Meisterschaft NLA: Spitzenkampf gegen Lausanne UC
Am Samstag empfängt Lausanne UC zuhause SEAT Volley Näfels und brennt darauf, die Revanche zu nehmen für die 0:3 Niederlage im Glarnerland. Seither trat aber LUC wie eine Spitzenmannschaft auf und steht Punktgleich mit Näfels an der Spitze.
„Le choc au sommet“, betiteln die Waadtländer das Spiel von heute am späten Nachmittag, was aber nicht wörtlich und daher undramatisch übersetzt ganz einfach „Spitzenkampf“ heisst. In der Tat ist es der Spitzenkampf der achten Runde in der NLA, nachdem Lausanne UC im Léman-Derby Erzrivale CS Chênois glatt in drei Sätzen besiegte. Und es ist so wie das Szenenkenner vor der Saison vorausgesagt haben. Jeder der Spitzenklubs kann jeden schlagen. So landete SEAT Volley Näfels einen zwar hart umkämpften 3:0-Heimsieg gegen Lausanne UC, verlor dann ebenfalls zuhause gegen Volley Amriswil, welches seinerseits wieder das Spiel in Lausanne gegen die Studenten mit 2:3 verlor. Und auch Chênois verlor gegen Lausanne UC und SEAT Volley Näfels, gewann dafür aber gegen Volley Amriswil mit 3:0 klar und deutlich.
Es geht um zwei Punkte und noch viel mehr Prestige
So gibt es in diesem Spiel also nicht nur die zwei Punkte, sondern ganz sicher auch wieder viel Prestige zu gewinnen. Und Favorit darauf ist ganz sicher Lausanne, einmal weil das Spiel bei ihnen zuhause stattfindet und zum andern, weil die Romands in den letzten Spielen einen klaren Formanstieg ausweisen. Nimmt man die Leistung aus den letzten beiden Spielen der Näfelser gegen Lugano und Laufenburg, kann man nicht davon sprechen, dass Volley Näfels da einen bestechend sicheren Eindruck gemacht hätte. Um Lausanne UC in seiner jetzigen Form schlagen zu können, braucht es eine um Klassen bessere Leistung als neulich gezeigt. Da braucht es über ein ganzes Spiel einen Gustavo Meyer als unwiderstehlicher Leader, der Rolle also, die ihm von Anfang an zugedacht war. Da wird aber auch Diagonalspieler Polak seine Fehlerquote senken müssen, was er ja bei seiner Spielanalyse bestimmt gleich selbst sehr gut sehen musste. Da werden sich alle Annahmespieler auf eine äusserst schwierige Aufgabe einstellen müssen, die Halle in Dorigny ist grösser und vor allem höher als die linth arena. Und da wird der Passeur, sei es Gygli, sei es Bedrac, bereit sein müssen, grosse Wege zu gehen um den Angriff trotz vielleicht oft nicht optimaler Annahme doch noch wirkungsvoll lancieren zu können. Aber auch vom Block- und Defensespiel, welches diese Saison ja bisher meist sehr gut funktionerte, wird viel abhängen ob die Glarner im Spiel bleiben. Die Blockspieler Büsser und Benetti sind zweifellos Aktivposten im Spiel von Volley Näfels. Vom Alter her reif genug und auf den Beinen doch schneller unterwegs als ihre Vorgänger der letzten beiden Jahre. Ausserdem schaffen es beide, sich mit dem Passeur so zu verstehen, dass nun auch wieder öfter Angriffe über das erste Tempo in der Mitte zu sehen sind. Libero Werner, der MVP aus dem letzten Spiel gegen Laufenburg, scheint just auf das wichtige Spiel gegen LUC ebenfalls wieder ganz der Alte zu sein.
Wo bleibt der Fanclub?
Mit einem Sieg kann sich SEAT Volley Näfels endgültig in die Liste der Meisterschaftsanwärter einschreiben. Eines darf man aber nicht vergessen. Gegen die Top-Drei durften die Glarner allesamt zuhause antreten. So kommt also jetzt, ab dem Spiel gegen die Lausanner Studenten die wirkliche Bewährungsprobe. Auswärts ist es immer anders, wobei SEAT Volley Näfels, mittlerweile ganz ohne akustische Unterstützung eines Fan-Clubs, zuhause ja auch nicht mehr ganz sicher auf eine hohe Lärmkulisse zählen kann. Die Zuschauerzahlen waren bisher nicht gerade überwältigend und bezüglich Kulisse und Lärmpegel kann sich die Polak-Truppe in Lausanne ganz sicher auf ein ganz anderes Ambiente einstellen. Das muss aber überhaupt nicht negativ sein. Im Gegenteil, es kann die Näfelser endlich auch wieder zu Höchstleistungen antreiben wie zuletzt gegen Chênois gesehen und dann, ja dann kann es ein langes und hart umkämpftes Spiel geben mit unbestimmten Ausgang.



























































































