Montag, 23. November 2009; 09:06
Allgemein

Meisterschaft NLA: Tolle Teamleistung von Näfels beim 3:0 Sieg in Lausanne

Von: Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels Lausanne brachte Lausanne UC erneut das Fürchten bei und besiegte die Waadtländer auch im Rückspiel wie schon im Heimspiel mit 3:0. Möglich wurde dies dank einer beeindruckenden Leistungssteigerung im Vergleich zu den beiden letzten Spielen.




Das Spiel am nebligen Genfersee begann mit 20 Minuten Verspätung, da der an gleicher Stätte angesagte NLB- Match LUC II gegen Münchenbuchsee (2:3) länger dauerte als geplant. Diese Planungspanne machte Näfels offensichtlich weniger aus als den Einheimischen. Näfels startete mit einer leicht veränderten Stamm-Sechs als zuletzt. Anstelle von Fabian Brander, spielte Zurgilgen als Annahmespieler. Zwar begannen beide Teams mit einer gewissen Nervosität, aber Näfels fand schnell ins Spiel. Ermöglicht hatte dies Polak mit extrem druckvollen Services zum 9:4. Mit dieser Führung im Rücken, spielte die ganze Polak-Truppe fortan sehr konstant und überzeugte als Team. Die Annhamen waren, sehr stabil, die Effizienz der Angreifer war beeindruckend, die Verteidigung auf der Höhe ihrer Aufgabe und der Service druckvoll und varaintenreich. In der Offensive war zu Beginn allen voran Benetti überzeugend, er nutze jede Chance. Aber auch Meyer und Polak fanden immer besser ins Spiel und bewiesen ihre Klasse immer öfter. Ganz anders LUC. Das Team wirkte verunsichert und etwas kraftlos. Im Team von LUC fanden einzig der ehemalige Näfelser Guerra – er spielte anstelle des an der Schulter verletzten Opota als Diagonalangreifer - und Augsburger ihre Normalform. So war der erste Satz schon sehr früh entschieden.  Einzig ganz am Ende des Satzes gab es etwas zu kritisieren, als Näfels gleich drei Eigenfehler produzierte und deshalb erst den fünften Satzball zum 25: 21 verwerten konnte.

 

Meyer und Polak in Hochform

LUC Coach Dufaux reagierte und stellte als Passeur für den Amerikaner Ptaschinski Tomasetti auf. Diese Massnahme verfehlte die Wirkung nicht. Näfels geriet unter Druck. Die Angriffe bleiben nun vermehrt wirkungslos oder wurden gar mit Killerblocks abgewehrt. LUC führte 8:5. Doch erneut gelang es den Glarnern den Druck zu erhöhen.  Eine Service-Serie von Meyer und Killerblocks trugen Näfels fünf Punkte in Serie und auch erstmals eine etwas klarere Führung von 13:10 ein. In der Zwischenzeit hatte auch der Trick mit dem Passeurwechsel  bei LUC die Wirkung verloren, so dass wieder der Amerikaner auf den Platz zurückkehrte. Aber Lausanne UC zeigte sich in dieser Phase kämpferisch, verteidigte unglaubliche Bälle und glich zum 16:16 aus. Zu mehr reichte es den Studenten aus Lausanne nicht mehr. Nicht zuletzt auch deshalb, weil gegen Satzende der Block von Näfels wie die Wiggiswand vor den Gegnern auftauchte. Vier Punkte resultierten auf diese Weise. Mit einem kräftigen Angriff durch die Mitte beendete Benetti den zweiten Satz zum 25:23.

 

Polaks  Befehl an Zurgilgen

Der dritte Umgang war sehr umstritten. Meist lagen die Einheimischen knapp in Front. 8:7, 16:14 führten sie bei den beiden technischen Time-outs.  Dies erstaunte,  liefen doch Polak und Meyer immer mehr zur Höchstform auf. Ideal eingesetzt von Passeur Gygli, der mit all seinen Annahmespielern sehr zufrieden war, brachten sie Punkt um Punkt ins Trockene. Captain Meyer zeigte erstmals in dieser Saison genau jene Leader-Qualität, die von ihm gefordert und erwartet wird. Vom 16:16 bis zum 23:23 kam es immer wieder zum Gleichstand. Der Satz war auf Messers Schneide und sehr spannend. Benettis Mittelangrif führte zum ersten Matchball. Zurgilgen schritt zum Service. Trainer Polak munterte ihn auf und sagte ihm: "He, beende das Spiel und mach ein Ass". Gesagt – getan.  Der Flatterball konnte von Lausanne nicht kontrolliert werden und flog in die Zuschauerränge. Das Spiel war aus. Der Jubel und die Freude bei Seat Volley Näfels waren nach diesem 3:0 Sieg riesig.

 

 

 

Matchtelegramm

 

SOS 2, Dorigny-Lausanne, 21.11.2009, 17:30

Spieldauer  67 Minuten

Zuschauer: 500    

 

Lausanne Université Club Volleyball - SEAT Volley Näfels 0:3 (21:25, 23:25, 23:25)

 

Gegner: Ptaschinski (Passeur), Reyes (Libero), Wiacek (Captain), Grün, Guerra, Augsburger, Seifert; Tomasetti, Chandon, Schalcher; verletzt: Opota

Coach: Michel Dufaux

 

SEAT Volley Näfels:

Gygli(Passeur), Werner (Libero), Meyer (Captain), Zurgilgen, Benetti, Büsser, Meyer, Polak;  Brander Fabian

Speiletrainer: Dalibor Polak, Coach: Manfred Müller

 

1.SR:  Hottiger

2.SR:  Nellen

Bild: Köbi Hefti - Piotr Wiacek mit grosser Mühe mit dem Näfelser Service