ostschweiz, TV Amriswil und SEAT Volley Näfels ist nicht viel zu holen. Ganz andere Budgets, ausländische Spieler und fast professionelle Strukturen stehen im krassen Gegensatz zum eigenen Klub, in welchem jeder nebst dem Spiel noch weitere Aufgaben wahrnimmt. Einserseits um die Kosten tief zu halten und andererseits ganz einfach und nicht zuletzt, weil dies auch den Zusammenhalt im Team und im Klub stärkt. Keiner fühlt sich als Star bei den Fürstenländern aber jeder wirklich seinem Klub verpflichtet. Der Star ist so das Team mit einem ganz tollen Zusammenhalt und man muss es dem Klub hoch anrechnen, nach dem Abenteuer von vor zwei Jahren, trotzdem erneut den Schritt gewagt zu haben, in der Superligue des Schweizer Volleyballs mittun zu wollen.
Gegen Lugano und Sursee nur ganz knapp verloren
Mit Null Punkten und 5:18 Sätzen aus sechs Spielen stehen die St.Galler im Moment zu Buche. Dabei könnten es aber gerade so gut auch vier Punkte sein, denn gegen Lugano und Sursee verlor die Stolz(e)-Truppe jeweils in einem Fotofinish im Tiebreak. Was zeigt wie heimstark sie sind und wieviel Einfluss das gute Publikum auf ihre Leistung haben kann.
SEAT Volley Näfels wird nicht gewillt sein, seinem sonntäglichen Gegner auch nur einen Satz zuzugestehen. Und dies wäre eigentlich auch der Normalfall, ein klarer 3:0-Sieg. Trotzdem dürfen die Spieler um Captain Andy Sutter dieses Match nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eine konzentrierte Leistung braucht es auf jeden Fall, um auch diesen Gegner zu schlagen und damit zwei budgetierte Punkte auch tatsächlich auf das Punktekonto zu buchen. Die weiteren Spiele werden dann wieder schwer genug und Punkte bei weitem nicht so leicht zu holen wie gegen den Aufsteiger. Das grosse Volleyball-Verständnis von Trainer Carvalho ist aber Garant dafür, dass die Näfelser Volleyballer konstant besser werden als Team und ihrem Publikum nicht nur bereits am nächsten Sonntag, sondern auch noch in den nächsten Spielen viel Freude bereiten werden.



























































































