Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels will die zwei Punkte aus dem Tessin
Für Volley Näfels wird die Fahrt ins Tessin keine Vergnügungsreise. Gegen Pallavolo Lugano kann es nur ein Ziel geben: es müssen nach der Niederlage gegen Volley Amriswil vor Wochenfrist zwei wichtige Punkte her. Nur so können sich die Näfelser im Rennen halten um den Einzug ins Playoff-Finale der Meisterschaft.
„Wir können uns mit Auswärtssiegen gegen Lugano und Chênois weiterhin im Gespräch halten für die Playoffs“, meinte Manager Gygli nach der Heimniederlage gegen Volley Amriswil. Und damit hat er eigentlich die Vorgabe für die zwei Auswärtsspiele im Tessin und in Genf bereits gemacht. Das bedingt aber, dass das gesamte Team von Beginn an auf Sieg spielt und die beiden Hauptleistungsträger Polak und Meyer mindestens auf ihr normales Leistungsniveau finden. Das letzte Spiel in Lugano kann nur bedingt als Gradmesser herbeigezogen werden. Es fand am Vorabend der Cup-Halbfinalrunde statt. Beide Teams schonten sich und trachteten danach, möglichst nicht an die Grenzen gehen zu müssen. Volley Näfels gewann zwar gegen die Ticinesi, nicht aber das viel wichtigere Spiel gegen LUC um den Einzug in den Cupfinal. Waren am Samstag die Luganesi noch die Verlierer, konnten diese am Sonntag umsomehr lachen, nachdem sie gegen Münchenbuchsee, wenn auch knapp, den Einzug in den Final nach Bern schafften. Damit war ihre bis anhin sehr harzige Saison auf jeden Fall schon gerettet.
Wundersame Auferstehung von Lugano
Nicht genug des Glücks. Pallavolo Lugano schaffte kurze Zeit später auch noch und trotz Rücklage, den Sieg in drei Spielen gegen Münsingen. Im letzten, aber eben wichtigsten Moment, zeigten die Südschweizer also doch noch, was man ihnen eigentlich schon die ganze Saison zugetraut hätte. Sie sind jetzt in der Lage gutes Volleyball zu zeigen. Unter dem Diktat des Brasilianers Fábio Alves (auch er war von einigen Jahren einmal mit Volley Näfels im Gespräch) welcher sich bereits am Supercup verletzte und seither das Team trainiert und nach vielen Spielerwechseln, scheint jetzt die beste Zusammensetzung endlich gefunden.
Pallavolo darf, Volley Näfels muss gewinnen
Pallavolo hat wahrlich turbulente Zeiten hinter sich, aber jetzt muss mit dieser Mannschaft gerechnet werden. Zwar bezogen sie vor einer Woche bei Lausanne UC eine klare 0:3-Klatsche, doch das will gar nichts heissen. Vielmehr wird den Tessiner zugetraut, ab sofort die Rolle des Spielverderbers spielen zu können. So muss also die Polak-Truppe höllisch aufpassen, in Lugano nicht ins offene Messer zu laufen. Der Serbe Goran Bjelica kann an einem guten Tag einen Match schon fast alleine entscheiden. Ausserdem muss Pallavolo Lugano aufgrund seiner Ziele für die laufende Meisterschaft und dem Erreichen des Cupfinals in keinem dieser Playoff-Quali-Spiele gewinnen. Aber es darf! Und so können die Tessiner ohne Druck und mit viel Freude in jedes Spiel steigen um zu sehen wie weit sie ihren Gegner nur ärgern oder sogar ganz einfach schlagen können. Eine wirkich komfortable Situation, welche dieses Team umso gefährlicher macht. Und eigentlich ist es wirklich Zeit, dass Pallavolo Lugano spielerisch wieder an seine Leistung im Supercup vom letzten Herbst anschliesst, an welchem es, in einem beherzten Spiel gegen CS Chênois die Bronzemedaille sicherte. Waren die Südschweizer seither auf einem steinigen Weg unterwegs, so kann es ab jetzt nur noch besser werden und davor muss sich Volley Näfels in acht nehmen. Spielerisch hat die Mannschaft um Captain Meyer die Mittel jedes NLA-Team zu schlagen. Ab jetzt zählt aber die Regelmässigkeit und es genügt nicht mehr ein ganz gutes und nachher zwei mittelmässige Spiele abzuliefern. Es gilt nur noch die Maxime den Sieg mit allen Mitteln anzustreben. Im Spiel gegen Lugano und auch in den nächstfolgenden.


























































































