Meisterschaft NLA: Vorteil Näfels - Die Kondition
Gleichsam einer sanften Morgenröte, scheint mit dem Näfelser Sieg im dritten Spiel eine leichte Aufwärtstendenz sichtbar zu werden. Damit ist auch der Hufschlag des Abstiegsgespenstes (vorerst) verklungen. Auf jeden Fall stehen jetzt die Dragons aus Lugano unter Druck denn sie müssen ihr nächstes Heimspiel gewinnen. Konditionell sind die Glarner klar stärker und damit kommt auch die spielerische Überlegenheit immer mehr zum Vorschein.
„Im ersten Spiel haben wir uns wohl noch selbst geschlagen, aber mit Fortdauer der Serie bekommt unsere stärkere physische Verfassung immer mehr Gewicht.“ Diese Feststellung macht nicht nur Manager Ruedi Gygli. Auch Dragons-Trainer Bettello bedauert es ausserordentlich, dass sein eigentlich bester Spieler, der Italiener Massimiliano Decio, nur noch dreimal pro Woche trainieren kann. Er ist voll arbeitstätig und deshalb fehlt schlicht die Zeit zu einer besseren Vorbereitung. „Die wäre aber bitter nötig, damit er meiner Mannschaft auch über fünf Sätze helfen könnte,“ meint Dario Bettello, ohne dabei seinen Frust über diese Tatsache zu unterdrücken. Dazu kommt, dass mit dem kurzfristigen Libero-Wechsel auch die Annahme seiner Mannschaft geschwächt war. Ab Satz drei nahmen sich die Näfelser Spieler Tommaso Romeo zur Brust und setzten diesen konstant unter Druck beim Service. Er konnte nicht dagegen halten und sofort kam dadurch auch sein Passeur, der Brasilianer Ruan, zu vermehrter Laufarbeit und schlechteren Pässen. Jetzt stand der Näfelser Block oft wieder goldrichtig und die Zuschauer bekamen mehrere schöne Blockpunkte zu sehen.
Erfolgreiche Angriffe durch die Mitte
Ab Satz drei lieferte auch Captain Andy Sutter wieder eine komplette Leistung ab mit allen Elementen welche zum Volleyball gehören. Es gelang ihm jetzt sein Team mitzureissen. Entscheidend war auch das ab Mitte des dritten Satzes perfekte Zusammenspiel zwischen Passeur Bedrac und Mittelblocker Miller. Auch von ihm sah man jetzt mehrere schöne Angriffspunkte. Durchgang drei zeigte ein Näfels, welches seinen Gegner regelrecht an die Wand spielte. Und oh Wunder, es gelang der Benne Truppe diesmal ohne weiteren Hänger das Ding zum schlussendlich klaren Sieg durchzuziehen. „Nach dem klaren Gewinn des dritten Satzes war ich sehr ruhig. Ich habe gespürt, dass dies die Vorentscheidung gewesen war, eben auch um die kontitionelle Schwäche der Dragons wissend,“ konstatierte Manager Gygli erleichtert.
Trainer Benne zuerst sehr verärgert
„So kann man gar nicht Volleyball spielen, ich hasse es wenn meine Mannschaft sich so präsentiert wie in den ersten beiden Sätzen. Und deshalb hat es in der Pause auch gedonnert,“ kommentiert Trainer Benne den Beginn des Spiels. Er sei aber erfreut über die Reaktion seines Captains und auch von Miller. Und mit dem Vorsprung kam auch die Sicherheit zurück. Da konnte auch der Ausfall von Lastres kompensiert werden, welcher am Bein verletzt dem Brasilianer Joelson Platz machen musste und dieser enttäuschte diesmal nicht und machte zuverlässig seine Punkte. Man kann das auch von ihm durchaus erwarten, aber mit seiner Knieverletzung ist er doch etwas behindert. „Ich bin sehr froh, heute mit meinem nahtlosen Einstieg ins Spiel dem Team echt geholfen zu haben. Statistiken interessieren mich normalerweise nicht so sehr, aber ich bin doch stolz, nun nach langem wieder einmal zwei Siege hintereinander gelandet zu haben.“ Mittelblocker Miller zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden darüber dass ab Satz drei die Angriffe über die Mitte klappten wie am Schnürchen. Warum das nicht immer so laufen könne konnte er ebenso nicht beantworten wie die Frage über den Inhalt des Trainer-Donnerwetter zur Pause. „Ich spreche nicht Deutsch“, meinte er, aber dabei zeigte sich, dass er und die andern Brasilianer des Trainers Mimik und Tonlage sehr wohl zu interpretieren wussten und dies in der Folge, wie alle andern im Spiel umsetzten.
Es winkt ein freies Wochenende
SEAT Volley Näfels hat am Samstag gezeigt, dass sie gegen die Dragons aus Lugano sehr wohl drei Sätze hintereinander zu gewinnen im Stande sind. Und mit der Ruhe und dem Selbstvertrauen aus Spiel drei im Rücken, könnten die Spieler ja nun nahtlos an dieses anknüpfen und sich mit einer feinen Leistung mit Sieg und Abschluss der Serie ein freies Wochenende verschaffen, bevor dann am 23. Februar der Cupfinal in Bern auf sie wartet.



























































































