Meisterschaft NLA: Wieder Schweizer Kost für SEAT Volley Näfels
In Genf spielt SEAT Volley Näfels am Samstag gegen den CS Chênois, welcher in Zagreb, ebenfalls im Challenge Cup, eine mindestens ebenso schmerzliche Niederlage kassierte. Mit einem Sieg kann Näfels wieder Vertrauen gewinnen und ausserdem seine Leaderposition verteidigen. Gegen Galina Schaan geht es am Sonntag um die 1/8-Finals im Cup.
Schon seit Beginn der Meisterschaft sieht man klar, dass in der NLA vier Klubs an der Spitze stehen, welche jeder jeden besiegen kann. Der CS Chênois unter Spielertrainer Dritan Cuko liegt zwar vier Punkte hinter Näfels, hat aber ein Spiel weniger gespielt bisher. Der knappe 3:2-Sieg in Glarus lässt vermuten, dass auf die Näfelser Volleyballer in Genf ein hartes Stück Arbeit wartet. Es geht ja jetzt um die direkte Qualifikation für die Playoff-Quali-Runde, welche ab 23. Januar beginnt und noch einmal je vier Heim- und Auswärtsspiele bringen wird bis Mitte März. Direkt qualifiziert ist wer nach dem 9. Januar die Ränge 1-3 belegt. Das wären im Moment Näfels, Amriswil und Chênois. Aber auch Lausanne UC ist da noch mit im Rennen. SEAT Volley Näfels muss nach dem Spiel in Genf noch in Amriswil und im Tessin gegen Pallavolo Lugano antreten. Mit den jetzigen 16 Punkten darf sich die Polak-Truppe noch nicht sicher unter den ersten drei Mannschaften wähnen. Da müssen ganz sicher noch weitere Siege her. Welcher Platz dann am Schluss herausschaut, ist eigentlich egal, denn in der Playoff-Quali-Runde beginnt alles wieder bei Null. Aber um die Zwischenrunde zu umgehen, welche in einer Best-of-three den 4. gegen den 7. und den 5. gegen den 6. antreten lässt, dürfen die Spieler um Captain Gustavo Meyer nun auf keinen Fall nachlassen. Solche Zwischenrunden sind immer sehr gefährlich und bringen in vielen Sportarten immer wieder Überraschungen und frühes Ausscheiden im Kampf um den Titel.
Wehe kommt Chênois in Fahrt
So wie SEAT Volley Näfels bisher in der Meisterschaft aufgetreten ist, dürfen aber alle hoffen, dass sie es in die Top-Drei schaffen. Der CS Chênois hat Volley Amriswil in Genf mit 3:0 besiegt, nur eine Woche später aber gegen Erzrivale LUC im Léman-Derby unerwartet klar mit 0:3 verloren. Volley Näfels seinerseits hat LUC bisher aber noch nicht einmal einen Satzgewinn zugestanden und die vier Punkte auf sein eigenes Konto gebucht. Die Genfer waren seit jeher eine Stimmungsmannschaft. Wenn sie einmal in Fahrt kommen, dann wehe! Trainer Dalibor Polak zeigte als Diagonalspieler gegen Puurs (Be) eine schwache Partie und somit hat der Tscheche für sich selbst und auch gegenüber der Mannschaft etwas gut zu machen. Die Halle Sous-Moulin in Thônex kennt er sehr genau, schliesslich hat er da in der Saison 2000/01 gespielt und wurde damals auch prompt als bester Spieler der Saison ausgezeichnet von Swiss Volley. So ist gerade ihm zuzutrauen, dass er sich vor seinem ehemaligen Heimpublikum zu einer aussergewöhnlichen Leistung hinauftreiben kann und in diesem Sog, seine Mitspieler mitreisst.
Wer wagt eine Prognose?
Wie stark die Glarner auch auswärts aufspielen können, zumindest auf nationalem Parkett, haben sie gegen Lausanne UC vor zwei Wochen eindrücklich gezeigt. Der CS Chênois ist diesen Beweis noch schuldig, hat er doch die beiden Spiele gegen Spitzenklubs verloren. (Näfels und LUC) Aber das spielt am Samstag keine Rolle, denn da sind es die Romands, welche vor eigenem Publikum aufspielen können. Eine Prognose zu wagen ist schwierig, ausser einem Unentschieden kann es jedes Resultat geben.
Im Cup gegen den B-Leader
Nicht so am Sonntag im Spiel um den PAX Volley Cup. Da tritt Näfels in den Achtelfinals im Fürstentum Liechtenstein gegen Galina Schaan an. Wohl stehen die B-Ligisten in der Tabelle der Ostgruppe an der Spitze, aber wie gross der Unterschied in der Schweiz zwischen der NLA und der zweithöchsten Spielklasse ist, sieht man fast jedes Jahr beim Aufsteiger. Die Beispiele aus jüngster Zeit mit Andwil-Arnegg und Martigny sind dem Kenner der Volleyballszene bestimmt noch in wacher Erinnerung.
Vor zwei Jahren standen sich diese beiden Klubs ebenfalls gegenüber. Damals war es das Halbfinale und der klare 3:0-Sieg brachte SEAT Volley Näfels in den Cup-Final nach Bern gegen Lausanne UC. Gerade recht, dass der sonntägliche Cupgegner nicht schon wieder ein schwerer Brocken ist, denn die Fahrt diagonal durch die Schweiz spätnachts dürfte es mit sich bringen, dass vielleicht der eine oder andere Näfelser-Spieler noch etwas schwere Beine oder einen müden Kopf hat. Allzusehr darf der Leader der NLA ohnehin nicht auf den Klassenunterschied zählen. Denn dieser steht vorderhand nur auf dem Papier und muss auf dem Spielfeld so oder so noch umgesetzt werden. Deshalb tun die Glarner gut, auch diesem Spiel die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Ein Ausrutscher kann sich der Schweizer Branchenprimus im Ländle schlicht nicht leisten.



























































































