Meisterschaft NLA: Sieg der Leons über die Dragons nach Pausen-Donnerwetter
SEAT Volley Näfels vs Pallavolo Lugano 3:2 (20:25, 29:31, 25:15, 25:17, 15:09) SEAT Volley Näfels gewinnt zuhause gegen Pallavolo Lugano trotz 0:2 Satzrückstand schliesslich doch noch klar im Tie-break und legt in der Serie mit 2:1 Siegen vor. Seit langem landen die Näfelser Volleyballer damit zwei Siege hintereinander in der Meisterschaft. Ähnlich einem Fussballspiel sah man zwei Halbzeiten mit total verändertem Gesicht.
Bild: rkk-Ein strahlender Dani Werner nimmt die präsidialen Glückwünsche zum MVP dieses Spiels entgegen
Trotz Satzball beim Stand von 29:28 im 2. Satz wurde auch dieser noch eine Beute der Dragons aus Lugano und in der 10-Minuten-Pause war der Tenor fast einhellig auf der Tribüne. Nach der bisherigen Vorstellung der Benne-Truppe glaubten die Zuschauer Spiel 3 bereits verloren. Eine zweite Heimniederlage gegen Lugano? Das konnte doch nicht sein, sagte sich auch der Trainer, als er zu seiner Mannschaft sprach in der Kabine. Wohl waren seine Worte laut und deutlich genug, so dass die Fans ab Satz 3 ein verwandeltes Näfelser Volleyballteam zu sehen bekamen. War der Block der Einheimischen in den Startsätzen ineffizient und oft zu spät, stand dieser nun plötzlich richtig. Schon beim Service wurde nun Druck erzeugt mit dem Ergebnis, dass Lugano jetzt in Bedrängnis geriet, genauso wie vorher Näfels. Suchte man eine Logik für diese Wende, es gäbe sie schlicht nicht. „Rational ist es ja klar, dass wir alle selber wissen was wir zu tun haben und es nicht unseres Trainers Standpauke bedarf, um uns zu wecken,“ meinte nach dem Spiel der zum besten Spieler auf Näfelser Seite erkorenen Libero Dani Werner. Aber trotzdem sei diese halt nötig gewesen denn nicht alles sei immer rational erklärbar.
Klar bessere Dragons zu Beginn
Waren die Dragons am Anfang klar überlegen und überrollten das Heimteam noch regelrecht, so war es nun genau umgekehrt, nur dass Näfels’ Überlegenheit noch drückender war. Viele dachten nach dem hoch gewonnen dritten Satz an ein Strohfeuer. Doch auch der vierte Satz wurde eine ebenso klare Beute der Näfelser. Ausserdem war es nun sehr offensichtlich, dass das Momentum nicht nur spielerisch, sondern vor allem auch konditionell auf Glarner Seite lag. Diagonalangreifer Decio war völlig ausgepumpt und produzierte die Fehler gleich reihenweise und auch Carlão, obwohl bester Dragon, war nun bei weitem nicht mehr so unwiederstehlich wie noch zu Beginn.
Keine taktischen Varianten für Bettello
Trainer Bettello hatte aber auch keine wirklich valable Auswechselmöglichkeit für den Italiener, da Andrea Maino fehlte und Faria die Libero-Position für den verletzten De Tommasi einnehmen musste. „In der Euphorie spielen unsere jungen Spieler ganz gut, ist die aber einmal verflogen wird es schon viel schwieriger,“ analysierte Trainer Dario Bettello in nüchterner Beurteilung die aktuelle Situation seiner Mannschaft. Näfels liege ihnen aber eindeutig besser als Chênois, deshalb habe es ja bisher auch bereits vier Spiele über fünf Sätze gegeben. „Ich bin sicher dass meine Spieler sehr verärgert sind über diese Niederlage und am Donnerstag erwarte ich deshalb eine heftige Reaktion.“ Ganz ähnlich sieht das auch Trainer Benne indem er feststellt: „Es ist ein langer, harter Kampf und immer noch ist alles offen.“ Details über seine Worte in der Pause verrät er nicht, aber wichtig ist schliesslich dass diese gewirkt und die Wende gebracht haben.
Tie-break klare Beute der Leons
Das Tie-break war übrigens wie auch in den beiden vorherigen Spielen eine klare Sache und strapazierte niemandes Nerven mehr unnötig. Ein untrügliches Zeichen dafür war Präsident Görauch, welcher bereits beim letzten Seitenwechsel entspannt wirkte und zu Scherzen aufgelegt war.
linth arena sgu – 250 Zuschauer – Spieldauer 120 Minuten.
SR1 Christian Wolf
SR2 Bruno Bollier
09-Feb-2008
SEAT Volley Näfels – PV Lugano 3:2 (20:25, 29:31, 25:15, 25:17, 15:09)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Gygli, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius, Lastres, Trainer: Edwin Benne
Pallavolo Lugano Dragons: Ruan (Passeur), Faria (Libero), Caio (Captain), Carlão, Decio, Hübner, Romeo, Hofstede, Tomasetti, Trainer: Dario Bettello



























































































