Montag, 17. November 2008; 15:49
Allgemein

Meisterschaft NLA: Sursee mit Revanche-Gelüsten

Von: Rolando K. Küng

Am nächsten Sonntag steigt in der linth arena sgu das Rückspiel gegen den VBC Sursee. Im Hinspiel hat SEAT Volley Näfels den Luzernern klar den Meister gezeigt. Es gibt auch nicht viele Gründe die dagegen sprechen, dass das nicht auch im nächsten Spiel wieder so ist, es sei denn die Innerschweizer spielten plötzlich um zwei Klassen besser.

 

Klar wird Trainer Zohar Itzhaki versuchen, seine Jungs nach dem guten Spiel gegen Münsingen vor einer Woche auf dieser Leistung aufzubauen. Aber man darf trotzdem nicht vergessen, dass die junge Mannschaft aus Sursee das Tiebreak mit 10:15 doch klar verloren hat. Das zweimalige Aufholen eines Satzrückstandes hat ganz einfach zuviel Kraft gekostet. Ganz sicher ist dieses Spiel ein Lichtblick für die Luzerner denn sonst hat es eigentlich nur 0:3-Niederlagen abgesetzt bisher. Mit einer einzigen Ausnahme im Spiel gegen Aufsteiger Andwil-Arnegg. Im Fürstenland musste sich das Heimteam im Tiebreak mit 12:15 dem Gegner aus Sursee beugen. Daraus resultieren die zwei Punkte welche die Luzerner auf ihrem Konto haben.

 

 

Letzte Saison drei Niederlagen gegen Sursee

Da stehen die Näfelser Volleyballer mit ihren fünf Siegen aus acht Spielen doch um einiges besser da. Ein Blick zurück ins Jahr 2007 zeigt aber dass Sursee gegen SEAT Volley Näfels dieses Rückspiel mit 1:3 gewinnen konnte. Damals war das Team, noch unter Trainer Michel Bolle, derart verunsichert, dass es fast überhaupt nicht mehr an seine Fähigkeiten glaubte. Und auch in der Ausmarchung um den 5. Platz verloren die Sutter-Boys das entscheidende Spiel noch mit 2:3. Zumindest die letztjährigen Spieler dürften die drei Niederlagen der letzten Saison also nicht vergessen haben, was den Vorteil hat, diesen Gegner auch jetzt auf keinen Fall zu unterschätzen.

 

 

Sursee will Revanche für die Heimpleite

Gerade das Spiel gegen Lugano hat aber gezeigt wie gut die Carvalho-Truppe fighten kann. Auch ein Satzrückstand nach Satz drei konnte noch in einen Sieg umgewandelt werden. Genossen also die Näfelser das gute Gefühl wenigstens noch im Tiebreak gewonnen zu haben, wurde den Luzernern gerade dieses doch so wichtige Erfolgserlebnis nicht zuteil. So gesehen hat Sursee sich selbst, seinem Verein und vor allem seinen Fans noch einiges zu beweisen. Kämpferisch geben sich die Innerschweizer aber allemal indem sie auf ihrer eigenen Internetseite erklären für die Revanche bereit zu sein. Doch nur allein die Bereitschaft dürfte gegen die über doch weit grössere spielerische Mittel verfügende Mannschaft von SEAT Volley Näfels nicht ausreichen.

 

 

Matchbesuch als ideales Sonntagsprogramm

“Wir wollen diesen 3. Platz halten”, sagt ja auch Manager Ruedi Gygli und dazu sind die zwei Punkte am Sonntag auf jeden Fall nötig. So wäre also alles andere als ein Sieg eine riesengrosse Überraschung. Trotz der klaren Ausgangslage freuen sich die Spieler aber ganz sicher auf einen grossen Aufmarsch und vor allem auf lautstarke Unterstützung.