Meisterschaft NLA: Spitzenkampf im Ostschweizer Derby
Volley Amriswil empfängt SEAT Volley Näfels bei sich im Tellenfeld als punktgleicher Leader der NLA zum Spitzenkampf. Beide Mannschaften kommen aus einer Niederlage im letzten Spiel um den CEV- respektive Challenge Cup. Wer hier gewinnt muss im Januar ganz sicher keine Quali-Spiele gegen die NLA-Kellerkinder bestreiten.
Revanche für die Heimniederlage?
„Auf dem Papier scheint Volley Amriswil im Moment die etwas besseren Karten zu besitzen“. So steht es in der Vorschau auf der Webseite des Meisters und Cupsiegers. Aber erstens ist Papier geduldig und zweitens eine Spitzenmannschaft gerade dann am gefährlichsten, wenn sie angeschlagen scheint. SEAT Volley Näfels reiste vor drei Wochen nach Lausanne in etwa mit den selben Vorzeichen. Es musste endlich wieder einmal ein richtig gutes Spiel her. Und siehe da, die Spieler um Captain Gustavo Meyer zauberten genau ein solches hervor, mit dem Resultat eines weiteren 3:0 Siegs gegen Lausanne UC. Ausserdem hat Volley Näfels auch noch die 1:3-Heimniederlage von Glarus gegen die Oberthurgauer wettzumachen. Gründe genug, sich wieder seiner zweifellos vorhandenen Qualitäten zu besinnen und die wichtigen zwei Punkte aus Mostindien in den Zigerschlitz zu holen.
Gegner jetzt komplett
Ganz sicher hat aber Captain Marco Bär und sein nun komplettes Team aber ganz entschieden etwas dagegen, diese zwei Punkte abzugeben. Schaut man genau hin, sieht man, dass sich Volley Amriswil mit Verstärkung des dritten Mittelblockers Nathan Meerstein aus den USA noch einmal mehr Substanz ins Team geholt hat. Und nun, da MVP-2009 Márcio Sinotti ebenfalls wieder mittun kann, kommt auch offensiv einiges an Kraft und Schnelligkeit auf jede gegnerische Block- und Feldabwehr zu. Trainer Johan Verstappen ist zu beneiden. Er hat die Qual der Wahl und damit auch verschiedene taktische Varianten zur Verfügung, immer um seinen Dreh- und Angelpunkt, Passeur Marco Bär (29). Auf dieser Position sind die Thurgauer ganz klar besser besetzt.
Unschlagbar sind aber auch die Thurgauer bei weitem nicht. Lausanne und Chênois haben dies bewiesen und beide Mannschaften hat Volley Näfels diese Saison ja ebenfalls bereits geschlagen. Und dies beweist vor allem eines: Nach wie vor kann jedes der vier Spitzenteams jedes andere schlagen und zwar auch auswärts, wie ja Volley Näfels bei Lausanne UC bewiesen hat. Die Heimreise aus Belgien in zehnstündiger Fahrt mit regelmässigen Stopps sollte diesen jungen Spitzensportlern eigentlich nicht gross etwas ausmachen. Die Anreise ins Thurgau ist kurz und von daher kein Thema. Die einzige grosse Frage die vor dem Spiel bleibt richtet sich ganz sicher an die beiden Trainer. Ist es der Tscheche in Glarner Diensten oder den Thurgauern ihr Holländer, welcher sein Team taktisch besser auf seinen Gegner einstellen kann. Wer von beiden findet die genau richtigen Worte um den Spielern zu helfen, ihre beste Leistung abzurufen? Oder braucht es in einem solchen Derby auf diesem Niveau überhaupt noch Worte? Nur wer hinfährt weiss nachher genau Bescheid!



























































































