Donnerstag, 1. April 2010; 10:01
Allgemein

Meisterschaft NLA: Spiel der letzten Chance

Von: Rolando K. Küng

Am Ostersamstag fährt SEAT Volley Näfels an der Genfersee. Dort werden die Spieler versuchen ein normales Spiel abzuliefern, denn ein solches müsste zum Sieg eigentlich genügen. Und ein Sieg braucht die Mannschaft um sich die Chancen auf die Bronzemedaille zu bewahren.

 

 

Ein leichtes Spiel wird es nicht. Aber die Näfelser Volleyballer haben längstens die spielerischen Mittel um dieses Lausanne UC in Schach zu halten. Treten die Spieler um Captain Meyer und vor allem er selbst mit dem nötigen Biss auf, kann sehr gut ein Sieg herausschauen. Dies bedeutete dann, dass es wirklich noch zu einem allerletzten Heimspiel (zwar in Glarus) kommt. Vor eigenem Publikum die Bronzemedaille zu erhalten, genau das wünschen sich auch die Romands und dann noch vor Ostern. Sozusagen als Ostergeschenk.

 

Dem Gegner das Ostergeschenk vermiesen

Doch wenn dieses Volley Näfels gesamthaft seinen gezeigten Leistungen über die ganze Saison noch gerecht werden will, dann werden sie den Studenten aus der Waadt dieses Ostergeschenk vermiesen. Es wäre schlussendlich auch noch die Antwort auf den verpassten Finaleinzug zum Cupfinal in Bern oder zum Meisterschaftsfinale gegen Volley Amriswil. Und wie fest in dieser Saison eben überhaupt nichts geschrieben steht zwischen allen fünf besten Mannschaften, hat gerade der CS Chênois mit dem Auswärtssieg in Amriswil wieder bewiesen. Den hatten die Genfer wohl wirklich nur ganz insgeheim auf der Rechnung und sollten sie jetzt auch noch ihr Heimspiel vor gewiss einer vollen Halle in Sous Moulin gewinnen, käme der haushohe Favorit aus dem Thurgau ganz schön unter Druck. Und das wäre dann erneut der Beweis, dass in dieser NLA-Meisterschaft überhaupt nichts geschrieben steht. Es konnte und es kann immer noch alles passieren.

 

Woher kommt die Motivation?

So ist also auch der Polak-Truppe jederzeit ein Sieg zuzutrauen. Sie würden damit auch gegenüber dem bestimmt sehr unzufriedenen Publikum des letzten Spiels in Näfels wieder einiges gut machen. Ob die Mannschaft allerdings diesen Gedanken als Antrieb nutzen wird ist fraglich. Aber es gibt noch hundert andere Möglichkeiten dass sich das Team so motiviert, dass es in der Lage sein wird nur einfach ein normales Spiel abzuliefern. Und dann, ja dann freuten sich sicher bei einem Sieg zuerst die Spieler und Trainer. Aber mit ihnen allen sofort auch all diejenigen, welche auf LUC's Webseite das Spiel live mitverfolgen und ganz sicher auch nicht weniger diejenigen, welche die Siegmeldung etwas später erfahren.

 

Offene Rechnung mit dem Publikum 

Dann nähmlich hätte Volley Näfels noch einmal die Chance, sich mit einer anständigen Leistung und wer weiss, gar noch mit einer Medaille um den Hals von seinem kleinen, aber nicht minder treuen Publikum zu verabschieden. Für ganz viele wäre das sehr wichtig, bleibt zu hoffen, dass sich alle Spieler dem auch bewusst werden.