Donnerstag, 6. März 2008; 08:30
Allgemein

Meisterschaft NLA: Sursee schickt Seat Volley Näfels in die Belle

Von: Rolando K. Küng

SEAT Volley Näfels gelingt es nicht an die Leistung des ersten Spiels anzuknüpfen.   So clever die Näfelser in Sursee agierten, so sicher traten diesmal die Luzerner in Näfels auf. Der Sieg war absolut verdient, dank einer kompakten Mannschaftsleistung erfüllen die Spieler ihrem Captain seinen grossen Wunsch sich vor heimischem Publikum im letzten Spiel vom Spitzenvolleyball verabschieden zu können.

Der Startsatz war die eigentliche Fortsetzung des ersten Spiels in Sursee. Der Verlauf war insofern ähnlich, als es erneut Sursee gelang, erstmal um einige Punkte vorzulegen. Eine starke Serie von Hammerservices von Roman Sutter erlaubte es Näfels wieder auszugleichen, denn sofort geriet die Angriffsmaschinerie der Luzerner unter Druck. In der Folge gelang es Näfels mit bis zu drei Punkten davon zu ziehen, doch auch dieser Vorsprung währte nicht lange. Bei 19 Punkten war erneut Gleichstand und ein Time-out von Trainer Benne sollte nachher die entscheidenden Punkte Vorsprung bis zum Satzgewinn bringen.

 

Wer nun glaubte dass das so weitergehen sollte in Satz zwei, sah sich aber klar getäuscht. Sursee startete mit einem wahren Angriffsfurioso und lag schnell mit 9:1 Punkten vorn. In der Folge stabilisierte sich aber das Spiel der Glarner wieder, Benne brachte Passeur Gygli ins Spiel und unter seiner Führung liefen die Angriffe wieder klar besser. Vom grossen Rückstand holte SEAT Volley Näfels so einige Punkte auf, nicht aber genug um ganz aufzuschliessen. Die Innerschweizer hielten immer noch mindestens zwei Punkte Distanz und bauten den Vorsprung zum Schluss noch einmal aus zum sicheren Satzgewinn und Ausgleich nach Sätzen.

 

Satz drei zeigte ein Sursee mit dem Schwung aus dem soeben gewonnen Satz erneut schnell in Front liegend. Bei Näfels war wieder Passeur Bedrac am Kommando. Ging dieser Rückwechsel in Sursee noch auf, trat die Mannschaft heute den Beweis an, dass es vielleicht mit Gygli doch besser gewesen wäre. Nur über viel Kampf gelang es den Spielern um Captain Andy Sutter bei 18:17 erstmals mit einem Punkt in Führung zu gehen. Jetzt wurde die entscheidende Phase im ganzen Spiel eingeläutet. Die Führung wechselte nun mehrmals hin und her. Es war spannend und einer im Publikum sagte: "Wer diesen Satz holt, gewinnt auch das Spiel". Und er sollte Recht behalten. Sursee erkämpfte sich bei 22:24 den ersten Satzball, doch Näfels glich postwendend wieder aus. Der nächste Ball – erneut ein Satzball für Sursee – mit ebenso erneutem Ausgleich der Näfelser Volleyballer. Und noch einmal gelang es die gegnerische Führung auszugleichen, nie aber selbst einen Satzball zu erspielen. Die logische Folge daraus war der knappe Satzgewinn zur 2:1 Führung des VBC Sursee.

 

Dies war der Knackpunkt gewesen im Spiel der Näfelser. Denn nun zeigte sich wieder einmal warum eben doch Sursee in der Quali-Runde vor den Näfelser gelegen hatten. Die Luzerner steigerten sich in einen wahren Spielrausch und SEAT Volley Näfels hatte dem überhaupt nichts Gleichwertiges mehr entgegen zu setzen. Bedient man sich des Ausdrucks "mit wehenden Fahnen untergegangen" kommt das dem Auftritt im Schlusssatz wohl sehr nahe. Eigentlich schade, denn nicht die Niederlage an sich aber der saft- und kraftlose Auftritt zum Schluss war der eigentliche Vermutstropfen zum abschliessenden Abschluss-Apéro welcher aber trotzdem noch rege genossen wurde.

 

Für die Mannschaft bedeutet diese Niederlage aber nun anstelle eines guten Schlucks Champagner zum Saisonschluss noch einmal einige Flaschen mit isotonischen Getränken während den restlichen Trainings und dem sonntäglichen Spiel.

 

 

Matchtelegramm

 

Linth-arena SGU, 05.03.2008, 20:00

Spieldauer  86 Minuten

Zuschauer: 200

 

SEAT Volley Näfels  - VBC Raiffeisen Sursee - 1:3 (25:22, 22:25, 26:28, 19:25)

 

 

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Vinicius, Roman Sutter, Miller, Lastres, Gygli, Büschi, Brander, (Joelson und Christoph Suter verletzt) Trainer: Edwin Benne  

 

VBC Raiffeisen Sursee: Milanez (Passeur), Nevosad (Captain), Morgenthaler (Libero), Emmenegger, Dailey, Studer, Zurgilgen, Landa, Sharma, Mika, Trainer: Zohar Itzhaki

 

1.SR: Stanisic Sascha 2.SR: Bruno Bollier