Meisterschaft NLA: Überragender Carlão schickt SEAT Volley Näfels in die Barrage
Pallavolo Lugano vs SEAT Volley Näfels 3:1 (25:23, 22:25, 25:22, 25:17) SEAT Volley Näfels liefert ein schwaches Spiel ab und verfehlt es damit, den Sack in dieser Serie zuzumachen. Lugano ist gegenüber dem letzten Spiel stark verbessert und gewinnt klar und verdient. Manager Philippe Tomasetti (43) steigt wieder in die Spielerhosen und trägt zum Ausgleich der Serie bei.
Mit dem Gewinn des ersten Satzes durch die Dragons beginnt Spiel vier wieder genau wie auch das letzte begonnen hat. Entgegen den Erwartungen gelingt es den Glarnern nicht, gleich von Anfang an den Tarif durchzugeben. Obwohl es diesmal durchaus zur Führung hätte reichen können, lagen doch die Näfelser mit 18:14 Punkten vorne. Dann aber gelang dem Brasilianer Carlão eine tolle Serie mit starken Services. Durch den grossen Druck kam die Annahme unter dem Diktat von Captain Andy Sutter ins schlingern mit dem Resultat, dass Lugano fünf Punkte in Serie für sich gut schrieb. Aus dem klaren Rückstand wurde so ein hauchdünner Vorsprung. Trotz diesem Rückschlag konterten die Näfelser Volleyballer aber noch einmal und lagen bei 22:21 ihrerseits wieder knapp vorn. Zwei Blockpunkte der Dragons waren aber ausschlaggebend, dass Satz eins letztlich doch, wenn auch ganz knapp, eine Beute der Tessiner wurde.
Altstar Tomasetti zeigt den Jungen wie es geht
Philippe Tomasetti, Jahrgang 1965 (!) ist Bettello’s Antwort auf die in Näfels gezeigte Leistung von Annahmespieler Tommaso Romeo. Der Altstar und Ex-Näfelser machte seine Sache gut und zeigte, dass er immer noch gutes Volleyball spielen kann. Nichts desto trotz dominiert SEAT Volley Näfels auch den zweiten Satz, mit dem grossen Unterschied, dass dieser dann auch gewonnen werden konnte. Trotzdem vermochte die Benne-Truppe auch diesmal einen klaren 20:13 Vorsprung nicht ohne Zittern über die Distanz zu bringen. Es ist oft wie verhext. Eifrigster Punktesammler mit acht Zählern war der Brasilianer Vinicius, welchem es auch beim Service gelang, die Annahme der Dragons unter grossen Druck zu setzen.
Lugano’s Kampfgeist
Der dritte Satz zeigte deutlich, wie gross das Kämpferherz der Luganesi unter der Führung von Decio sein kann. Trotz Valentinstag waren sie überhaupt nicht zum Geschenke verteilen aufgelegt. Fast den ganzen Satz über lagen die Ticinesi mehr oder weniger deutlich vorn. Trainer Benne wurde es aber beim Stand von 14:18 zu bunt und er nahm einige Wechsel vor. Lastres kam für Joelson, Roman Sutter für Büschi und Gygli für Bedrac mit dem Resultat, dass das Näfelser Spiel nun wieder besser wurde. Beim Gleichstand von 22 Punkten steigerten sich aber die Dragons gerade rechtzeitig wieder und brachten den Satz mit drei Punkten in Folge ins Trockene. Näfels machte zwar wenig Eigenfehler, es fehlte aber an der Effizienz im Angriff und des Gegners gutes Blockspiel machte wohl den Unterschied.
Carlão spielt Näfels schwindlig
Nach dem zweiten Satzverlust lagen die Glarner wieder einmal gegen die Dragons im Rückstand und erneut einigermassen weit davon entfernt, noch an diesem Abend den Sack zuzumachen und die Serie abzuschliessen. Ein deutliches Nachlassen unter dem Druck welcher nun wieder aufkam und ein überragender Carlão, einmal mehr er, waren dafür verantwortlich, dass SEAT Volley Näfels im Schlusssatz regelrecht abgefertigt wurde und buchstäblich mit wehenden Fahnen unterging. Diagonalangreifer Decio war zum Schluss erneut ausgepumpt und konnte nicht mehr viel zum Sieg beitragen, aber er hatte bis zum dritten Satz ein gutes Spiel abgeliefert. Gesamthaft war es aber kein sehr gutes Spiel doch die Luganesi haben, mit dem Rücken zur Wand, den Ausgleich geschafft und damit ihren Tifosi wohl das schönste Geschenk am diesjährigen Valentinstag gemacht. Schon am Samstag folgt nun also das letzte und alles entscheidende Spiel im sgu in Näfels.
Palamondo Lugano – 150 Zuschauer – Spieldauer 90 Minuten.
SR1 Philippe Schürmann
SR2 Aleksander Sikanjic
14-Feb-2008
PV Lugano – SEAT Volley Näfels 3:1 (25:23, 22:25, 25:22, 25:17)
Pallavolo Lugano: Ruan (Passeur), Faria (Libero), Caio (Captain), Carlão, Decio, Hübner, Romeo, Hofstede, Tomasetti Philippe, Tomasetti Jeremy, Trainer: Dario Bettello
SEAT Volley Näfels: Bedrac und Gygli (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius, Lastres (verletzt), Trainer: Edwin Benne



























































































