Meisterschaft NLA: Wie schön wäre doch ein Sieg
Erzrivale CS Chênois hat bisher sieben Spiele gewonnen und deren vier verloren. Der Heimsieg gegen SEAT Volley Näfels war knapp und hätte auch in einer Niederlage enden können. Aus diesem Spiel ging nicht klar hervor, wer nun wirklich stärker ist. In den letzten zwei Wochen haben die Genfer gleich zweimal überrascht. Einmal beim klaren Auswärtssieg in Amriswil und dann bei den zwei Niederlagen gegen Münsingen in Meisterschaft und Cup. Die Näfelser Volleyballer befinden sich klar im Aufwärtstrend.
Genau wie die Glarner Volleyballer aus Näfels zeigten die Romands eine eher unkonstante Leistung im bisherigen Verlauf der Meisterschaft. Es gab Heimniederlagen gegen Amriswil und Münsingen und Auswärtspleiten gegen LUC und Sursee. Auf der andern Seite besiegten die Genfer aber ausser LUC die selben drei Teams ebenso und zumindest der 3:0 Sieg in Amriswil vor einer Woche war bestimmt die Überraschung der Runde.
Sieg gegen Tabellennachbar?
Aber auch für Gastgeber Näfels wurde die Quali-Runde nach anfänglichem Galopp mit vier 3:0 Siegen ein mehr als zäher Trott. Und genau gegen Chênois bezog die Bolle-Truppe die erste Saisonniederlage. Jetzt aber, wo es mit dem Sieg im Cup gegen Sursee endlich wieder aufwärts geht, kommt diesem Spiel gegen die Romands eine umso grössere Bedeutung zu. Eine erneute Niederlage würde die dünne Schicht an Selbstvertrauen zerbersten lassen wie das Eis eines eben zugefrorenen Sees. Das wäre fatal. Aber vielleicht hat gerade das gute Spiel in Frankreich gegen Toulouse im CEV-Cup trotz der klaren Niederlage den Spielern gezeigt, dass sie ja eigentlich im Stande sind, ganz flottes Volleyball zu spielen. Wenn es gegen den Zweiten der französischen Profiliga bei weitem nicht reicht, kann es gegen Tabellennachbar CS Chênois durchaus gelingen einen Sieg für die Moral und das schmale Punktekonto einzufahren. Das wissen die Spieler ganz genau und der Trainer noch viel besser. „Gelingt es uns den Schwung und die Stimmung aus dem Spiel gegen Toulouse mitzunehmen, haben wir gute Chancen diese Begegnung für uns zu entscheiden,“ meint ein optimistischer Michel Bolle. Er ortet nach wie vor keine Übermannschaft in der NLA, trotz der Siegesserie von Lausanne UC, seinem ehemaligen Klub. So sieht er auch nicht ein, weshalb es nicht gelingen soll den CS Chênois zu schlagen. Gelingt es die beiden Altmeister Jaromir Grün und Dritan Cuko und vor allem den Türken Soner Mezgitci in den Griff zu bekommen, kann sich ein spannendes Spiel mit unbestimmtem Ausgang entwickeln. Dem Heimvorteil kommt ebenfalls eine grosse Bedeutung zu, nicht nur wegen den vielen lautstarken Zuschauern, sondern vor allem und immer wieder wegen der für die Genfer doch ungewohnt niedrigen Halle.
Ein Sieg wäre nicht zuletzt deshalb umso wichtiger weil der Mannschaft um Captain Andy Sutter bisher noch gegen keines der drei Spitzenteams ein solcher gelungen ist. So kommt doch der CS Chênois gerade recht um diese Schranke zu durchbrechen und die Quali-Runde mit lauter Siegen gegen die Erstplatzierten der Rangliste doch noch einigermassen passabel abzuschliessen.
Meisterschaft NLA, Quali-Runde Nr. 12
SEAT Volley Näfels vs CS Chênois, Sonntag 16.12.07 um 17.00 Uhr in der linth arena sgu in Näfels
- SR Christian Nellen
- SR Heinz Tschumi



























































































